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28.09.2026
19:34 Uhr
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Absturz auf 19 Prozent: Merz' Union erlebt ihren schwÀrzesten Moment

Absturz auf 19 Prozent: Merz' Union erlebt ihren schwÀrzesten Moment
Symbolbild: KI-generiert

Die Kanzlerpartei fĂ€llt weiter. Im aktuellen „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Insa fĂŒr die „Bild am Sonntag“ kommen CDU und CSU nur noch auf 19 Prozent. Das ist ihr schlechtester Wert in dieser Legislaturperiode. Die AfD hĂ€lt ihre 29 Prozent und liegt damit satte zehn Punkte vor der Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz.

FĂŒr die Erhebung hat Insa Medienberichten zufolge zwischen dem 21. und 25. September insgesamt 1.203 Menschen befragt. GegenĂŒber der Vorwoche verliert die Union einen weiteren Punkt. Ein Ausrutscher ist das nicht. Es sieht eher nach einem Trend aus, der sich festsetzt.

Die Zahlen im Überblick

  • AfD: 29 Prozent (unverĂ€ndert)
  • CDU/CSU: 19 Prozent (−1)
  • GrĂŒne: 15 Prozent (+1)
  • SPD: 14 Prozent (+1)
  • Linke: 10 Prozent (−1)
  • FDP: 4 Prozent
  • BSW: 3 Prozent
  • Sonstige: 6 Prozent

FDP und BSW wĂŒrden an der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde scheitern. Zusammen mit den sonstigen Parteien fallen damit 13 Prozent der Stimmen unter den Tisch. Die Folge: Schon mit rund 44 Prozent ließe sich eine parlamentarische Mehrheit bilden.

Vom Wahlsieger zum Sorgenkind

Blicken wir zurĂŒck. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 holte die Union noch 28,5 Prozent. Merz zog als strahlender Sieger ins Kanzleramt ein. Er versprach einen Politikwechsel, eine Asylwende und vor allem solide Finanzen. Gut anderthalb Jahre spĂ€ter sind rund ein Drittel dieser WĂ€hler weg. Was ist passiert?

Aus Sicht vieler Kritiker hat der Kanzler seinen wichtigsten Kredit verspielt: die GlaubwĂŒrdigkeit. Vor der Wahl hatte Merz Haushaltsdisziplin versprochen. Danach kam ein 500-Milliarden-Sondervermögen, dazu die im Grundgesetz verankerte KlimaneutralitĂ€t bis 2045. Die Rechnung fĂŒr diesen Schuldenberg zahlen die BĂŒrger, ĂŒber Steuern, Abgaben und am Ende ĂŒber die Kaufkraft ihres Geldes.

Andere Institute kommen zu Ă€hnlich dĂŒsteren Ergebnissen. In einer YouGov-Erhebung lag die Union Berichten zufolge sogar nur bei 18 Prozent. In einer frĂŒheren Insa-Umfrage hielten lediglich 14 Prozent der Befragten Merz noch fĂŒr den richtigen Kanzler, 78 Prozent verneinten das. Selbst unter den UnionswĂ€hlern soll eine Mehrheit von 58 Prozent gegen ihn gewesen sein.

Die SPD profitiert, die Union zahlt

Bitter fĂŒr die CDU: Ausgerechnet der Koalitionspartner SPD unter Vizekanzler Lars Klingbeil legt zu. Auch die GrĂŒnen erreichen einen Höchstwert. SPD, GrĂŒne und Linke kommen zusammen auf 39 Prozent. Laut dem Bericht ist das der beste Wert dieses Lagers in der laufenden Legislaturperiode.

Beobachter sehen darin ein vertrautes Muster. Die Union regiert, die Sozialdemokraten setzen ihre Themen durch, und bestraft wird der grĂ¶ĂŸere Partner. Schwarz-Rot kĂ€me nach diesen Zahlen nur noch auf 33 Prozent und hĂ€tte damit keine eigene Mehrheit mehr.

Die Landtagswahlen als Brandbeschleuniger

Der Absturz folgt auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. In Sachsen-Anhalt gewann die AfD Medienberichten zufolge mit großem Vorsprung vor der CDU. CSU-Chef Markus Söder soll danach von einer Denkzettelwahl gesprochen haben, die vor allem mit Berlin zu tun habe. Er habe die Bundesregierung aufgefordert, deutlich zuzulegen.

Und jetzt?

Klar ist: Eine Umfrage ist kein Wahlergebnis. Sie zeigt nur die Stimmung. Doch diese Stimmung ist eindeutig, und sie kippt seit Monaten in dieselbe Richtung. Die Brandmauer zur AfD bleibt bestehen, die Union hĂ€ngt am Tropf der SPD, und das Vertrauen der BĂŒrger schwindet. FĂŒr eine Partei, die sich als Kraft der Mitte, der Leistung und der StabilitĂ€t versteht, ist das ein Alarmsignal.

Politische Unsicherheit, wachsende Staatsschulden und die Frage, wer die Zeche am Ende zahlt, beschÀftigen immer mehr Sparer. Viele setzen deshalb auf Werte, die keine Wahlperiode und kein Koalitionsstreit entwertet. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen eine sinnvolle Absicherung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger sollte eigenstĂ€ndig recherchieren und ist fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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