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09.09.2026
16:19 Uhr
KI-generiert

29 Prozent: AfD zieht der Union in neuer Umfrage davon

29 Prozent: AfD zieht der Union in neuer Umfrage davon
Symbolbild: KI-generiert

Die AfD erreicht in einer neuen Bundestagsumfrage des Instituts pollytix 29 Prozent – ein Plus von einem Punkt und der höchste Wert, den dieses Institut je fĂŒr die Partei gemessen hat. Die Union bleibt bei 20 Prozent. Damit wĂ€chst der Abstand auf neun Prozentpunkte, ebenfalls Rekord in dieser Umfragereihe.

Kanzlerpartei im RĂŒckwĂ€rtsgang

Der Rest des Feldes bewegt sich kaum. Die SPD verliert einen Punkt auf 14 Prozent, die GrĂŒnen liegen bei 13, die Linke bei elf, die FDP bei fĂŒnf Prozent. Das BSW bleibt mit vier Prozent draußen.

Bemerkenswert ist vor allem die Rechenlage im Bundestag. Nach dieser Modellrechnung kĂ€me die AfD auf 199 Mandate, die Union auf 137, die SPD auf 96, die GrĂŒnen auf 89, die Linke auf 75 und die FDP auf 34. FĂŒr eine Mehrheit im 630 Sitze großen Parlament brĂ€uchte es 316 Stimmen.

Schwarz-Rot wÀre abgewÀhlt

Die amtierende Koalition aus Union und SPD lĂ€ge bei zusammen 233 Sitzen – meilenweit von einer Mehrheit entfernt. Rechnerisch bliebe nur ein DreierbĂŒndnis mit den GrĂŒnen, das mit 322 Mandaten knapp ĂŒber die Ziellinie kĂ€me.

FĂŒr Friedrich Merz wĂ€re das eine bittere Pointe. Der Kanzler, der im Wahlkampf fĂŒr eine wirtschaftsliberale Wende und einen hĂ€rteren Migrationskurs stand, mĂŒsste sich ausgerechnet jene Partei ins Boot holen, deren Politik er zuvor scharf kritisiert hatte. Ein Zusammengehen mit der Linkspartei verhindert der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU, eine Regierungsbeteiligung der AfD die selbst gesetzte Brandmauer.

Sachsen-Anhalt als Warnschuss

Wie belastbar solche Zahlen sind, zeigte der vergangene Sonntag. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September holte die AfD nach dem vorlĂ€ufigen Ergebnis 43,8 Prozent, die CDU stĂŒrzte auf 17,2 Prozent ab. Die SPD kam auf 9,3, die GrĂŒnen auf 8,9, die Linke auf 8,6 Prozent.

Die Institute hatten die Union kurz vor der Wahl noch bei 22 bis 23 Prozent gesehen, die AfD bei 40 bis 43 Prozent. Der Absturz der Christdemokraten fiel also deutlich heftiger aus als vorhergesagt – ein Datenpunkt, der viele Leser an der Aussagekraft von Sonntagsfragen zweifeln lĂ€sst.

Am 20. September folgen die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und im Berliner Abgeordnetenhaus. Zwei weitere Stresstests fĂŒr eine Koalition, die im Bund erst seit Mai 2025 regiert.

Was hinter dem Trend steckt

Aus Sicht unserer Redaktion sind diese Zahlen kein Betriebsunfall, sondern das Echo enttĂ€uschter Erwartungen: RekordkriminalitĂ€t in der Polizeilichen Kriminalstatistik, eine schwĂ€chelnde Industrie, hohe Abgabenlast – und ein Kanzler, der trotz gegenteiliger Ansagen ein 500-Milliarden-Schuldenpaket auflegte. Wer Vertrauen verspielt, verliert Prozentpunkte.

FĂŒr Sparer bleibt das Bild unbequem. Politische Unsicherheit, wachsende Staatsschulden und ein Parteiensystem im Umbruch sind selten gute Nachrichten fĂŒr Papierwerte. Physisches Gold und Silber gelten vielen Anlegern in solchen Phasen als bewĂ€hrte ErgĂ€nzung – als Baustein einer breit gestreuten Vermögenssicherung, der außerhalb des politischen Zugriffs liegt.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er spiegelt unsere EinschĂ€tzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jeder Leser sollte eigene Recherchen anstellen und trĂ€gt fĂŒr seine Anlageentscheidungen die volle Verantwortung.

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