Kettner Edelmetalle
05.07.2025
16:29 Uhr

BrĂŒssels Klimawahn: Ein 90-Prozent-Geschenk an China und Amerika

Die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen hat wieder einmal bewiesen, dass sie die europĂ€ische Wirtschaft mit Anlauf gegen die Wand fahren will. Das neueste Klimaziel fĂŒr 2040 – eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um sagenhafte 90 Prozent im Vergleich zu 1990 – ist nichts anderes als ein gigantisches Konjunkturprogramm. Nur leider nicht fĂŒr Europa, sondern fĂŒr unsere globalen Konkurrenten in den USA und Asien.

Der Irrsinn der Zwischenziele

Als ob die bereits beschlossenen Ziele nicht schon ambitioniert genug wĂ€ren – minus 55 Prozent bis 2030 und komplette KlimaneutralitĂ€t bis 2050 – muss BrĂŒssel natĂŒrlich noch ein Zwischenziel draufsatteln. Man könnte meinen, die BĂŒrokraten in der EU-Zentrale hĂ€tten nichts Besseres zu tun, als sich immer neue HĂŒrden fĂŒr die eigene Wirtschaft auszudenken. Und Deutschland? Das setzt wie immer noch einen drauf und verspricht der Welt vollmundig, bereits 2045 klimaneutral zu sein. Ein Versprechen, das ungefĂ€hr so realistisch ist wie die AnkĂŒndigung, bis dahin auch den Mond zu besiedeln.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat diese KlimaneutralitĂ€t sogar im Grundgesetz verankert – ein Schritt, der kommende Generationen in ein enges Korsett zwĂ€ngt und ihnen jeglichen politischen Spielraum nimmt. Dabei hatte Merz doch versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen bĂŒrdet er den BĂŒrgern ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf, das die Inflation weiter anheizen und die Steuerzahler auf Jahrzehnte belasten wird.

China lacht, Trump kassiert

WĂ€hrend Europa sich selbst fesselt, verfolgen unsere Konkurrenten eine völlig andere Strategie. China richtet seine gesamte Produktion darauf aus, erst einmal in verschiedensten Branchen MarktfĂŒhrer zu werden. Mit den dabei verdienten Milliarden könne man sich dann immer noch um den Klimaschutz kĂŒmmern, so die pragmatische Herangehensweise aus Peking. Eine Strategie, die aufgeht: Chinesische Unternehmen erobern einen Markt nach dem anderen, wĂ€hrend europĂ€ische Firmen unter der Last immer neuer Umweltauflagen Ă€chzen.

Und die USA unter Donald Trump? Die machen erst gar nicht den Fehler, sich selbst zu kastrieren. Mit seinen massiven Zollerhöhungen – 20 Prozent auf EU-Importe – macht Trump unmissverstĂ€ndlich klar: America First gilt auch und gerade in der Wirtschaftspolitik. WĂ€hrend in ĂŒber 2100 amerikanischen StĂ€dten mehr als fĂŒnf Millionen Menschen gegen seine Politik protestieren mögen, verfolgt er unbeirrt seinen Kurs. Das mittelfristige Wohlergehen seines Landes sei ihm wichtiger als eine weltweit ausgeglichene Ökobilanz, so die klare Ansage aus Washington.

Ein Konjunkturprogramm der besonderen Art

Lufthansa-Chef Carsten Spohr brachte es auf den Punkt, als er von den neuen Klimazielen erfuhr: Es handle sich um ein "Konjunkturprogramm fĂŒr nicht europĂ€ische Unternehmen". Seine rhetorische Frage "Das kann doch nicht unser Ziel sein?" offenbart die ganze AbsurditĂ€t der BrĂŒsseler Politik. Doch, Herr Spohr, genau das scheint das Ziel zu sein. Anders lĂ€sst sich diese selbstzerstörerische Politik nicht erklĂ€ren.

"Es ist ein Konjunkturprogramm fĂŒr nicht europĂ€ische Unternehmen. Das kann doch nicht unser Ziel sein?"

Die Kommission versucht, die bittere Pille mit dem Versprechen von Subventionen zu versĂŒĂŸen. Doch was ist das anderes als das EingestĂ€ndnis, dass der Markt unter den von BrĂŒssel geschaffenen Bedingungen gar nicht mehr funktionieren kann? Wenn man Unternehmen erst mit Steuergeldern bestechen muss, damit sie unter den neuen Auflagen ĂŒberhaupt noch produzieren können, dann stimmt etwas grundlegend nicht mit der Politik.

Europa nimmt sich selbst aus dem Spiel

Mit dieser Politik nimmt sich die EU selbst aus dem globalen Wettbewerb. WĂ€hrend andere Regionen pragmatisch ihre Wirtschaftsinteressen verfolgen, verrennt sich Europa in einem ideologischen Klimawahn, der am Ende niemandem nutzt – außer unseren Konkurrenten. Die europĂ€ische Industrie wird systematisch demontiert, ArbeitsplĂ€tze wandern ab, und die AbhĂ€ngigkeit von Importen aus LĂ€ndern mit deutlich niedrigeren Umweltstandards steigt. Das Ergebnis: Mehr CO2-Emissionen weltweit, weniger Wohlstand in Europa.

Es wĂ€re an der Zeit, dass die politischen EntscheidungstrĂ€ger in BrĂŒssel und Berlin endlich zur Vernunft kommen. Klimaschutz ja, aber nicht um den Preis der wirtschaftlichen Selbstzerstörung. Doch von der aktuellen EU-Kommission und der neuen Bundesregierung ist ein Kurswechsel wohl kaum zu erwarten. Sie werden weiter an ihrer ideologischen Agenda festhalten, wĂ€hrend China und die USA sich ins FĂ€ustchen lachen.

Die einzige Hoffnung liegt darin, dass die BĂŒrger bei den nĂ€chsten Wahlen deutlich machen, dass sie diese Politik nicht lĂ€nger mittragen wollen. Immerhin sind bereits ĂŒber 25 Prozent der Sitze im EU-Parlament von rechtskonservativen und konservativen Parteien besetzt – ein Hoffnungsschimmer in diesen dĂŒsteren Zeiten. Vielleicht besinnt sich Europa ja doch noch auf seine StĂ€rken, bevor es endgĂŒltig zu spĂ€t ist. Denn eines ist sicher: Mit der aktuellen Politik manövriert sich der alte Kontinent geradewegs in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit.

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