
Zwangsrente von oben: Wie Berlin und die Gewerkschaften dem Mittelstand das letzte Hemd ausziehen wollen
Es ist ein bekanntes Muster: Wenn in Deutschland ein Problem auftaucht, lautet die Antwort der FunktionĂ€re stets gleich â noch mehr Zwang, noch mehr Pflichten, noch mehr staatliche Bevormundung. Diesmal hat sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) etwas Besonderes einfallen lassen: eine verpflichtende Betriebsrente fĂŒr alle BeschĂ€ftigten. Klingt fĂŒrsorglich, ist aber im Kern nichts anderes als ein weiterer Griff in die Taschen der ohnehin schon gebeutelten deutschen Unternehmen.
Der Mittelstand schlĂ€gt Alarm â zu Recht
Immerhin gibt es noch Stimmen der Vernunft. Gitta Connemann, Bundesvorsitzende der Mittelstandsunion, erteilte dem VorstoĂ eine deutliche Absage. Die betriebliche Altersvorsorge sei zwar eine Erfolgsgeschichte, lebe aber â und das ist der entscheidende Punkt â von Akzeptanz und nicht von Zwang. Eine bemerkenswert klare Ansage in einem Land, in dem das Wort âfreiwilligâ zunehmend zum Fremdwort verkommt.
Connemann brachte es auf den Punkt: Verpflichtende Betriebsrenten und zusĂ€tzliche Finanzierungspflichten bedeuteten vor allem neues Ungemach fĂŒr die Betriebe â und das ausgerechnet zur Unzeit. Wer in einer Phase, in der Unternehmen mit explodierenden Lohnnebenkosten, einem bĂŒrokratischen Dschungel und einem gnadenlosen internationalen Wettbewerb kĂ€mpften, neue Lasten obendrauf packe, gefĂ€hrde Investitionen, ArbeitsplĂ€tze und Wachstum.
Gerade der Mittelstand brauche Luft zum Atmen und keine neuen Lasten aus Berlin oder den Tarifzentralen.
Die altbekannte Allianz der Umverteiler
Wenig ĂŒberraschend findet die Idee bei genau jenen Anklang, die sich seit Jahren als selbsternannte WohltĂ€ter der arbeitenden Bevölkerung inszenieren. Jens SĂŒdekum, Wirtschaftsprofessor und Berater von Finanzminister Lars Klingbeil, sieht den DGB-Vorschlag wohlwollend. Eine verpflichtende, kapitalgedeckte Betriebsrente gehe âin die richtige Richtungâ, lieĂ er verlauten. Auch in der SPD klatscht man Beifall.
DGB-Chefin Yasmin Fahimi begrĂŒndet den VorstoĂ damit, dass rund 20 Millionen BeschĂ€ftigte hierzulande keine betriebliche Altersvorsorge hĂ€tten â hĂ€ufig, weil sie in Betrieben ohne Tarifbindung arbeiteten. Die Gewerkschaften seien selbstverstĂ€ndlich bereit, das âkollektiv fĂŒr alleâ zu regeln. Man fragt sich unwillkĂŒrlich: Geht es hier wirklich um die Altersvorsorge der BĂŒrger oder schlicht um den Ausbau des eigenen Einflusses?
Warum die gesetzliche Rente das eigentliche Problem ist
Die unbequeme Wahrheit, die in dieser Debatte gerne verschwiegen wird: WĂ€re das umlagefinanzierte gesetzliche Rentensystem nicht lĂ€ngst ein wackliges Kartenhaus, brĂ€uchte niemand ĂŒber Zwangsbetriebsrenten zu diskutieren. Jahrzehntelange politische VersĂ€umnisse, eine fragwĂŒrdige Demografiepolitik und eine ausufernde SozialbĂŒrokratie haben uns dorthin gebracht, wo wir heute stehen.
Statt das marode System grundlegend zu reformieren, will man nun den Unternehmen die nĂ€chste Pflichtabgabe aufbĂŒrden. Das ist, als wĂŒrde man ein leckendes Schiff nicht reparieren, sondern den Passagieren befehlen, mit Eimern zu schöpfen.
Eigenverantwortung statt staatlicher Bevormundung
Die richtige Antwort liegt nicht im Zwang, sondern in der StĂ€rkung der Eigenverantwortung. Wer wirklich fĂŒr sein Alter vorsorgen will, sollte sein Vermögen breit streuen und nicht allein auf staatlich verordnete Konstrukte vertrauen, deren Wert durch die galoppierende Inflation â befeuert durch das 500-Milliarden-Schuldenpaket der Bundesregierung â Jahr fĂŒr Jahr dahinschmilzt.
Gerade in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber ĂŒber Jahrhunderte hinweg als verlĂ€sslicher Anker zur Vermögenssicherung bewĂ€hrt. Als sinnvolle Beimischung in einem gesunden, breit gestreuten Portfolio bieten sie einen Schutz, den keine staatlich verordnete Zwangsrente jemals garantieren kann â unabhĂ€ngig von FunktionĂ€ren, Tarifzentralen und den Launen der Berliner Politik.
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