Kettner Edelmetalle
05.06.2026
07:02 Uhr

Wenn die Steinzeit Berlin diktiert: Wie die Taliban die Bundesregierung am Nasenring durch die Manege fĂŒhren

Wenn die Steinzeit Berlin diktiert: Wie die Taliban die Bundesregierung am Nasenring durch die Manege fĂŒhren

Es ist eine DemĂŒtigung, wie sie kaum sinnbildlicher sein könnte fĂŒr den Zustand der deutschen Außenpolitik. Eine islamistische Terrorgruppe, die ein Land regiert, das international nicht einmal als legitimer Staat anerkannt wird, lĂ€sst einen geplanten Abschiebeflug nach Kabul kurzerhand platzen – und stellt der Bundesregierung gleichzeitig Forderungen. Wie der NDR unter Berufung auf Diplomatenkreise berichtet, sollen die Taliban damit erreichen wollen, dass noch mehr ihrer eigenen Vertreter auf deutschem Boden platziert werden. Erpressung in Reinform, möchte man sagen.

Visa ausgestellt, Flug abgesagt – und Berlin schaut zu

Das Absurde an diesem diplomatischen Trauerspiel: Es hatte bereits eine Einigung gegeben. Den Bundespolizisten, die als Begleitpersonen mitfliegen sollten, waren von den Taliban bereits afghanische Visa ausgestellt worden. Alles war vorbereitet. Dann zogen die Islamisten den Stecker. Die offizielle BegrĂŒndung aus Kabul? Man habe in Deutschland schlicht zu wenig Diplomaten. Afghanische Ex-Diplomaten nannten das gegenĂŒber dem NDR eine praktische Erpressung der Bundesregierung – und sie haben damit vollkommen recht.

Man stelle sich diese Szenerie einmal vor: Eine der Ă€rmsten und rĂŒckstĂ€ndigsten Nationen der Welt, regiert von einer Gruppierung, die Frauen das Recht auf Bildung verweigert und mittelalterliche Strafen vollstreckt, hĂ€lt die viertgrĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft der Erde am ausgestreckten Arm. Und Berlin? Berlin zĂŒckt das Scheckbuch und ĂŒberlegt, wie man die Herren in den Turbanen bloß nicht verĂ€rgert.

Eine Regierung, die mit sich selbst im Streit liegt

Bezeichnend ist auch der innere Zwist der Großen Koalition in dieser Frage. WĂ€hrend das AuswĂ€rtige Amt offenbar einen hĂ€rteren Kurs gegenĂŒber den Taliban fahren möchte, plĂ€diert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) fĂŒr Samthandschuhe. Man solle die Islamisten nicht „allzu hart anpacken“, so der Minister – aus Sorge, die ohnehin spĂ€rlichen Abschiebungen zu gefĂ€hrden.

Eine schwache Regierung ist immer erpressbar. Wer sich von einem Terrorregime vorfĂŒhren lĂ€sst, hat im internationalen Konzert lĂ€ngst seinen Taktstock verloren.

Und wie spĂ€rlich diese Abschiebungen tatsĂ€chlich sind, offenbart der nĂŒchterne Blick auf die Zahlen. Rund 11.400 afghanische Staatsangehörige waren zuletzt in Deutschland ausreisepflichtig, etwa 9.600 davon mit Duldung, rund 1.800 ohne. Seit Amtsantritt der schwarz-roten Koalition wurden ganze 128 Personen abgeschoben. Im Jahr 2026 gab es bislang lediglich zwei AbschiebeflĂŒge. Das ist kein RĂŒckfĂŒhrungsprogramm, das ist ein symbolisches Feigenblatt.

Der Bock als GĂ€rtner: Taliban fĂŒhren die Botschaft in Berlin

Besonders pikant wird die Angelegenheit durch einen weiteren Umstand. Die afghanische Botschaft in Berlin soll bereits seit geraumer Zeit inoffiziell von einem Mitglied der Taliban gefĂŒhrt werden. Ein im Sommer als einfacher Konsularbeamter eingereister FunktionĂ€r wurde demnach mit der Leitung der Vertretung betraut, wĂ€hrend der ursprĂŒngliche, den Taliban nicht angehörende GeschĂ€ftstrĂ€ger nur noch als Strohmann fungieren soll. Die Bundesregierung, die das Regime offiziell nicht anerkennt, wurde darĂŒber bewusst im Dunkeln gelassen. Man muss sich fragen: Wer regiert hier eigentlich wen?

Andere können es – warum nicht Deutschland?

Die Antwort auf die Frage, warum Deutschland in dieser Lage steckt, ist unbequem, aber sie liegt auf der Hand. Andere Staaten schieben konsequent ab, knĂŒpfen Zahlungen an Gegenleistungen und lassen sich von niemandem auf der Nase herumtanzen. Hierzulande jedoch hat eine jahrelange Politik der offenen TĂŒren und der ideologischen Selbstverleugnung dazu gefĂŒhrt, dass selbst eine Terrorgruppe weiß: Mit Berlin kann man es ja machen. Diese EinschĂ€tzung teilt nicht nur unsere Redaktion, sondern ein erheblicher Teil der deutschen BĂŒrger, die mit wachsendem UnverstĂ€ndnis verfolgen, wie ihr Land sich vorfĂŒhren lĂ€sst.

Das eigentlich Tragische dabei ist die HĂ€rte, die immer nur in eine Richtung wirkt. GegenĂŒber dem eigenen, steuerzahlenden BĂŒrger kennt der Staat keine Gnade, wenn es um Abgaben, Auflagen und Verbote geht. GegenĂŒber einem Terrorregime jedoch wird gebĂŒckt, verhandelt und gezahlt. Es ist diese Schieflage, die so viele Menschen in diesem Land zur Verzweiflung treibt.

Ein Sinnbild fĂŒr den Niedergang

Was sich hier abspielt, ist mehr als nur eine gescheiterte Abschiebung. Es ist ein LehrstĂŒck ĂŒber den Bedeutungsverlust eines Landes, das einst fĂŒr VerlĂ€sslichkeit, StĂ€rke und klare Haltung stand. Wer sich von den Taliban erpressen lĂ€sst, der hat in der Weltpolitik schlicht keine Stimme mehr. Und solange in Berlin Politiker am Ruder sind, die lieber das Scheckbuch zĂŒcken als RĂŒckgrat zu zeigen, wird sich an diesem beschĂ€menden Zustand nichts Ă€ndern.

In unsicheren Zeiten, in denen Vertrauen in staatliche HandlungsfĂ€higkeit schwindet und politische VerlĂ€sslichkeit zur Mangelware wird, gewinnt der Gedanke an krisenfeste Werte zusĂ€tzlich an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte als stabiler Anker bewĂ€hrt – unabhĂ€ngig von politischen Verwerfungen und als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist aufgefordert, sich eigenstĂ€ndig zu informieren und Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. FĂŒr die Richtigkeit, VollstĂ€ndigkeit und AktualitĂ€t der dargestellten Inhalte ĂŒbernehmen wir keine Haftung.

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