
Coca-Cola-Arbeiter im Aufstand: Wenn der Konzernriese am deutschen Standort spart
Der amerikanische GetrĂ€nkegigant Coca-Cola steht in Deutschland vor einem handfesten Arbeitskampf. WĂ€hrend der Konzern weltweit Milliardengewinne einfĂ€hrt, verweigert er seinen deutschen BeschĂ€ftigten angemessene Lohnerhöhungen. Ein Zustand, der die Mitarbeiter nun auf die Barrikaden treibt â und das zu Recht.
In Bremen versammelten sich am Wochenende rund 350 BeschĂ€ftigte aus vier norddeutschen Standorten zu einer machtvollen Streikkundgebung. Die Arbeiter aus Achim, Hildesheim, Mölln und LĂŒneburg haben genug von der Hinhaltetaktik ihres Arbeitgebers. Was der US-Konzern seinen treuen Mitarbeitern als "Angebot" prĂ€sentiert, grenzt an Verhöhnung: Null Prozent fĂŒr 2025 und mickrige 1,5 Prozent fĂŒr das Folgejahr â in Zeiten galoppierender Inflation ein Schlag ins Gesicht jedes ehrlichen Arbeiters.
Die Gier kennt keine Grenzen
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-GaststĂ€tten (NGG) fordert dagegen bescheidene 150 Euro mehr pro Monat sowie weitere fĂŒnf Prozent Lohnerhöhung. Angesichts der Preissteigerungen bei Energie, Lebensmitteln und Wohnraum eine mehr als berechtigte Forderung. Doch der Konzern, der hierzulande nicht nur Coca-Cola, sondern auch Fanta, Sprite und diverse andere ZuckerwĂ€sser abfĂŒllt, zeigt sich knauserig wie eh und je.
Besonders perfide: WĂ€hrend die AktionĂ€re sich ĂŒber satte Dividenden freuen dĂŒrfen, hat Coca-Cola in den vergangenen zehn Jahren seine deutsche Belegschaft systematisch dezimiert. Von einst 10.000 ArbeitsplĂ€tzen sind gerade noch 6.000 ĂŒbrig geblieben. Die verbliebenen Mitarbeiter mĂŒssen die Arbeit der Entlassenen mitschultern â fĂŒr weniger Reallohn als vor Jahren.
Ein Muster, das sich durch die gesamte Wirtschaft zieht
Was bei Coca-Cola geschieht, ist symptomatisch fĂŒr die Entwicklung in Deutschland. Internationale Konzerne nutzen den Standort aus, profitieren von gut ausgebildeten ArbeitskrĂ€ften und stabiler Infrastruktur, geben aber immer weniger zurĂŒck. Die neue GroĂe Koalition unter Friedrich Merz hĂ€tte hier die Chance, klare Kante zu zeigen. Doch stattdessen plant man lieber neue Schulden in Höhe von 500 Milliarden Euro fĂŒr fragwĂŒrdige "Klimaprojekte".
NGG-VerhandlungsfĂŒhrer Freddy Adjan bringt es auf den Punkt: Das Verhalten des Konzerns sei "respektlos". In der Tat â wer Jahr fĂŒr Jahr Rekordgewinne einfĂ€hrt und gleichzeitig bei den Löhnen knausert, der hat jeglichen Respekt vor seinen Mitarbeitern verloren.
Der Kampf geht weiter
Die nĂ€chste Verhandlungsrunde ist fĂŒr den 10. November angesetzt. Bis dahin wollen die BeschĂ€ftigten bundesweit mit Warnstreiks und anderen ArbeitskampfmaĂnahmen den Druck erhöhen. Es bleibt zu hoffen, dass der Konzern zur Vernunft kommt und erkennt: Ohne motivierte Mitarbeiter keine QualitĂ€t, ohne faire Löhne keine Zukunft am Standort Deutschland.
In Zeiten, in denen die Inflation das Ersparte der BĂŒrger auffrisst und die Reallöhne sinken, wĂ€re es ratsam, einen Teil des Vermögens in wertbestĂ€ndige Anlagen wie physische Edelmetalle zu investieren. Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte als Inflationsschutz bewĂ€hrt â im Gegensatz zu den leeren Versprechungen mancher Konzernlenker.
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