Kettner Edelmetalle
14.04.2025
06:13 Uhr

Gold erreicht Rekordhoch: Dedollarisierung und Handelskrieg treiben Edelmetall auf 3.245 Dollar

Die weltweite Flucht aus dem US-Dollar nimmt dramatische Ausmaße an. In der vergangenen Woche durchbrach der Goldpreis erstmals die magische Marke von 3.245 US-Dollar und setzte damit seinen beispiellosen Höhenflug fort. Innerhalb von nur fĂŒnf Handelstagen legte das gelbe Edelmetall um satte 200 Dollar oder 6,59 Prozent zu. Ein deutlicheres Signal fĂŒr das schwindende Vertrauen in die amerikanische WĂ€hrung könnte es kaum geben.

Handelskrieg heizt Inflation gefÀhrlich an

Die jĂŒngste Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China dĂŒrfte die ohnehin angespannte Situation weiter verschĂ€rfen. Washington erhöhte die Zölle auf chinesische Waren auf drakonische 145 Prozent. Peking konterte umgehend mit Strafzöllen von 125 Prozent. Auch die EU und Kanada ziehen nach. Die Folgen dieser protektionistischen Spirale könnten verheerend sein: Ökonomen warnen bereits vor einem Anstieg der Inflationsrate auf 4 bis 5 Prozent.

Vertrauenskrise in US-Finanzsystem verschÀrft sich

Besonders alarmierend ist der gleichzeitige Ausverkauf von US-Dollar und amerikanischen Staatsanleihen - ein Ă€ußerst seltenes PhĂ€nomen, das die tiefe Vertrauenskrise in das US-Finanzsystem offenbart. Der Dollar-Index fiel auf den niedrigsten Stand seit 2022, wĂ€hrend die Renditen fĂŒr 10-jĂ€hrige US-Staatsanleihen auf 4,49 Prozent hochschossen. Die Botschaft der MĂ€rkte ist eindeutig: Das Vertrauen in die USA als globale Finanzmacht bröckelt.

Notenbanken stocken Goldreserven massiv auf

Die Dedollarisierung nimmt auch bei den Zentralbanken Fahrt auf. Insbesondere SchwellenlĂ€nder reduzieren ihre Dollar-AbhĂ€ngigkeit und stocken ihre Goldreserven deutlich auf. Parallel dazu verzeichnen Gold-ETFs massive ZuflĂŒsse. Diese strukturelle Umschichtung weg vom Dollar hin zu Gold dĂŒrfte sich in den kommenden Monaten noch verstĂ€rken.

Ausblick: Weitere Kursgewinne wahrscheinlich

Solange sich die geopolitischen Spannungen nicht entspannen und das Vertrauen in die US-Fiskalpolitik nicht zurĂŒckkehrt, spricht alles fĂŒr weiter steigende Goldpreise. Die Rolle des Edelmetalls als sicherer Hafen in Krisenzeiten wird durch die aktuelle Entwicklung eindrucksvoll bestĂ€tigt. Anleger sollten allerdings die hohe VolatilitĂ€t im Blick behalten.

Hinweis: Dies ist keine Anlageberatung. Investments in Edelmetalle, wie auch in andere Anlageklassen, bergen Risiken bis hin zum Totalverlust. Jeder Anleger sollte seine Investitionsentscheidungen nach sorgfĂ€ltiger PrĂŒfung und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Beraters treffen.

Wissenswertes zum Thema