Kettner Edelmetalle
28.04.2025
06:15 Uhr

Pharma-Riese Teva: Schleichender Stellenabbau in Deutschland - Mitarbeiter in Angst

Die Hiobsbotschaften in der deutschen Wirtschaft reißen nicht ab. Nun trifft es auch die Pharmaindustrie. Am Deutschland-Sitz des israelischen Pharmaunternehmens Teva in Ulm bahnt sich ein massiver Stellenabbau an. Die Belegschaft wurde durch zwei aufeinanderfolgende E-Mails des Managements in helle Aufregung versetzt. Was zunĂ€chst nach einer moderaten Anpassung klang, entpuppt sich möglicherweise als deutlich grĂ¶ĂŸerer Einschnitt.

Schockwellen durch die Belegschaft

Die erste elektronische Nachricht erreichte zunĂ€chst nur die Mitarbeiter der Einheit TGO Pharma. Von "organisatorischen Anpassungen" war die Rede - ein beliebter Euphemismus der Management-Etage fĂŒr StellenkĂŒrzungen. Konkret sollen 40 bis 50 Stellen im indirekten Bereich abgebaut werden. Doch nur wenige Minuten spĂ€ter folgte eine zweite Mail an die gesamte Belegschaft, die fĂŒr zusĂ€tzliche Verunsicherung sorgte. "Das kam wie ein Schlag aus dem Nichts", wird eine Mitarbeiterin zitiert.

Traditionsunternehmen unter Druck

Zum Teva-Konzern gehört seit 2010 auch das Ulmer Traditionsunternehmen Merckle sowie die bekannte Marke Ratiopharm. Mit insgesamt 2.900 Mitarbeitern in Deutschland, davon allein 1.200 in der betroffenen Einheit TGO Pharma in Ulm, ist der Konzern ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Die aktuelle Entwicklung reiht sich ein in eine besorgniserregende Serie von Stellenabbau-AnkĂŒndigungen in der deutschen Wirtschaft.

Ampel-Politik treibt Unternehmen in die Enge

Die Entwicklung bei Teva ist symptomatisch fĂŒr den schleichenden Niedergang des Wirtschaftsstandorts Deutschland. WĂ€hrend die Ampel-Regierung sich in ideologischen Debatten verliert, wandern immer mehr Unternehmen ab oder bauen Stellen ab. Bereits 2017 hatte Teva angekĂŒndigt, weltweit 14.000 Stellen zu streichen. Dass nun erneut der Rotstift angesetzt wird, ist ein alarmierendes Signal.

Betriebsrat schlÀgt Alarm

WĂ€hrend das Management sich in vage Formulierungen flĂŒchtet und von "regelmĂ€ĂŸiger Bewertung betrieblicher AblĂ€ufe" und "strategischen Wachstumsbereichen" spricht, wurde der Betriebsrat deutlicher: Der geplante Stellenabbau soll bereits bis Ende Juni abgeschlossen sein. Besonders bitter: Eine Einigung zwischen Betriebsrat und GeschĂ€ftsfĂŒhrung konnte nicht erzielt werden. Immerhin soll es ein Abfindungspaket geben.

DĂŒstere Aussichten fĂŒr den Pharmastandort Deutschland

Die Entwicklung bei Teva ist kein Einzelfall. Auch andere Pharmakonzerne ĂŒberdenken ihr Engagement in Deutschland. Der Branchenprimus Roche beispielsweise plant Milliarden-Investitionen in den USA - ein deutliches Zeichen, wohin die Reise geht. Deutschland droht im internationalen Wettbewerb weiter zurĂŒckzufallen, wĂ€hrend die Ampel-Regierung tatenlos zusieht.

Besonders besorgniserregend ist die Situation fĂŒr Mitarbeiter mit befristeten VertrĂ€gen. Sie mĂŒssen damit rechnen, dass ihre VertrĂ€ge nicht verlĂ€ngert werden. Ein weiteres Beispiel dafĂŒr, wie die verfehlte Wirtschaftspolitik der Bundesregierung direkte Auswirkungen auf das Leben der Menschen hat.

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