Kettner Edelmetalle
22.12.2024
14:04 Uhr

Goldpreis vor Jahreswechsel: Experten erwarten turbulente letzte Handelswoche

Der Goldpreis musste in der vergangenen Woche erneut Verluste hinnehmen, nachdem das Edelmetall erst kĂŒrzlich mit 2.589 Euro pro Unze ein historisches Rekordhoch erreicht hatte. Besonders die AnkĂŒndigung der US-Notenbank Federal Reserve, im kommenden Jahr weniger Zinssenkungen als erwartet vorzunehmen, setzte den Goldpreis unter Druck.

Beeindruckende Jahresbilanz trotz jĂŒngster RĂŒckschlĂ€ge

Trotz der aktuellen SchwÀchephase kann sich die Jahresbilanz des Edelmetalls durchaus sehen lassen. Seit Jahresbeginn verzeichnete Gold einen beachtlichen Wertzuwachs von 28 Prozent in US-Dollar und sogar 36 Prozent in Euro. Diese Performance unterstreicht einmal mehr die Bedeutung von Gold als wichtigen Baustein zur Vermögenssicherung in wirtschaftlich und politisch turbulenten Zeiten.

Chinesischer Goldmarkt gewinnt wieder an Bedeutung

Ein interessanter Trend zeichnet sich derzeit am chinesischen Goldmarkt ab. Nach einer lĂ€ngeren Phase der ZurĂŒckhaltung wird Gold an der Shanghai Gold Exchange wieder mit deutlichen AufschlĂ€gen gegenĂŒber den westlichen Börsen gehandelt. Der aktuelle Preisaufschlag von 30 US-Dollar pro Unze deutet auf eine steigende Nachfrage im Reich der Mitte hin.

Verfallstermine könnten fĂŒr VolatilitĂ€t sorgen

In der kommenden Woche stehen wichtige Verfallstermine fĂŒr Gold- und Silberkontrakte an. WĂ€hrend die Januar-Optionen bereits am Donnerstag auslaufen, werden die Dezember-Kontrakte am Freitag zum letzten Mal gehandelt. In Kombination mit dem traditionell dĂŒnnen Handelsvolumen wĂ€hrend der Weihnachtswoche könnte dies zu erheblichen Kursschwankungen fĂŒhren.

Die kommende Handelswoche dĂŒrfte von erhöhter VolatilitĂ€t geprĂ€gt sein. Das reduzierte Handelsvolumen wĂ€hrend der Feiertage könnte von kapitalstarken Marktteilnehmern fĂŒr gezielte Kursbeeinflussungen genutzt werden.

Physische Goldnachfrage bleibt robust

Bemerkenswert ist die anhaltend starke Nachfrage nach physischem Gold an der COMEX. Mit 25.283 AntrĂ€gen auf physische Auslieferung allein im Dezember liegt die Nachfrage deutlich ĂŒber dem Vormonatsniveau von 3.622 AntrĂ€gen. Dies unterstreicht das wachsende BedĂŒrfnis nach echter Wertaufbewahrung in Zeiten zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit.

Ausblick fĂŒr das Jahresende

  • Reduziertes Handelsvolumen könnte zu erhöhter VolatilitĂ€t fĂŒhren
  • Chinesischer Einfluss auf den Goldpreis könnte zunehmen
  • Verfallstermine bergen zusĂ€tzliches Kurspotential
  • Fundamentaldaten sprechen weiterhin fĂŒr Gold als Krisenabsicherung

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