Kettner Edelmetalle
09.04.2026
12:53 Uhr

Insolvenzwelle überrollt Deutschland: So viele Firmenpleiten wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr

Was jahrelang von der Politik schöngeredet wurde, lässt sich nun nicht mehr unter den Teppich kehren: Die deutsche Wirtschaft steckt in einer tiefen Krise. Im ersten Quartal 2026 hat die Zahl der Firmeninsolvenzen den höchsten Stand seit über 20 Jahren erreicht – ein Alarmsignal, das in Berlin offenbar immer noch nicht die nötige Aufmerksamkeit erhält.

Zahlen, die sprachlos machen

Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 4.573 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften registriert. Man muss bis ins dritte Quartal 2005 zurückblicken, um vergleichbare Werte zu finden – damals waren es 4.771 Pleiten. Besonders brisant: Die aktuellen Zahlen liegen sogar über dem Niveau der Finanzkrise 2009, die seinerzeit als wirtschaftliche Jahrhundertkatastrophe galt.

Der März sticht dabei besonders hervor. Die Insolvenzzahlen lagen satte 71 Prozent über einem durchschnittlichen März der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019. Das ist keine statistische Randnotiz – das ist ein wirtschaftliches Erdbeben.

Baugewerbe und Handel am härtesten getroffen

Besonders dramatisch ist die Lage im Baugewerbe und im Handel. Zwei Branchen, die einst als Rückgrat der deutschen Wirtschaft galten, geraten zunehmend unter existenziellen Druck. Wer sich fragt, warum ausgerechnet diese Sektoren so leiden, muss nur einen Blick auf die politischen Rahmenbedingungen werfen: explodierende Energiekosten, eine erdrückende Bürokratie, steigende Zinsen und eine Regulierungswut, die jeden Unternehmergeist im Keim erstickt.

Regional betrachtet trifft es ausgerechnet die wirtschaftlichen Zugpferde der Republik am härtesten. Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen verzeichnen die höchsten Insolvenzzahlen. Wenn selbst die Leistungsträger unter den Bundesländern ins Straucheln geraten, sollte das jeden Verantwortlichen in Berlin wachrütteln.

Kleine Unternehmen sterben leise

Das IWH weist darauf hin, dass der Anstieg vor allem auf kleinere Unternehmen entfällt. Entsprechend seien im März weniger Beschäftigte betroffen gewesen als noch im Februar oder im Vorjahresmonat. Doch diese vermeintlich beruhigende Nachricht ist trügerisch. Denn es sind gerade die kleinen und mittelständischen Betriebe – der Bäcker um die Ecke, der Handwerksbetrieb in der Nachbarschaft, der inhabergeführte Einzelhändler –, die das soziale Gefüge unserer Gesellschaft zusammenhalten. Ihr stilles Sterben vollzieht sich abseits der großen Schlagzeilen, doch seine Folgen sind verheerend.

Keine Entspannung in Sicht

Steffen Müller, Leiter der Insolvenzforschung am IWH, macht wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung. Die Frühindikatoren deuteten weiterhin auf hohe Insolvenzzahlen hin. Es sei durchaus möglich, dass sich die „sehr hohen Werte aus dem März wiederholen" würden, so Müller. Eine Prognose, die angesichts der wirtschaftspolitischen Gesamtlage kaum überrascht.

Denn was hat die Politik den Unternehmen in den vergangenen Jahren geboten? Eine ideologisch getriebene Energiewende, die Deutschland die höchsten Strompreise Europas beschert hat. Ein Bürokratiemonster, das selbst gestandene Unternehmer in die Verzweiflung treibt. Und nun ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das nichts anderes ist als ein gigantischer Schuldenberg, den kommende Generationen abtragen müssen – und das, obwohl Bundeskanzler Friedrich Merz im Wahlkampf noch vollmundig versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen.

Die Transformation – aber wohin?

Man darf sich durchaus die Frage stellen, ob diese Insolvenzwelle nicht das logische Ergebnis einer Politik ist, die seit Jahren die Interessen der eigenen Wirtschaft systematisch vernachlässigt. Die vielgepriesene „Transformation" der deutschen Wirtschaft entpuppt sich zunehmend als Transformation in den Abgrund. Während andere Nationen ihre Industrie stärken und Unternehmen entlasten, diskutiert Deutschland über Gendersprache und Lastenfahrräder.

Wer in diesen Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit sein Vermögen schützen möchte, tut gut daran, auf bewährte Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker in Krisenzeiten bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten – gerade dann, wenn das Vertrauen in die wirtschaftspolitische Kompetenz der Regierenden schwindet.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Anlageentscheidungen unserer Leser.

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