Kettner Edelmetalle
24.05.2026
15:29 Uhr

Brandenburger Enquete-Kommission: SachverstÀndige zerlegen die Corona-Politik in ihre Einzelteile

Brandenburger Enquete-Kommission: SachverstÀndige zerlegen die Corona-Politik in ihre Einzelteile

Es ist eine spĂ€te, aber ĂŒberfĂ€llige Abrechnung mit einer der dunkelsten Episoden der jĂŒngeren deutschen Geschichte: In der elften Sitzung der Enquete-Kommission des Brandenburger Landtags zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie haben mehrere geladene SachverstĂ€ndige am vergangenen Freitag mit den zentralen SĂ€ulen der damaligen Pandemiepolitik schonungslos aufgerĂ€umt. Maskenpflichten im Freien, nĂ€chtliche Ausgangssperren, FFP2-Masken fĂŒr Laien – vieles davon sei schlichtweg „völliger Unsinn" gewesen. Wer das Geschehen damals kritisch beobachtet hat, fĂŒhlt sich nun bestĂ€tigt. Wer die Maßnahmen als unfehlbar verteidigte, mĂŒsste eigentlich rote Ohren bekommen.

Wenn BĂŒrger ihr T-Shirt umkrempeln mĂŒssen

Bezeichnend war bereits der Auftakt der Sitzung: Zwei Zuschauer wurden aufgefordert, ihre Oberbekleidung zu wechseln oder zu verdecken, weil Aufdrucke wie „Nein zu Frankenstein-Viren" oder „Geimpft, geschĂ€digt" als unzulĂ€ssige politische Äußerungen eingestuft worden seien. Eine Person musste das Shirt buchstĂ€blich auf links drehen. Ein bemerkenswerter Vorgang in einem Parlament, das gerade dabei ist, die EinschrĂ€nkung von Grundrechten aufzuarbeiten – und im selben Atemzug die Meinungsfreiheit im Besucherbereich beschneidet. Welch sinnbildliche Szene fĂŒr ein Land, das aus seinen Fehlern offenbar nur sehr zögerlich lernt.

Der Aerosolforscher und die Suche unter der Straßenlaterne

Im Zentrum der Anhörung stand der renommierte Aerosolforscher Gerhard Scheuch. Seine Bewertung der nĂ€chtlichen Ausgangssperren war von einer Klarheit, die man in deutschen Talkshows zu Hochzeiten der Pandemie vergeblich gesucht hĂ€tte. Diese seien „völlig unsinnige Maßnahmen" gewesen, schließlich handle es sich bei Covid-19 um ein reines „InnenraumphĂ€nomen". Mit einer Ausgangssperre habe man der Bevölkerung suggeriert, draußen sei es gefĂ€hrlich – obwohl man sich nachweislich in InnenrĂ€umen anstecke.

Auch die Maskenpflicht im Freien sei „völlig unwirksam" gewesen, da Ansteckungen unter freiem Himmel praktisch nicht stattgefunden hĂ€tten. Die Schließung von SpielplĂ€tzen und Parks bezeichnete Scheuch ebenfalls als kompletten Unfug. Sein bissiger Vergleich blieb haften: Eine Maßnahme, „die nichts bringt, sich aber gut kontrollieren lĂ€sst", erinnere ihn an einen Betrunkenen, der seinen HausschlĂŒssel nicht dort suche, wo er ihn verloren habe, sondern unter der Straßenlaterne, weil es dort heller sei. Genau so habe man Politik gemacht: Sichtbarkeit vor Wirksamkeit, Symbolik vor Wissenschaft.

FFP2-Masken fĂŒr Laien: Eine „falsche Entscheidung"

Der Hygieniker Peter Walger von der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Allgemeine und Krankenhaushygiene wurde nicht minder deutlich. Die Verordnung von FFP2-Masken fĂŒr die breite Bevölkerung sei eine „falsche Entscheidung" gewesen. Solche Masken seien nur in eng definierten Situationen sinnvoll, mĂŒssten korrekt sitzen und einen Dichtigkeitstest bestehen – Anforderungen, die im Alltag eines normalen BĂŒrgers schlicht nicht erfĂŒllbar seien. Die einfache OP-Maske, so Walger, gelte heute auch rĂŒckblickend als „absolut ausreichend fĂŒr den gesamten Laienbereich". Wer denkt da nicht an die milliardenschweren Maskendeals, an die spĂ€ter entsorgten BestĂ€nde, an die Familienangehörigen von Politikern, die plötzlich zu MaskenhĂ€ndlern mutierten?

Die 2G- und 3G-Regeln bezeichnete Walger als „Scheinlösungen" – schließlich konnten auch Geimpfte das Virus ĂŒbertragen. Eine Tatsache, die im öffentlichen Diskurs zur Hochzeit der Pandemie als „Schwurbelei" diffamiert wurde. Heute ist sie offizielle SachverstĂ€ndigenmeinung. Walger verwies zudem darauf, dass 95 Prozent aller Corona-Verstorbenen Ă€ltere Menschen gewesen seien, wĂ€hrend Kinder kaum schwere VerlĂ€ufe gezeigt hĂ€tten. Genau jene Kinder, die man monatelang mit Masken im Klassenzimmer drangsalierte, deren SpielplĂ€tze man absperrte und deren Bildung man auf dem Altar einer fehlgeleiteten Politik opferte.

Modellrechnungen aus London – Panik auf Bestellung

Der Datenanalyst Tom Lausen erinnerte in seinem Vortrag an die berĂŒchtigte Panikstudie des Londoner Imperial College vom MĂ€rz 2020, die mit absurden Modellprognosen Hunderttausende Tote in kĂŒrzester Zeit vorhergesagt hatte. Diese Modelle, so Lausen, hĂ€tten die politischen Entscheidungen in ganz Europa maßgeblich bestimmt – obwohl sie sich spĂ€ter als grotesk fehlerhaft erwiesen. Einzig der schwedische Epidemiologe Anders Tegnell habe das unwissenschaftliche Treiben durchschaut und einen anderen Weg eingeschlagen. Schweden, das damals von deutschen Leitmedien als verantwortungsloser Sonderling verteufelt wurde, steht im RĂŒckblick deutlich besser da als die deutschen Verbotsweltmeister.

Die RKI-Files und der Mythos der „Pandemie der Ungeimpften"

Bastian Barucker, einer der Journalisten hinter der Veröffentlichung der geleakten RKI-Protokolle, lieferte besonders brisantes Material. Aus den internen Dokumenten gehe hervor, dass die politische Formel von der „Pandemie der Ungeimpften" – geprĂ€gt vom damaligen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn – im Krisenstab als unwahr bekannt gewesen sei. „Man wusste im Krisenstab, dass Spahn nicht die Wahrheit sagt", so Barucker. Auf Deutsch: Die Politik hat das Volk wider besseres Wissen belogen, gespalten, in Geimpfte und Ungeimpfte sortiert. Und Spahn? Sitzt weiterhin als CDU-Abgeordneter im Bundestag und kassiert seine DiĂ€ten, als sei nichts geschehen.

Konsequenzen? Fehlanzeige

Der Hygieniker Martin Exner forderte fĂŒr kĂŒnftige Gesundheitskrisen eine unabhĂ€ngige Expertenkommission, die nicht den politischen Weisungen unterworfen sei und neben Virologen auch soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Expertise berĂŒcksichtige. Eine vernĂŒnftige Forderung – die zugleich entlarvt, wie einseitig und tunnelblickartig die Politikberatung wĂ€hrend der Pandemie tatsĂ€chlich war. Wer mahnte, wer Gegenargumente vorbrachte, wer schlicht abwĂ€gende Vernunft anmahnte, wurde diffamiert, ausgegrenzt, zensiert.

Die Brandenburger Enquete-Kommission soll nun bis zum Ende der Legislaturperiode Empfehlungen fĂŒr einen neuen Pandemieplan erarbeiten. Doch was nĂŒtzt der schönste Pandemieplan, wenn die politisch Verantwortlichen weiterhin in Amt und WĂŒrden bleiben? Wenn weder Merkel, noch Spahn, noch Lauterbach jemals zur Rechenschaft gezogen werden? Wenn BĂŒrger, die Bußgelder zahlen mussten, weil sie alleine auf einer Parkbank saßen, bis heute auf eine Entschuldigung warten?

Vertrauen, Vermögen und die Lehren einer Krise

Die Corona-Jahre haben nicht nur die Gesundheit vieler Menschen beeintrĂ€chtigt, sondern auch das Vertrauen in staatliche Institutionen nachhaltig erschĂŒttert. Wer erlebt hat, wie schnell Grundrechte ausgehebelt werden können, wie willfĂ€hrig Parlamente Verordnungen durchwinken, wie geschlossen Medien sich auf eine einzige ErzĂ€hlung einigen, der sieht die Welt mit anderen Augen. Diese Erfahrung hat auch das Bewusstsein dafĂŒr geschĂ€rft, dass staatliche Versprechen brĂŒchig sind – ob es um die VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit von Maßnahmen geht, um die StabilitĂ€t der WĂ€hrung oder um die Sicherheit der Altersvorsorge. Wer sein Vermögen langfristig schĂŒtzen will, setzt zunehmend auf greifbare Werte jenseits des staatlich kontrollierten Finanzsystems. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ihre Funktion als unabhĂ€ngiger Vermögensanker seit Jahrtausenden bewiesen – unabhĂ€ngig davon, welche politische Torheit gerade gerade Konjunktur hat.

Hinweis: Der vorliegende Beitrag stellt die Meinung unserer Redaktion dar und dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er ersetzt keine individuelle Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzufĂŒhren und bei Bedarf einen qualifizierten Berater hinzuzuziehen. FĂŒr Anlageentscheidungen ist jeder Anleger selbst verantwortlich. Eine Haftung fĂŒr die Richtigkeit, VollstĂ€ndigkeit oder AktualitĂ€t der dargestellten Informationen wird ausgeschlossen.

Wissenswertes zum Thema

Magazin
19.03.2025
12 Min.

Wer ist: Dr. Paul Brandenburg

Dr. Paul Brandenburgs Lebensgeschichte liest sich wie der Wandel vom Staatsdiener zum Staatsfeind, ein Weg, der durch seine Entschlossenheit, sich kritisch gegenĂŒber der Regierung zu positionieren, g