Kettner Edelmetalle
24.09.2025
12:28 Uhr

BER-Chaos nach Cyberangriff: Wenn "NormalitÀt" zur Farce wird

Was fĂŒr ein Hohn! WĂ€hrend Passagiere stundenlang in Flugzeugen auf dem Rollfeld ausharren mĂŒssen und Dutzende FlĂŒge ausfallen, spricht der Hauptstadtflughafen BER von einem "normalen Tag mit viel Flugverkehr". Diese dreiste Verharmlosung eines massiven IT-Sicherheitsvorfalls zeigt einmal mehr, wie weit sich deutsche Behörden und Unternehmen von der RealitĂ€t entfernt haben.

Die bittere Wahrheit hinter den Beschwichtigungen

Die nackten Zahlen sprechen eine andere Sprache: 15 FlugausfĂ€lle allein am Dienstag, 33 am Montag, 23 am Marathon-Sonntag. Mindestens die HĂ€lfte aller FlĂŒge verspĂ€tet. Passagiere, die nach der Landung bis zu drei Stunden im Flugzeug gefangen waren. Wenn das die neue "NormalitĂ€t" am BER sein soll, dann gute Nacht, Deutschland!

Der gezielte Hackerangriff auf das Abfertigungssystem MUSE des US-Konzerns Collins Aerospace hat nicht nur Berlin getroffen, sondern auch BrĂŒssel, Dublin und London-Heathrow lahmgelegt. Doch wĂ€hrend andere FlughĂ€fen lĂ€ngst wieder zum Normalbetrieb ĂŒbergegangen sind, dĂŒmpelt der BER weiter im Krisenmodus.

Peinlicher Vergleich mit anderen Airports

Besonders beschĂ€mend wird es beim Blick auf die Konkurrenz: BrĂŒssel meldet bereits 90 Prozent planmĂ€ĂŸige AbflĂŒge, Dublin spricht von "reibungslosem" Betrieb. Der kleine Flughafen MĂŒnster-OsnabrĂŒck schaffte es sogar, innerhalb von nur 30 Minuten auf ein Ersatzsystem umzuschalten. Und der BER? KĂ€mpft weiter mit improvisierten Notlösungen und ĂŒberlastetem Personal.

"Es herrschen keine chaotischen ZustĂ€nde mehr", heißt es aus BrĂŒssel. In Berlin hingegen stoße das Personal "an seine Grenzen", wie der Flughafen dem Spiegel mitteilte.

Die wahren Gewinner: Frankfurt und MĂŒnchen

WĂ€hrend der Hauptstadtflughafen im digitalen Chaos versinkt, blieben Deutschlands grĂ¶ĂŸte Airports Frankfurt und MĂŒnchen komplett verschont. Der Grund? Sie setzen auf andere IT-Systeme, arbeiten seit Jahren erfolgreich mit der Firma SITA zusammen. Eine vorausschauende Entscheidung, die sich nun auszahlt.

Diese Krise offenbart einmal mehr die strukturellen Probleme des BER. Ein Flughafen, der schon bei seiner Eröffnung Jahre zu spĂ€t kam und Milliarden verschlang, zeigt sich nun auch in der digitalen Welt als verwundbar und rĂŒckstĂ€ndig. Statt moderner Backup-Systeme gibt es Self-Service-Automaten und Fast-Bag-Drop-Stationen als Notbehelf.

CyberkriminalitÀt als wachsende Bedrohung

Der Vorfall wirft ein grelles Licht auf die zunehmende Bedrohung durch CyberkriminalitĂ€t. Nach Angaben der EU-Cybersicherheitsagentur Enisa handelte es sich um einen Ransomware-Angriff - Schadsoftware, die Systeme verschlĂŒsselt und erst gegen Lösegeld wieder freigibt. Immerhin: In Großbritannien wurde bereits ein TatverdĂ€chtiger festgenommen, befindet sich aber gegen Kaution wieder auf freiem Fuß.

Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis: WĂ€hrend unsere Regierung Milliarden fĂŒr ideologische Prestigeprojekte verpulvert, versagt sie bei der grundlegenden Aufgabe, kritische Infrastruktur zu schĂŒtzen. Die Verharmlosung durch den BER ist dabei nur die Spitze des Eisbergs einer Politik, die Probleme lieber schönredet als löst.

Die Leidtragenden sind wie immer die BĂŒrger - GeschĂ€ftsreisende, Urlauber, Familien, die stundenlang auf FlughĂ€fen festsitzen, wĂ€hrend Verantwortliche von "NormalitĂ€t" faseln. Es ist höchste Zeit fĂŒr einen Kurswechsel in diesem Land. Wir brauchen Politiker und FĂŒhrungskrĂ€fte, die Probleme beim Namen nennen und lösen, statt sie zu verharmlosen. Die aktuelle Ampel-Koalition hat einmal mehr bewiesen, dass sie dieser Aufgabe nicht gewachsen ist.

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