
Gabriel rechnet mit SPD-Verbotsphantasien ab: "Dumme Ersatzhandlungen" statt echter Politik
WĂ€hrend die SPD-FĂŒhrung weiter ihre VerbotstrĂ€ume gegen die AfD spinnt, platzt dem ehemaligen Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel nun der Kragen. In einer internen Mail, die dem "Tagesspiegel" vorliegt, zerlegt er die VerbotsplĂ€ne seiner eigenen Partei als das, was sie sind: hilflose Ersatzhandlungen einer orientierungslosen Sozialdemokratie.
Die unbequeme Wahrheit, die keiner hören will
Gabriel stellt die entscheidende Frage, die sich seine Genossen offenbar nicht zu stellen trauen: Warum sind eigentlich Hunderttausende ehemalige SPD-WĂ€hler zur AfD ĂŒbergelaufen? Statt sich dieser schmerzhaften RealitĂ€t zu stellen, flĂŒchtet sich die ParteifĂŒhrung lieber in juristische WinkelzĂŒge und Verbotsphantasien. Ein klassisches Ablenkungsmanöver, das die eigene UnfĂ€higkeit kaschieren soll.
Besonders pikant: Gabriel nimmt sich den thĂŒringischen Innenminister und SPD-Landeschef Georg Maier zur Brust. Dessen Newsletter zum AfD-Verbot sei der Auslöser fĂŒr Gabriels vernichtende Kritik gewesen. Ein SPD-Innenminister, so Gabriel sĂŒffisant, sollte eigentlich wissen, dass selbst der Verfassungsschutzbericht zu dĂŒnn sei, um die AfD durchgehend als verfassungsfeindlich einzustufen.
Wenn schon formal, dann richtig
Interessanterweise liefert Gabriel gleich einen konkreten Gegenvorschlag: Statt sich an einem aussichtslosen Parteiverbot abzuarbeiten, könnte die SPD doch mal den Beamtenstatus von Björn Höcke ins Visier nehmen. Der thĂŒringische AfD-Landeschef ist nĂ€mlich hessischer Landesbeamter - und wer gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstöĂt, kann aus dem öffentlichen Dienst entfernt werden.
"Wenn die SPD nicht mal das versucht, sollte sie den Mund beim AfD-Verbot nicht zu voll nehmen."
Diese Worte sitzen. Gabriel demaskiert hier die Doppelmoral seiner Partei: GroĂe Töne spucken, aber wenn es konkret wird, kneift man. Die thĂŒringische Landesregierung, an der die SPD beteiligt ist, unternimmt nichts gegen den hessischen Landesbeamten Höcke. Warum eigentlich nicht?
Der wahre Grund fĂŒr den SPD-Niedergang
Am Ende seiner Mail wird Gabriel noch deutlicher. Die SPD solle endlich die politischen Themen bearbeiten, die deutsche Arbeitnehmer "scharenweise" von der SPD zur AfD treiben. Das erfordere aber "mehr Mut, Engagement, Ideenreichtum und harte Arbeit, als solche dummen VerbotsantrÀge wiederzukÀuen".
Damit trifft Gabriel den Nagel auf den Kopf. Die SPD hat sich von ihrer StammwĂ€hlerschaft entfremdet. Statt sich um die Sorgen der arbeitenden Bevölkerung zu kĂŒmmern - explodierende Energiepreise, unkontrollierte Migration, KriminalitĂ€t auf den StraĂen - verliert sich die Partei in ideologischen GrabenkĂ€mpfen und Verbotsdebatten.
Die Quittung kommt an der Wahlurne
Es ist kein Zufall, dass die AfD gerade in traditionellen SPD-Hochburgen massive Zugewinne verzeichnet. Die Arbeiter fĂŒhlen sich von ihrer einstigen Partei verraten. WĂ€hrend die SPD-Spitze ĂŒber Gendersternchen und KlimaneutralitĂ€t philosophiert, sorgen sich die Menschen um ihre Sicherheit und ihren Arbeitsplatz.
Gabriels Kritik ist auch deshalb so bemerkenswert, weil sie aus dem Herzen der SPD kommt. Hier spricht kein AuĂenseiter, sondern ein ehemaliger Parteivorsitzender und Vizekanzler. Wenn selbst die eigenen Leute die VerbotsplĂ€ne als "dumm" bezeichnen, sollte das der ParteifĂŒhrung zu denken geben.
Doch die Wahrscheinlichkeit, dass die SPD-Spitze auf Gabriel hört, dĂŒrfte gering sein. Zu sehr hat sich die Partei in ihrer eigenen Blase eingerichtet. Lieber trĂ€umt man weiter von Verboten, statt sich der unbequemen RealitĂ€t zu stellen: Die SPD hat den Kontakt zu ihrer Basis verloren - und ein AfD-Verbot wĂŒrde daran rein gar nichts Ă€ndern.










