Kettner Edelmetalle
26.01.2026
07:25 Uhr

Berliner Feuerwehr im Chaos: Notstromaggregat versagt – Notruf 112 zeitweise nicht erreichbar

Berliner Feuerwehr im Chaos: Notstromaggregat versagt – Notruf 112 zeitweise nicht erreichbar

Was sich am 22. Januar 2026 in der Hauptstadt abspielte, liest sich wie ein Drehbuch für den Untergang kritischer Infrastruktur. Die Leitstelle der Berliner Feuerwehr am Nikolaus-Groß-Weg – jener neuralgische Punkt, an dem über Leben und Tod entschieden wird – fiel gegen 12.30 Uhr aus. Der Grund: ein Stromausfall, bei dem ausgerechnet das Notstromaggregat seinen Dienst verweigerte. Der Notruf 112 war nach Angaben aus der Belegschaft zeitweise schlicht nicht erreichbar.

Wenn die letzte Sicherung versagt

Man stelle sich vor: Ein Mensch erleidet einen Herzinfarkt, ein Kind verschluckt sich, ein Feuer bricht aus – und niemand hebt ab. Genau dieses Szenario wurde in Berlin zur bitteren Realität. Während die Behörde in ihrer öffentlichen Stellungnahme von einer „technischen Einschränkung" sprach, die „unter einer halben Stunde" gedauert habe, offenbart sich bei genauerem Hinsehen ein systemisches Versagen, das Fragen aufwirft.

Denn bereits am 10. Januar 2026 hatte eine Netzstörung denselben Standort getroffen. Damals funktionierte das Notstromaggregat einwandfrei, der Betrieb lief unterbrechungsfrei weiter. Warum also versagte die automatische Umschaltung nur zwölf Tage später? Weshalb griff die vorgesehene Redundanz nicht? Diese Fragen müssen beantwortet werden – und zwar nicht mit bürokratischen Floskeln, sondern mit konkreten Maßnahmen.

Stabsalarm und Papierkram statt digitaler Steuerung

Die Feuerwehr reagierte mit Stabsalarm und aktivierte die Ausweichleitstelle am Fehrbelliner Platz. Freiwillige Feuerwehren wurden alarmiert, Einsätze über Ausweichtelefone entgegengenommen und – man höre und staune – handschriftlich dokumentiert. Im Jahr 2026 greift eine der wichtigsten Rettungsorganisationen der Hauptstadt auf Papier und Stift zurück, weil die Technik versagt.

Parallel dazu meldeten Mitarbeiter Störungen im Modularen Warnsystem des Bundes (Mowas), das Warnmeldungen an Apps, Rundfunk und digitale Anzeigen ausspielt. Die öffentliche Alarmierung war damit zusätzlich geschwächt. Ein doppelter Ausfall, der das gesamte Sicherheitsnetz der Hauptstadt für kritische Minuten durchlöcherte.

Bauarbeiten als Risikofaktor

Nach internen Informationen standen Bauarbeiten am Standort im Zusammenhang mit der Unterbrechung. Am Nikolaus-Groß-Weg entsteht derzeit ein Neubau für eine modernisierte Leitstelle – ein Projekt, das eigentlich die Zukunftsfähigkeit der Berliner Feuerwehr sichern soll. Doch offenbar wurden die Risiken solcher Eingriffe in die laufende Infrastruktur sträflich unterschätzt.

Ein Symptom für den Zustand deutscher Infrastruktur

Dieser Vorfall reiht sich nahtlos ein in eine besorgniserregende Serie von Infrastrukturversagen in der Hauptstadt. Stromausfälle, die Umspannwerke erfordern mittlerweile Polizeischutz mit bis zu vier Hundertschaften täglich, linksextreme Gruppen kündigen offen Angriffe auf das Stromnetz an. Und nun versagt auch noch das Notstromaggregat der Feuerwehrleitstelle.

Was muss eigentlich noch passieren, damit die Verantwortlichen aufwachen? Die Berliner Bürger haben ein Recht darauf, dass der Notruf 112 jederzeit erreichbar ist – auch während Bauphasen, auch bei Stromausfällen, auch wenn alles andere schiefgeht. Dafür gibt es schließlich Redundanzsysteme. Doch wenn selbst diese versagen, dann ist das kein technisches Problem mehr, sondern ein politisches.

„Es gab eine technische Einschränkung" – so die verharmlosende Stellungnahme der Behörde. Eine Formulierung, die den Ernst der Lage in keiner Weise widerspiegelt.

Die Frage, die sich jeder Berliner stellen sollte, lautet: Kann ich mich im Notfall noch auf den Staat verlassen? Die Antwort, die dieser Vorfall gibt, ist erschreckend eindeutig. Es ist höchste Zeit, dass wieder Politiker an die Macht kommen, die Infrastruktur als das behandeln, was sie ist: die Lebensader einer funktionierenden Gesellschaft.

Wissenswertes zum Thema