Kettner Edelmetalle
13.03.2026
15:34 Uhr

Deutschlands Energie-Desaster: Top-Ökonom rechnet gnadenlos mit der Wirtschaftspolitik ab

Deutschlands Energie-Desaster: Top-Ökonom rechnet gnadenlos mit der Wirtschaftspolitik ab

Es sind Worte, die wie Peitschenhiebe treffen – und doch nur das aussprechen, was Millionen Deutsche lĂ€ngst ahnen: Clemens Fuest, PrĂ€sident des renommierten ifo-Instituts, hat der deutschen Wirtschafts- und Energiepolitik ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Sein Befund ist so schonungslos wie erschreckend: Deutschland habe sich bewusst dafĂŒr entschieden, ein Land zu werden, in dem Energie knapp ist. Die Konsequenz? „Energieintensive Industrie hat keine Zukunft bei uns."

Das MĂ€rchen vom Aufschwung

Man muss sich diese Zahlen auf der Zunge zergehen lassen. Die prognostizierten 0,8 Prozent Wachstum, die von der Politik gerne als Silberstreif am Horizont verkauft werden, entpuppen sich bei nĂ€herer Betrachtung als reines Strohfeuer – gespeist ausschließlich aus Staatsausgaben. Fuest stellt unmissverstĂ€ndlich klar: Einen Aufschwung im privaten Sektor gebe es schlicht nicht. Die privaten Investitionen sinken weiter, Quartal fĂŒr Quartal. Von der großspurig angekĂŒndigten Investitionsoffensive des Bundeskanzlers Friedrich Merz sei bislang nichts angekommen. Rein gar nichts.

Wer erinnert sich nicht an die vollmundigen Versprechen? Die „Wirtschaftswende" sollte kommen, der Standort Deutschland wieder attraktiv werden. Stattdessen erleben wir das genaue Gegenteil. Die Bundesrepublik versinkt in einem Morast aus BĂŒrokratie, Überregulierung und ideologiegetriebener Energiepolitik, der jede unternehmerische Initiative im Keim erstickt.

Der Schulden-Mythos zerbricht

Besonders bemerkenswert ist Fuests Abrechnung mit der grassierenden Schuldenpolitik. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Große Koalition als Allheilmittel fĂŒr Deutschlands marode Infrastruktur prĂ€sentiert, entlarvt der Ökonom als das, was es in Wahrheit ist: eine gigantische Hypothek auf die Zukunft kommender Generationen. „Schulden sind eine Sache, die man irgendwann zurĂŒckzahlen muss", mahnt Fuest – ein Satz von geradezu bestĂŒrzender BanalitĂ€t, den man offenbar in den Amtsstuben der Berliner Republik vergessen hat.

Schulden seien nicht gleichbedeutend mit Investitionen, betont der ifo-Chef. WĂ€hrend effiziente Investitionen tatsĂ€chlich Wachstum generieren könnten, seien Schulden an sich „eigentlich nur schlecht". Sie belasten mit Zinsen, sie verlangsamen das Wachstum, sie fesseln kĂŒnftige Haushalte. Hatte nicht Friedrich Merz im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen? Die RealitĂ€t sieht bekanntlich anders aus. Hunderte Milliarden an neuen Verbindlichkeiten werden die Inflation weiter anheizen und Generationen von Steuerzahlern in die Pflicht nehmen.

Die Energiefrage als Sargnagel der Industrie

Doch der eigentliche Sprengstoff in Fuests Analyse liegt in seiner Diagnose der Energiepolitik. Deutschland hat seine Kernkraftwerke abgeschaltet, hat sich von russischem Gas abhĂ€ngig gemacht und dann auch diese Quelle verloren, hat auf erneuerbare Energien gesetzt, die weder grundlastfĂ€hig noch ausreichend verfĂŒgbar sind. Das Ergebnis: explodierende Energiepreise, die jedes produzierende Unternehmen in die Knie zwingen.

Und das Bittere daran? Es gibt keinen einfachen Weg zurĂŒck. Neue Kernkraftwerke zu bauen wĂ€re laut Fuest „sehr, sehr teuer" und wĂŒrde „ewig dauern". Die politischen Entscheidungen der vergangenen Jahre – getragen von einer grĂŒnen Ideologie, die Wohlstand und industrielle StĂ€rke auf dem Altar des Klimaschutzes opferte – sind faktisch irreversibel. Zumindest kurzfristig.

Ein Land im Niedergang – und niemand will es wahrhaben

Was Fuest beschreibt, ist nichts weniger als die schleichende Deindustrialisierung Deutschlands. Die Automobilbranche streicht Hunderttausende Stellen, die chemische Industrie wandert ab, Stahlwerke stehen vor dem Aus. Gleichzeitig diskutieren CDU-Finanzpolitiker allen Ernstes ĂŒber eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf bis zu 49 Prozent. Man fragt sich unwillkĂŒrlich: Soll dem Patienten auf der Intensivstation auch noch der letzte Tropf gezogen werden?

„Wir haben uns entschieden, ein Land zu sein, in dem Energie knapp ist", konstatiert Fuest mit der nĂŒchternen PrĂ€zision eines Pathologen, der den Totenschein ausstellt. „Das haben wir politisch alle gemeinsam so gewĂ€hlt und die Konsequenzen mĂŒssen wir jetzt tragen." Alle gemeinsam? Nun ja. Millionen BĂŒrger haben gegen den Atomausstieg protestiert, haben vor den Folgen gewarnt, haben bei Wahlen fĂŒr andere Wege gestimmt. Gehört wurden sie nicht.

Deutschland war einmal das industrielle Herz Europas, eine Exportnation von Weltrang, ein Standort, um den uns andere LĂ€nder beneideten. Was davon ĂŒbrig bleibt, wenn die energieintensive Industrie tatsĂ€chlich keine Zukunft mehr hat, mag sich jeder selbst ausmalen. Die Wohlstandsverluste werden nicht abstrakt bleiben – sie werden jeden einzelnen BĂŒrger treffen, in Form von Arbeitsplatzverlusten, steigenden Preisen und sinkenden Renten.

Edelmetalle als Anker in stĂŒrmischen Zeiten

In Zeiten, in denen die Kaufkraft des Euro durch Schuldenorgien und Inflation systematisch ausgehöhlt wird, gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewĂ€hrte Instrumente der Vermögenssicherung zunehmend an Bedeutung. Wer sein Vermögen vor den Folgen einer verfehlten Wirtschaftspolitik schĂŒtzen möchte, sollte eine Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Portfolio ernsthaft in Betracht ziehen. Sie haben sich ĂŒber Jahrtausende als wertbestĂ€ndig erwiesen – ganz im Gegensatz zu politischen Versprechen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfĂ€ltiger Recherche getroffen werden. FĂŒr individuelle Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich. Wir ĂŒbernehmen keine Haftung fĂŒr etwaige Verluste oder SchĂ€den, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen entstehen.

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