
Brandenburger Enquete-Kommission: SachverstÀndige zerlegen die Corona-Politik in ihre Einzelteile

Es ist eine spĂ€te, aber ĂŒberfĂ€llige Abrechnung mit einer der dunkelsten Episoden der jĂŒngeren deutschen Geschichte: In der elften Sitzung der Enquete-Kommission des Brandenburger Landtags zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie haben mehrere geladene SachverstĂ€ndige am vergangenen Freitag mit den zentralen SĂ€ulen der damaligen Pandemiepolitik schonungslos aufgerĂ€umt. Maskenpflichten im Freien, nĂ€chtliche Ausgangssperren, FFP2-Masken fĂŒr Laien â vieles davon sei schlichtweg âvölliger Unsinn" gewesen. Wer das Geschehen damals kritisch beobachtet hat, fĂŒhlt sich nun bestĂ€tigt. Wer die MaĂnahmen als unfehlbar verteidigte, mĂŒsste eigentlich rote Ohren bekommen.
Wenn BĂŒrger ihr T-Shirt umkrempeln mĂŒssen
Bezeichnend war bereits der Auftakt der Sitzung: Zwei Zuschauer wurden aufgefordert, ihre Oberbekleidung zu wechseln oder zu verdecken, weil Aufdrucke wie âNein zu Frankenstein-Viren" oder âGeimpft, geschĂ€digt" als unzulĂ€ssige politische ĂuĂerungen eingestuft worden seien. Eine Person musste das Shirt buchstĂ€blich auf links drehen. Ein bemerkenswerter Vorgang in einem Parlament, das gerade dabei ist, die EinschrĂ€nkung von Grundrechten aufzuarbeiten â und im selben Atemzug die Meinungsfreiheit im Besucherbereich beschneidet. Welch sinnbildliche Szene fĂŒr ein Land, das aus seinen Fehlern offenbar nur sehr zögerlich lernt.
Der Aerosolforscher und die Suche unter der StraĂenlaterne
Im Zentrum der Anhörung stand der renommierte Aerosolforscher Gerhard Scheuch. Seine Bewertung der nĂ€chtlichen Ausgangssperren war von einer Klarheit, die man in deutschen Talkshows zu Hochzeiten der Pandemie vergeblich gesucht hĂ€tte. Diese seien âvöllig unsinnige MaĂnahmen" gewesen, schlieĂlich handle es sich bei Covid-19 um ein reines âInnenraumphĂ€nomen". Mit einer Ausgangssperre habe man der Bevölkerung suggeriert, drauĂen sei es gefĂ€hrlich â obwohl man sich nachweislich in InnenrĂ€umen anstecke.
Auch die Maskenpflicht im Freien sei âvöllig unwirksam" gewesen, da Ansteckungen unter freiem Himmel praktisch nicht stattgefunden hĂ€tten. Die SchlieĂung von SpielplĂ€tzen und Parks bezeichnete Scheuch ebenfalls als kompletten Unfug. Sein bissiger Vergleich blieb haften: Eine MaĂnahme, âdie nichts bringt, sich aber gut kontrollieren lĂ€sst", erinnere ihn an einen Betrunkenen, der seinen HausschlĂŒssel nicht dort suche, wo er ihn verloren habe, sondern unter der StraĂenlaterne, weil es dort heller sei. Genau so habe man Politik gemacht: Sichtbarkeit vor Wirksamkeit, Symbolik vor Wissenschaft.
FFP2-Masken fĂŒr Laien: Eine âfalsche Entscheidung"
Der Hygieniker Peter Walger von der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Allgemeine und Krankenhaushygiene wurde nicht minder deutlich. Die Verordnung von FFP2-Masken fĂŒr die breite Bevölkerung sei eine âfalsche Entscheidung" gewesen. Solche Masken seien nur in eng definierten Situationen sinnvoll, mĂŒssten korrekt sitzen und einen Dichtigkeitstest bestehen â Anforderungen, die im Alltag eines normalen BĂŒrgers schlicht nicht erfĂŒllbar seien. Die einfache OP-Maske, so Walger, gelte heute auch rĂŒckblickend als âabsolut ausreichend fĂŒr den gesamten Laienbereich". Wer denkt da nicht an die milliardenschweren Maskendeals, an die spĂ€ter entsorgten BestĂ€nde, an die Familienangehörigen von Politikern, die plötzlich zu MaskenhĂ€ndlern mutierten?
Die 2G- und 3G-Regeln bezeichnete Walger als âScheinlösungen" â schlieĂlich konnten auch Geimpfte das Virus ĂŒbertragen. Eine Tatsache, die im öffentlichen Diskurs zur Hochzeit der Pandemie als âSchwurbelei" diffamiert wurde. Heute ist sie offizielle SachverstĂ€ndigenmeinung. Walger verwies zudem darauf, dass 95 Prozent aller Corona-Verstorbenen Ă€ltere Menschen gewesen seien, wĂ€hrend Kinder kaum schwere VerlĂ€ufe gezeigt hĂ€tten. Genau jene Kinder, die man monatelang mit Masken im Klassenzimmer drangsalierte, deren SpielplĂ€tze man absperrte und deren Bildung man auf dem Altar einer fehlgeleiteten Politik opferte.
Modellrechnungen aus London â Panik auf Bestellung
Der Datenanalyst Tom Lausen erinnerte in seinem Vortrag an die berĂŒchtigte Panikstudie des Londoner Imperial College vom MĂ€rz 2020, die mit absurden Modellprognosen Hunderttausende Tote in kĂŒrzester Zeit vorhergesagt hatte. Diese Modelle, so Lausen, hĂ€tten die politischen Entscheidungen in ganz Europa maĂgeblich bestimmt â obwohl sie sich spĂ€ter als grotesk fehlerhaft erwiesen. Einzig der schwedische Epidemiologe Anders Tegnell habe das unwissenschaftliche Treiben durchschaut und einen anderen Weg eingeschlagen. Schweden, das damals von deutschen Leitmedien als verantwortungsloser Sonderling verteufelt wurde, steht im RĂŒckblick deutlich besser da als die deutschen Verbotsweltmeister.
Die RKI-Files und der Mythos der âPandemie der Ungeimpften"
Bastian Barucker, einer der Journalisten hinter der Veröffentlichung der geleakten RKI-Protokolle, lieferte besonders brisantes Material. Aus den internen Dokumenten gehe hervor, dass die politische Formel von der âPandemie der Ungeimpften" â geprĂ€gt vom damaligen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn â im Krisenstab als unwahr bekannt gewesen sei. âMan wusste im Krisenstab, dass Spahn nicht die Wahrheit sagt", so Barucker. Auf Deutsch: Die Politik hat das Volk wider besseres Wissen belogen, gespalten, in Geimpfte und Ungeimpfte sortiert. Und Spahn? Sitzt weiterhin als CDU-Abgeordneter im Bundestag und kassiert seine DiĂ€ten, als sei nichts geschehen.
Konsequenzen? Fehlanzeige
Der Hygieniker Martin Exner forderte fĂŒr kĂŒnftige Gesundheitskrisen eine unabhĂ€ngige Expertenkommission, die nicht den politischen Weisungen unterworfen sei und neben Virologen auch soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Expertise berĂŒcksichtige. Eine vernĂŒnftige Forderung â die zugleich entlarvt, wie einseitig und tunnelblickartig die Politikberatung wĂ€hrend der Pandemie tatsĂ€chlich war. Wer mahnte, wer Gegenargumente vorbrachte, wer schlicht abwĂ€gende Vernunft anmahnte, wurde diffamiert, ausgegrenzt, zensiert.
Die Brandenburger Enquete-Kommission soll nun bis zum Ende der Legislaturperiode Empfehlungen fĂŒr einen neuen Pandemieplan erarbeiten. Doch was nĂŒtzt der schönste Pandemieplan, wenn die politisch Verantwortlichen weiterhin in Amt und WĂŒrden bleiben? Wenn weder Merkel, noch Spahn, noch Lauterbach jemals zur Rechenschaft gezogen werden? Wenn BĂŒrger, die BuĂgelder zahlen mussten, weil sie alleine auf einer Parkbank saĂen, bis heute auf eine Entschuldigung warten?
Vertrauen, Vermögen und die Lehren einer Krise
Die Corona-Jahre haben nicht nur die Gesundheit vieler Menschen beeintrĂ€chtigt, sondern auch das Vertrauen in staatliche Institutionen nachhaltig erschĂŒttert. Wer erlebt hat, wie schnell Grundrechte ausgehebelt werden können, wie willfĂ€hrig Parlamente Verordnungen durchwinken, wie geschlossen Medien sich auf eine einzige ErzĂ€hlung einigen, der sieht die Welt mit anderen Augen. Diese Erfahrung hat auch das Bewusstsein dafĂŒr geschĂ€rft, dass staatliche Versprechen brĂŒchig sind â ob es um die VerhĂ€ltnismĂ€Ăigkeit von MaĂnahmen geht, um die StabilitĂ€t der WĂ€hrung oder um die Sicherheit der Altersvorsorge. Wer sein Vermögen langfristig schĂŒtzen will, setzt zunehmend auf greifbare Werte jenseits des staatlich kontrollierten Finanzsystems. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ihre Funktion als unabhĂ€ngiger Vermögensanker seit Jahrtausenden bewiesen â unabhĂ€ngig davon, welche politische Torheit gerade gerade Konjunktur hat.
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