Kettner Edelmetalle
21.08.2025
11:23 Uhr

Europa soll zahlen: Trump-Regierung lÀsst Ukraine im Stich

Die Masken fallen. WĂ€hrend in Washington ĂŒber die Zukunft der Ukraine verhandelt wird, macht die neue US-Regierung unmissverstĂ€ndlich klar: Amerika zieht sich zurĂŒck, Europa soll die Zeche zahlen. VizeprĂ€sident J.D. Vance verkĂŒndete mit bemerkenswerter Offenheit, dass die EuropĂ€er den „Löwenanteil der Last" fĂŒr Sicherheitsgarantien ĂŒbernehmen mĂŒssten. Ein Schachzug, der Deutschland und seine Nachbarn vor eine historische BewĂ€hrungsprobe stellt.

Washingtons kalkulierter RĂŒckzug

Was sich hinter verschlossenen TĂŒren im Pentagon abspielte, liest sich wie ein diplomatisches Desaster. Elbridge Colby, UnterstaatssekretĂ€r fĂŒr Verteidigungspolitik, ließ die europĂ€ischen VerbĂŒndeten aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Finnland regelrecht auflaufen. Auf drĂ€ngende Fragen nach konkreten amerikanischen Zusagen fĂŒr Truppen und LuftstreitkrĂ€fte gab es nur ausweichende Antworten. „Die USA verpflichten sich zu nichts vollstĂ€ndig", resĂŒmierte ein fassungsloser NATO-Beamter.

Diese Haltung markiert einen dramatischen Kurswechsel in der transatlantischen Sicherheitsarchitektur. WĂ€hrend Europa seit Jahrzehnten auf den amerikanischen Schutzschirm vertraute, mĂŒssen Berlin, Paris und London nun erkennen, dass sie kĂŒnftig weitgehend auf sich allein gestellt sein könnten. Trump hatte bereits ausgeschlossen, amerikanische Soldaten in der Ukraine zu stationieren – bestenfalls sei man bereit, LuftunterstĂŒtzung fĂŒr europĂ€ische Truppen bereitzustellen.

Selenskyjs verzweifelte Bedingungen

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj versucht unterdessen, die Initiative zu behalten. Seine Forderung, erst nach einer Einigung ĂŒber Sicherheitsgarantien mit Putin zu verhandeln, wirkt angesichts der amerikanischen ZurĂŒckhaltung wie ein Spiel auf Zeit. Binnen sieben bis zehn Tagen wolle er eine „Architektur der Sicherheitsgarantien" erreichen – ein ambitionierter Zeitplan, der an der RealitĂ€t scheitern dĂŒrfte.

Besonders brisant: Selenskyj schließt China kategorisch als Garantiemacht aus. Das Reich der Mitte habe der Ukraine nicht geholfen und unterstĂŒtze Russland sogar mit Drohnen, so seine BegrĂŒndung. Eine Position, die den diplomatischen Spielraum weiter einengt und Europa noch stĂ€rker in die Pflicht nimmt.

Moskaus unverhohlene DrohgebÀrden

WĂ€hrend im Westen ĂŒber FriedensplĂ€ne debattiert wird, lĂ€sst Russland Taten sprechen. In der Nacht zum Donnerstag hagelte es 574 Drohnen und 40 Raketen auf ukrainische StĂ€dte – der heftigste Angriff seit Wochen. Selbst die Westukraine blieb nicht verschont: In Lwiw traf es eine Fabrik eines US-Elektronikherstellers, ein Mensch kam ums Leben.

Sergej Lawrow, Russlands Außenminister, machte derweil unmissverstĂ€ndlich klar, was Moskau von europĂ€ischen Friedenstruppen hĂ€lt: „Völlig inakzeptabel" sei eine solche „auslĂ€ndische Intervention". Und als wĂ€re das nicht deutlich genug, forderte Rosatom-Chef Alexej Lichatschow eine massive nukleare AufrĂŒstung. Der „nukleare Schutzschild" mĂŒsse angesichts „kolossaler Bedrohungen" verstĂ€rkt werden – eine kaum verhĂŒllte Drohung an die Adresse des Westens.

Europas teures Erwachen

Die Rechnung fĂŒr Europas jahrzehntelange VernachlĂ€ssigung der eigenen VerteidigungsfĂ€higkeit wird nun prĂ€sentiert. WĂ€hrend man sich in Berlin lieber mit Gendersternchen und KlimaneutralitĂ€t beschĂ€ftigte, haben andere MĂ€chte Fakten geschaffen. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hatte vollmundig versprochen, keine neuen Schulden zu machen – und plant nun ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur. Dass davon ein erheblicher Teil in die Verteidigung fließen mĂŒsste, verschweigt man lieber.

Die Ironie der Geschichte: Ausgerechnet Ungarn, das in BrĂŒssel oft gescholtene Sorgenkind der EU, bietet sich als Vermittler an. Viktor OrbĂĄns Außenminister Peter Szijjarto bekrĂ€ftigte die Bereitschaft Budapests, FriedensgesprĂ€che auszurichten. Ein Angebot, das die diplomatische SchwĂ€che der etablierten EU-MĂ€chte schonungslos offenlegt.

Zeit fĂŒr einen RealitĂ€tscheck

Die Entwicklungen der letzten Tage sollten auch dem letzten TrĂ€umer in Berlin die Augen öffnen. Die Ära, in der Europa sich unter dem amerikanischen Schutzschirm einrichten konnte, neigt sich dem Ende zu. Statt weiter Milliarden in ideologische Prestigeprojekte zu versenken, wĂ€re es höchste Zeit, die eigene VerteidigungsfĂ€higkeit zu stĂ€rken und eine realistische Außenpolitik zu betreiben.

Wer in unsicheren Zeiten wie diesen sein Vermögen schĂŒtzen will, sollte nicht allein auf die StabilitĂ€t von WĂ€hrungen und politischen Systemen vertrauen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte als krisenfeste Wertanlage bewĂ€hrt – gerade wenn geopolitische Spannungen zunehmen und die Inflation durch milliardenschwere Sondervermögen weiter angeheizt wird.

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