Kettner Edelmetalle
26.03.2026
17:30 Uhr

Wohnungsbau in Deutschland vor dem Kollaps: LEG-Chef zeichnet dĂŒsteres Bild

WĂ€hrend die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Infrastruktur retten will, offenbart der Chef des zweitgrĂ¶ĂŸten deutschen Wohnungsunternehmens eine unbequeme Wahrheit: Der Wohnungsneubau in Deutschland bricht noch stĂ€rker ein als ohnehin befĂŒrchtet. Lars von Lackum, Vorstandsvorsitzender der LEG Immobilien mit rund 170.000 Wohnungen im Bestand, findet drastische Worte fĂŒr den Zustand des deutschen Immobilienmarktes.

Ein „Schlag in die Magengrube" fĂŒr den Markt

Die geopolitischen Verwerfungen – insbesondere die Eskalation im Nahen Osten zwischen Iran und Israel – treffen den ohnehin angeschlagenen deutschen Immobilienmarkt mit voller Wucht. Von Lackum beschreibt die Situation als einen regelrechten Schlag in die Magengrube. Der Transaktionsmarkt werde einen erheblichen DĂ€mpfer erhalten, die Börse fĂŒrchte Zinserhöhungen, und Unternehmen wie die LEG wĂŒrden in „Sippenhaft" genommen.

Doch was den LEG-Chef offenbar noch mehr beunruhigt als steigende Zinsen, ist ein ganz anderes Signal: AuslĂ€ndische Investoren stellten ihm inzwischen primĂ€r die Frage, ob Deutschland den RĂŒckweg in die Planwirtschaft und die Kollektivierung des Eigentums plane. Eine vernichtendere Diagnose fĂŒr den Investitionsstandort Deutschland kann man sich kaum vorstellen. Jahrelange ideologiegetriebene Regulierungswut, Mietendeckel-Fantasien und eine Politik, die Eigentum eher als SĂŒnde denn als Grundrecht betrachtet, zeigen ihre Wirkung. Das Vertrauen internationaler Kapitalgeber in Deutschland erodiert – und zwar nachhaltig.

Baukosten explodieren, Neubau implodiert

Besonders alarmierend sind von Lackums Aussagen zum Neubau. In diesem Jahr werde noch weniger gebaut als ohnehin befĂŒrchtet, so seine nĂŒchterne EinschĂ€tzung. Projektentwickler litten unter massiven Preissteigerungen bei Baustoffen wie Zement oder Bitumen. Das „zarte PflĂ€nzchen" steigender Baugenehmigungen werde sich nicht in höheren Fertigstellungszahlen niederschlagen, wenn die Baukosten die Zahlungsbereitschaft von KĂ€ufern und Mietern ĂŒberstiegen.

Man muss sich diese AbsurditĂ€t auf der Zunge zergehen lassen: Deutschland, einst Inbegriff von Ingenieurskunst und Baukultur, schafft es nicht mehr, ausreichend Wohnungen zu errichten. Und das in einer Zeit, in der die Bevölkerung durch unkontrollierte Migration weiter wĂ€chst und der Druck auf den Wohnungsmarkt stetig zunimmt. Hunderttausende suchen verzweifelt nach bezahlbarem Wohnraum, wĂ€hrend die BĂŒrokratie jeden Spatenstich zum Hindernislauf macht.

Energiepreise als zusĂ€tzliche Belastung fĂŒr Mieter

Als wĂ€re die Lage nicht schon prekĂ€r genug, drohen den Mietern durch steigende Energiepreise weitere Belastungen. Von Lackum schließt zusĂ€tzliche Kosten ausdrĂŒcklich nicht aus. Sein Unternehmen setze auf Hybridlösungen – eine Kombination aus WĂ€rmepumpe und Gas fĂŒr Spitzenlasten – als BrĂŒckentechnologie. FlĂ€chendeckend neue Gasheizungen einzubauen, komme hingegen nicht infrage. Die Zeche fĂŒr das ideologisch motivierte Heizungsgesetz der VorgĂ€ngerregierung zahlen am Ende die Mieter – wie immer.

Möbliertes Wohnen: „Eine Schweinerei"

Bemerkenswert deutlich wird der LEG-Chef beim Thema möbliertes Wohnen. Es sei schlicht eine „Schweinerei", wenn ein Apartment mit einem alten Ikea-Bett fĂŒr 40 Euro pro Quadratmeter als möblierte Wohnung vermietet werde. Dass die Politik in solchen FĂ€llen eingreife, könne er nachvollziehen. Bei der Indexmiete hingegen – also jener Mietform, die sich an der Inflation orientiert – halte er neue Regulierungen fĂŒr falsch. Nach Jahren sehr niedriger Inflationsraten habe es eine einmalige Inflationsspitze gegeben, und darauf mit neuen Eingriffen zu reagieren, sei der falsche Weg.

Hier zeigt sich das grundlegende Dilemma der deutschen Wohnungspolitik: Statt die Ursachen zu bekĂ€mpfen – ĂŒberbordende Bauvorschriften, exzessive Energieauflagen, mangelnde Baulandausweisung –, doktert die Politik permanent an den Symptomen herum. Jede neue Regulierung verschreckt Investoren weiter und verschĂ€rft die Wohnungsnot, die sie eigentlich lindern soll. Ein Teufelskreis, der sich seit Jahren dreht und unter wechselnden Regierungen nur an Geschwindigkeit zugenommen hat.

Rekordergebnis 2025 – doch wie lange noch?

Immerhin: Die LEG hat im Jahr 2025 ein Rekordergebnis erwirtschaftet. Doch auf die Frage, ob sich dies 2026 fortsetzen lasse, gibt sich von Lackum kĂ€mpferisch: Nicht zu wachsen hieße RĂŒckschritt. Eine Aussage, die angesichts der geopolitischen Unsicherheiten, explodierender Baukosten und eines zunehmend investorenfeindlichen Umfelds fast schon wie Zweckoptimismus klingt.

Die Botschaft des LEG-Chefs ist unmissverstĂ€ndlich: Deutschland verliert als Immobilienstandort rapide an AttraktivitĂ€t. Wer sein Vermögen langfristig schĂŒtzen will, sollte in Zeiten wie diesen ĂŒber eine breite Diversifikation nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte als verlĂ€sslicher Wertspeicher bewĂ€hrt – gerade dann, wenn ImmobilienmĂ€rkte unter Druck geraten und geopolitische Krisen die FinanzmĂ€rkte erschĂŒttern. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener grĂŒndlicher Recherche und gegebenenfalls nach RĂŒcksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. FĂŒr Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, ĂŒbernehmen wir keinerlei Haftung.

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