Kettner Edelmetalle
21.05.2026
17:55 Uhr

Teherans langer Arm: Mullah-Spione planten MordanschlÀge auf deutschem Boden

Was sich wie das Drehbuch eines Politthrillers liest, ist bittere RealitĂ€t in der Bundesrepublik: Ein mutmaßlicher Agent des iranischen Regimes soll im Auftrag der berĂŒchtigten Revolutionsgarden MordanschlĂ€ge auf prominente Persönlichkeiten des jĂŒdischen Lebens in Deutschland vorbereitet haben. Elf Monate nach seiner Festnahme hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe nun Anklage gegen den dĂ€nischen StaatsbĂŒrger Ali S. erhoben. Die VorwĂŒrfe wiegen schwer – und werfen ein grelles Schlaglicht auf die sicherheitspolitische Verwahrlosung unseres Landes.

Wer ins Visier der Mullahs geriet

Im Fadenkreuz der Auftragsmörder aus Teheran standen ausgerechnet jene Personen, die das jĂŒdische Leben in Deutschland reprĂ€sentieren: Der PrĂ€sident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und der GrĂŒnen-Politiker Volker Beck, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. ZusĂ€tzlich sollten zwei jĂŒdische LebensmittelhĂ€ndler in Berlin ausspioniert werden. Der Auftrag, den Ali S. Anfang 2025 erhalten haben soll, war unmissverstĂ€ndlich: Informationen sammeln, Strukturen erkunden, Gelegenheiten ausloten – als Vorarbeit fĂŒr Mord- und BrandanschlĂ€ge mitten in Deutschland.

Im FrĂŒhjahr 2025 habe der Beschuldigte sich in Berlin umgesehen, Orte ausgekundschaftet und nach Komplizen fĂŒr kĂŒnftige Bluttaten gefahndet. SpĂ€testens im Mai sei er auf den Afghanen Tawab M. zugegangen, der sich offenbar bereiterklĂ€rt habe, eine Waffe zu beschaffen und einen Dritten zum Mordanschlag auf Beck zu bewegen. Im Juni 2025 schnappten die dĂ€nischen Behörden Ali S., im November folgte die Festnahme von M. Beide sitzen mittlerweile in deutscher Untersuchungshaft.

Ein Regime, das Europa zum Jagdrevier erklÀrt

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Hauptangeschuldigten geheimdienstliche AgententĂ€tigkeit, Sabotage und den versuchten Beitrag zu Mord und Brandstiftung vor. Sein mutmaßlicher Komplize muss sich wegen der versuchten Beteiligung an einem Mord verantworten. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Oberlandesgericht Hamburg.

Dass das iranische Regime Europa lĂ€ngst als Operationsgebiet fĂŒr seine Geheimdienste nutzt, ist kein Geheimnis mehr. Die Konferenz der EuropĂ€ischen Rabbiner schlĂ€gt Alarm: GeneralsekretĂ€r Gady Gronich forderte, sĂ€mtliche Finanzierungs-, Tarn- und Einflussstrukturen des Mullah-Regimes auf europĂ€ischem Boden mĂŒssten kompromisslos offengelegt und zerschlagen werden. Eine Forderung, die lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig ist – und die in den vergangenen Jahren von einer politisch handlungsschwachen Bundesregierung strĂ€flich vernachlĂ€ssigt wurde.

Politik im Reaktionsmodus statt vorne dran

Marc Henrichmann (CDU), Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag, gab gegenĂŒber dem „Tagesspiegel“ zu Protokoll, derlei PlĂ€ne ĂŒberraschten leider nicht. Man wisse seit LĂ€ngerem, dass der Iran in Deutschland aktiv sei und Menschen anwerbe. Es handle sich nicht um eine fassbare Organisation, sondern um diffuse Strömungen ohne feste Strukturen, die jedoch regional binnen kĂŒrzester Frist Anschlagsnetzwerke bilden könnten. „Da mĂŒssen wir vor die Welle kommen“, mahnte Henrichmann.

Doch genau das ist die Crux: Deutschland kommt seit Jahren nicht „vor die Welle“. Es schwimmt hinterher – und sĂ€uft dabei sicherheitspolitisch immer tiefer ab. Wer Grenzen offen lĂ€sst, wer Geheimdienste schwĂ€cht, wer islamistische Tarnvereine gewĂ€hren lĂ€sst und wer mit dem Mullah-Regime weiter diplomatischen Smalltalk pflegt, statt es konsequent zu isolieren, der trĂ€gt eine Mitverantwortung fĂŒr jedes Anschlagsszenario, das im Geheimen ausgebrĂŒtet wird. WĂ€hrend andernorts iranische Botschafter geschlossen, Diplomaten ausgewiesen und Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft werden, drĂŒckt Berlin sich seit Jahren um klare Kante.

Wenn der Staat sein Schutzversprechen einlöst – oder eben nicht

Dass auf deutschem Boden ĂŒberhaupt jĂŒdische BĂŒrger ausgespĂ€ht werden können, ohne dass dies frĂŒhzeitig auffliegt, ist ein Armutszeugnis fĂŒr die deutschen Sicherheitsbehörden – und ein Schlag ins Gesicht jedes Versprechens, das Politiker bei Sonntagsreden zum Schutz jĂŒdischen Lebens abgegeben haben. „Nie wieder“ verkommt zur Phrase, wenn die Strukturen, die solche AnschlĂ€ge planen, nicht mit aller HĂ€rte ausgehoben werden.

Der Fall zeigt einmal mehr: Die innere Sicherheit der Bundesrepublik ist brĂŒchig geworden. Geheimdienste fremder MĂ€chte agieren auf deutschem Territorium, als wĂ€re Deutschland ein selbstbedienungsfreundlicher Bahnhof. Politische Verantwortung wird zwischen Karlsruhe, Berlin und BrĂŒssel hin- und hergeschoben. Und der BĂŒrger, der Steuerzahler, der jĂŒdische MitbĂŒrger – sie bleiben mit ihren berechtigten Sorgen allein.

Was bleibt: Krisenvorsorge in unsicheren Zeiten

Ein Land, in dem auslĂ€ndische Geheimdienste AnschlĂ€ge auf prominente BĂŒrger planen können, ein Land mit zerfallender innerer Sicherheit, ein Land mit explodierender Staatsverschuldung und einer Inflation, die durch das 500-Milliarden-Sondervermögen weiter befeuert wird, ist kein stabiles Land mehr. Die VerlĂ€sslichkeit staatlicher Strukturen erodiert vor unseren Augen – politisch, wirtschaftlich, sicherheitspolitisch.

In solchen Zeiten gewinnen Werte, die nicht von politischen Launen, geopolitischen Verwerfungen oder Notenbankentscheidungen abhĂ€ngig sind, an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrhunderte hinweg ihre Funktion als stabiler Anker in turbulenten Phasen bewiesen. Sie sind kein Allheilmittel, aber eine sinnvolle Beimischung zu einem breit aufgestellten, krisenfesten Vermögensportfolio – gerade dann, wenn das Vertrauen in den Staat und seine SchutzfĂ€higkeit erschĂŒttert wird.

Hinweis: Die vorliegenden AusfĂŒhrungen geben die EinschĂ€tzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder und stellen ausdrĂŒcklich keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung erfordert eine eigenverantwortliche Recherche und gegebenenfalls die Konsultation eines unabhĂ€ngigen Beraters. FĂŒr Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich.

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