
Europas Geld fĂŒr den Iran-Krieg: Washington bedient sich dreist bei Ukraine-Hilfen
Was sich derzeit hinter den Kulissen des Pentagons abspielt, dĂŒrfte europĂ€ischen Steuerzahlern die Zornesröte ins Gesicht treiben. Das US-Verteidigungsministerium erwĂ€gt offenbar, fĂŒr die Ukraine bestimmte Waffen und Munition kurzerhand in den Nahen Osten umzuleiten â um den eigenen Krieg gegen den Iran zu befeuern. Und das Pikante daran: Ein erheblicher Teil dieser RĂŒstungsgĂŒter wurde von europĂ€ischen NATO-Partnern finanziert.
EuropÀisches Geld, amerikanische PrioritÀten
Im Zentrum des Skandals steht das NATO-Programm PURL â die sogenannte âPrioritized Ukraine Requirements List". Dieses Instrument wurde erst im vergangenen Jahr geschaffen, damit europĂ€ische Staaten US-Waffen fĂŒr Kiew bezahlen können. Ein Mechanismus, der notwendig wurde, nachdem die Trump-Regierung die direkte MilitĂ€rhilfe an die Ukraine weitgehend eingestellt hatte. Europa sprang also bereitwillig in die Bresche. Doch nun zeigt sich, wohin die Reise tatsĂ€chlich geht.
Laut einem Bericht der Washington Post hat das Pentagon den US-Kongress darĂŒber informiert, dass es rund 750 Millionen Dollar aus dem PURL-Programm zur AuffĂŒllung der eigenen amerikanischen BestĂ€nde verwenden wolle â statt die Mittel wie vorgesehen als Hilfe an die Ukraine weiterzuleiten. Ob die europĂ€ischen GeberlĂ€nder ĂŒberhaupt darĂŒber in Kenntnis gesetzt wurden, wie ihre Gelder tatsĂ€chlich verwendet werden, sei unklar. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Europa zahlt, Amerika entscheidet.
Der Iran-Krieg verschlingt alles
Seit dem Beginn der US-Angriffe auf den Iran am 28. Februar habe das US Central Command nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Ziele im Iran getroffen. Der Munitionsverbrauch sei enorm. EuropĂ€ische Diplomaten beobachteten diese Entwicklung mit wachsender Sorge. âSie verbrennen wirklich Munition", soll einer der Diplomaten gesagt haben. Die Frage, wie viel Washington kĂŒnftig noch ĂŒber das Abkommen liefern werde, stehe im Raum.
Besonders begehrt seien Abfangraketen fĂŒr die Patriot- und THAAD-Systeme. Das US-MilitĂ€r habe solche Raketen bereits aus Europa und Ostasien abgezogen und zum Central Command umgeleitet. Genau jene Systeme also, die auch die Ukraine dringend benötigt, um sich gegen russische Angriffe auf StĂ€dte und kritische Infrastruktur zu verteidigen. Ein klassisches Nullsummenspiel â und die Ukraine zieht den KĂŒrzeren.
Ein Pentagon-Sprecher gab sich schmallippig
Das Verteidigungsministerium werde sicherstellen, dass US-StreitkrĂ€fte sowie VerbĂŒndete und Partner âdas bekommen, was sie brauchen, um zu kĂ€mpfen und zu gewinnen", hieĂ es lapidar. Weitere Details? Fehlanzeige. Die ukrainische US-Botschafterin Olga Stefanishyna reagierte diplomatisch und erklĂ€rte, Kiew verstehe die âPhase erheblicher Unsicherheit" wĂ€hrend des Krieges. AnfĂ€ngliche Störungen seien inzwischen abgemildert worden. Ob diese Gelassenheit angesichts der Faktenlage gerechtfertigt ist, darf bezweifelt werden.
Friedensverhandlungen vor dem Aus?
Als wĂ€re die Lage nicht schon prekĂ€r genug, geraten parallel die Friedensverhandlungen fĂŒr die Ukraine ins Stocken. Finnlands PrĂ€sident Alexander Stubb Ă€uĂerte gegenĂŒber der norwegischen Zeitung VG die BefĂŒrchtung, die von den USA vermittelten GesprĂ€che stĂŒnden möglicherweise vor dem Scheitern. Der Krieg im Iran lenke erhebliche Aufmerksamkeit vom Konflikt in der Ukraine ab. PrĂ€sident Selenskyj selbst stellte fest, dass es âleider bislang keine wirklichen Fortschritte" gebe. Moskau beharre weiterhin darauf, dass die Ukraine die gesamte Donbass-Region und die besetzten Gebiete abtreten mĂŒsse â was Kiew strikt ablehne.
Man fragt sich unweigerlich: Wird die Ukraine zum geopolitischen Bauernopfer degradiert, wĂ€hrend Washington seine Ressourcen in den nĂ€chsten GroĂkonflikt pumpt?
Europa muss endlich aufwachen
Dieser Vorgang offenbart einmal mehr die bittere RealitĂ€t transatlantischer Beziehungen unter der zweiten Trump-PrĂ€sidentschaft. Europa lĂ€sst sich bereitwillig zur Kasse bitten, hat aber offenkundig keinerlei Kontrolle darĂŒber, was mit seinen Milliarden geschieht. Das PURL-Programm, einst als cleverer Umweg gepriesen, um die Ukraine trotz amerikanischer Blockade weiter zu bewaffnen, entpuppt sich nun als Selbstbedienungsladen fĂŒr das Pentagon.
FĂŒr Deutschland, das ohnehin unter einer erdrĂŒckenden Schuldenlast Ă€chzt und gerade ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen fĂŒr die eigene Infrastruktur aufgelegt hat, stellt sich die Frage mit besonderer Dringlichkeit: Wie lange wollen wir noch den gutglĂ€ubigen Zahlmeister spielen, wĂ€hrend unsere VerbĂŒndeten die Mittel nach eigenem GutdĂŒnken umverteilen? Die neue GroĂe Koalition unter Bundeskanzler Merz wĂ€re gut beraten, hier unmissverstĂ€ndlich Klarheit einzufordern. Denn eines ist sicher: Das Vertrauen der BĂŒrger in internationale BĂŒndnisstrukturen erodiert mit jedem solchen Vorfall ein StĂŒck weiter â und das zu Recht.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und schwindenden Vertrauens in PapierwĂ€hrungen und politische Versprechen erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisenfeste Vermögenssicherung eine unverzichtbare Rolle im Portfolio spielen. Wer sein Vermögen vor den UnwĂ€gbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung schĂŒtzen möchte, sollte die Beimischung von Edelmetallen ernsthaft in Betracht ziehen.
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