Kettner Edelmetalle
11.06.2025
06:33 Uhr

Wieder ein US-Konzern flĂŒchtet aus Deutschland: GGB macht in Heilbronn dicht

Die deutsche Wirtschaft blutet weiter aus. Nach Bosch kĂŒndigt nun auch der amerikanische Gleitlagerhersteller GGB das Ende seiner Produktion am einzigen deutschen Standort an. In Heilbronn fallen 65 von 115 ArbeitsplĂ€tzen dem Rotstift zum Opfer – ein weiterer Sargnagel fĂŒr den Industriestandort Deutschland.

50 Jahre Tradition werden ĂŒber Nacht abgewickelt

Besonders bitter: Erst im vergangenen Jahr feierte die GGB Heilbronn GmbH noch ihr 50-jĂ€hriges BetriebsjubilĂ€um. Seit 1991 produzierte das Unternehmen in den Böllinger Höfen hochwertige Gleitlager fĂŒr die Automobilindustrie und Medizintechnik. Doch was zĂ€hlen schon Tradition und Expertise, wenn in der Slowakei billiger produziert werden kann?

Der US-Konzern mit Hauptsitz in Thorofare, New Jersey, macht es wie so viele vor ihm: Die Produktion wandert in BilliglohnlĂ€nder ab, die deutsche Belegschaft darf sich beim Arbeitsamt anstellen. Die Logistik soll kĂŒnftig aus Frankreich gesteuert werden – nur der Vertrieb fĂŒr den deutschen Markt verbleibt als Feigenblatt in Heilbronn.

Die wahren GrĂŒnde bleiben im Dunkeln

Warum genau GGB die Flucht aus Deutschland antritt, darĂŒber schweigt sich die GeschĂ€ftsleitung aus. Man mĂŒsse die "AblĂ€ufe rationalisieren", heißt es lapidar aus der Konzernzentrale. Übersetzt bedeutet das: Die deutschen Standortkosten sind zu hoch, die Energiepreise explodieren, und die BĂŒrokratie erstickt jede unternehmerische Initiative.

"Diese VerÀnderung ist schwerwiegend, aber notwendig, um unsere AblÀufe zu rationalisieren."

So klingt es, wenn amerikanische Manager deutsche ArbeitsplĂ€tze vernichten. Kein Wort des Bedauerns, keine ErklĂ€rung fĂŒr die betroffenen Familien. Stattdessen die ĂŒbliche Konzernprosa, die Profitmaximierung als alternativlos darstellt.

Heilbronn wird zum Friedhof der deutschen Industrie

Die Region Heilbronn entwickelt sich zunehmend zum Sinnbild des deutschen Niedergangs. Erst kĂŒndigte die Thyssenkrupp-Tochter Automotive Body Solutions einen massiven Stellenabbau an, dann meldete ein Elektro-Fahrzeugbauer aus dem Landkreis Insolvenz an. Jetzt folgt GGB – und es dĂŒrfte nicht das letzte Unternehmen sein, das dem Standort den RĂŒcken kehrt.

Die IG Metall spricht von einer "soliden wirtschaftlichen Lage" bei GGB. Gerade erst sei eine Phase der Kurzarbeit beendet worden. Doch was nĂŒtzen schwarze Zahlen, wenn anderswo noch schwĂ€rzere winken? Der zustĂ€ndige GewerkschaftssekretĂ€r Niklas Anner bringt es auf den Punkt: Der Verdacht drĂ€nge sich auf, dass der Mutterkonzern Timken "nie ehrliche Absichten mit GGB Heilbronn hatte, sondern von Anfang an nur auf die Marke und die Kundenbeziehungen aus war".

Die Politik schaut tatenlos zu

WĂ€hrend die Ampelregierung von Energiewende und KlimaneutralitĂ€t trĂ€umt, stirbt die deutsche Industrie einen Tod auf Raten. Die explodierenden Energiekosten, verschĂ€rft durch die ideologiegetriebene Abschaltung der Kernkraftwerke, machen Deutschland fĂŒr produzierende Unternehmen zunehmend unattraktiv. Hinzu kommen ĂŒberbordende BĂŒrokratie, hohe Steuern und Sozialabgaben sowie eine Politik, die lieber Gendersternchen zĂ€hlt als ArbeitsplĂ€tze zu sichern.

Die Gewerkschaft will kĂ€mpfen, die BeschĂ€ftigten seien "wĂŒtend und bereit". Doch gegen die Logik der Globalisierung und eine Politik, die den eigenen Standort systematisch schwĂ€cht, dĂŒrften sie wenig ausrichten können. Die Produktion wandert dorthin, wo sie willkommen ist – und das ist schon lange nicht mehr Deutschland.

Ein Weckruf, der ungehört verhallt

Der Fall GGB sollte ein Weckruf sein. Wenn selbst profitable Unternehmen mit jahrzehntelanger Tradition das Land verlassen, stimmt etwas grundlegend nicht. Doch statt gegenzusteuern, beschĂ€ftigt sich die Politik lieber mit Heizungsgesetzen und Tempolimits. Die deutsche Industrie, einst RĂŒckgrat unseres Wohlstands, wird auf dem Altar grĂŒner Ideologie geopfert.

FĂŒr die 65 Mitarbeiter in Heilbronn, die ihre Arbeit verlieren werden, ist das ein schwacher Trost. Sie sind die Leidtragenden einer Politik, die vergessen hat, wem sie eigentlich dienen sollte: dem deutschen Volk und seinen Interessen. Es ist höchste Zeit fĂŒr einen Kurswechsel – bevor auch der letzte Industriebetrieb das Licht ausmacht.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und drohender Arbeitsplatzverluste gewinnen krisensichere Anlagen an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte als Vermögensschutz bewĂ€hrt und sollten in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen.

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