Kettner Edelmetalle
21.05.2026
18:12 Uhr

Zwei Milliarden Dollar fĂŒr die Quanten-Revolution: Wie Washington Pekings Tech-Vormarsch ausbremsen will

Zwei Milliarden Dollar fĂŒr die Quanten-Revolution: Wie Washington Pekings Tech-Vormarsch ausbremsen will
Symbolbild: KI-generiert

WĂ€hrend Berlin sich in ideologischen GrabenkĂ€mpfen ĂŒber Genderpronomen, WĂ€rmepumpen und das nĂ€chste BĂŒrgergeldparadies verliert, setzt Washington klare industriepolitische Akzente. Die US-Regierung will dem Quantencomputing einen krĂ€ftigen Schub verpassen – und zwar mit nicht weniger als zwei Milliarden Dollar Steuergeld. Das geht aus Berichten des Wall Street Journals hervor. Im Gegenzug fĂŒr die Milliardenspritze sichert sich der Staat Anteile an den geförderten Unternehmen. Eine Strategie, die im Silicon Valley der Marktradikalen vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wĂ€re.

Neun Unternehmen, ein klares Ziel: China

Die finanziellen Mittel stammen aus dem berĂŒchtigten „Chips and Science Act" von 2022, der ursprĂŒnglich verabschiedet wurde, um die heimische Halbleiterproduktion zurĂŒck auf amerikanischen Boden zu holen. Nun werden die Töpfe geöffnet, um auch im Quantenrennen nicht den Anschluss an Peking zu verlieren. Der Löwenanteil von einer Milliarde Dollar soll an IBM fließen – einen der globalen Schwergewichte in der Quantenforschung. GlobalFoundries darf sich ĂŒber 375 Millionen Dollar freuen. Die ĂŒbrigen sieben Akteure – D-Wave Quantum, Rigetti Computing, Infleqtion, Atom Computing, PsiQuantum und Quantinuum – sollen jeweils rund 100 Millionen Dollar erhalten. Das Start-up Diraq bekommt 38 Millionen Dollar als Anschubfinanzierung.

Die MĂ€rkte reagierten prompt und euphorisch: Die Aktien von D-Wave Quantum und Rigetti Computing schossen vorbörslich um mehr als 25 Prozent in die Höhe, IBM und GlobalFoundries legten jeweils rund sieben Prozent zu. Ein LehrstĂŒck darĂŒber, wie staatliche Industriepolitik – richtig dosiert – Kapital mobilisieren kann.

Staatsbeteiligungen als neue Waffe Washingtons

Bemerkenswert ist die Methode. Trump und sein Team setzen konsequent auf eine Strategie, die bereits bei Rohstoff- und Bergbauunternehmen Anwendung fand: Der Staat zahlt nicht einfach Subventionen mit der Gießkanne, sondern erwirbt im Gegenzug Eigentumsanteile. Eine Form des wirtschaftlichen Patriotismus, die in Deutschland lĂ€ngst undenkbar geworden ist. Hierzulande verteilt man lieber Milliarden an Klimaschutzprojekte, die niemand braucht, und treibt mit einem 500-Milliarden-Schuldenpaket die nĂ€chste Generation in die Zinsknechtschaft.

Quantencomputing: Die SchlĂŒsseltechnologie der nĂ€chsten Dekade

Quantencomputer könnten in absehbarer Zukunft Berechnungen durchfĂŒhren, an denen klassische Supercomputer scheitern – von der Medikamentenentwicklung ĂŒber VerschlĂŒsselungstechnologie bis hin zur militĂ€rischen AufklĂ€rung. Wer hier die Nase vorn hat, kontrolliert nicht nur MĂ€rkte, sondern auch geopolitische MachtverhĂ€ltnisse. Auch private Tech-Giganten wie Microsoft und Google haben das lĂ€ngst erkannt und investieren massiv in das Feld. Mehrere wissenschaftliche DurchbrĂŒche der jĂŒngsten Vergangenheit haben den Optimismus zusĂ€tzlich befeuert.

Und Deutschland? Schaut zu

WĂ€hrend die USA Milliarden in Zukunftstechnologien pumpen und China seit Jahren mit staatlichem Großeinsatz aufholt, verharrt Deutschland in seiner gewohnten Lethargie. Die Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar großspurig ein 500-Milliarden-Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur angekĂŒndigt – doch wo bleibt der entschlossene industriepolitische Befreiungsschlag fĂŒr SchlĂŒsseltechnologien? Stattdessen wird KlimaneutralitĂ€t bis 2045 ins Grundgesetz gehievt, als wĂ€re das Klima ein Verfassungsorgan. AuslĂ€ndische Investitionen in Deutschland brechen ein, die Industrie wandert ab, und Berlin diskutiert lieber ĂŒber die korrekte Ansprache divers identifizierender Beamter. Es ist zum Verzweifeln.

HartwÀhrung in unsicheren Zeiten

Der internationale technologische Wettlauf, die geopolitischen Spannungen, die ausufernde Staatsverschuldung der westlichen Industrienationen – all das sind klassische Treiber fĂŒr eines: handfeste Sachwerte. Wer sein Vermögen nicht ausschließlich von den Launen der Tech-Börsen oder politischen Förderprogrammen abhĂ€ngig machen möchte, tut gut daran, einen soliden Anteil in physischen Edelmetallen wie Gold und Silber zu halten. Sie sind weder von Algorithmen abhĂ€ngig noch von der Gnade staatlicher Subventionsverteiler. Gerade in Zeiten beschleunigten technologischen Wandels, in denen ganze Branchen ĂŒber Nacht obsolet werden können, gehört eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle in jedes ausgewogene Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Informationen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Quellen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenstĂ€ndig zu recherchieren und seine Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. FĂŒr etwaige Verluste ĂŒbernehmen wir keinerlei Haftung.

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