Kettner Edelmetalle
11.06.2026
14:10 Uhr

Belfast brennt – und Starmer antwortet mit dem Maulkorb

Belfast brennt – und Starmer antwortet mit dem Maulkorb
Symbolbild: KI-generiert

Wenn ein Land in Flammen steht, gibt es zwei Möglichkeiten: Man bekĂ€mpft das Feuer – oder man verbietet, ĂŒber das Feuer zu reden. Großbritanniens Regierung unter Premierminister Keir Starmer hat sich, so scheint es, fĂŒr die zweite Variante entschieden. Nach der grauenvollen Bluttat von Belfast und den darauffolgenden Ausschreitungen will die Labour-Regierung nicht etwa die Ursachen des Zorns angehen, sondern jene zum Schweigen bringen, die diesen Zorn artikulieren. Ein LehrstĂŒck darĂŒber, wie westliche Regierungen mittlerweile ticken.

Eine Tat, die fassungslos macht

Was sich in der Nacht zu Dienstag im Norden Belfasts abgespielt haben soll, lĂ€sst einem das Blut in den Adern gefrieren. Ein 30-jĂ€hriger sudanesischer Asylbewerber namens Hadi Alodid habe einen Briten brutal mit einem Messer attackiert – mehrfach auf Augen, Kopf, Halsbereich und RĂŒcken eingestochen. Das Opfer habe infolge der Attacke sein linkes Auge verloren. GegenĂŒber dem Krankenhauspersonal soll der TĂ€ter den Mordversuch eingestanden und zudem eine Radiologin bedroht haben. Die genauen Motive seien noch Gegenstand der Ermittlungen, einzig ein terroristischer Hintergrund wurde bislang ausgeschlossen.

Besonders brisant ist, wie der Mann ĂŒberhaupt nach Nordirland gelangte. Laut Polizei sei Alodid ĂŒber die offene EU-Grenze eingereist: zunĂ€chst ĂŒber Frankreich nach Dublin, von wo aus er im Februar 2023 schlicht mit dem Bus die unkontrollierte Grenze nach Belfast ĂŒberquerte. Im September desselben Jahres erhielt er eine fĂŒnfjĂ€hrige Aufenthaltserlaubnis. Ein Geschenk des Brexit-Kompromisses: Nordirland bleibt Teil des EU-Binnenmarktes, die Grenze zur Republik Irland wird nicht kontrolliert. Recherchen des Daily Telegraph zufolge nutzten ausgerechnet albanische Schleuserbanden genau diese Route.

Wenn der Druckkessel ĂŒberkocht

Die Reaktion der Bevölkerung ließ nicht lange auf sich warten. Zwei NĂ€chte in Folge lieferten sich ĂŒberwiegend maskierte Demonstranten in Belfast und Umgebung StraßenkĂ€mpfe mit der Polizei. Pflastersteine wurden mit HĂ€mmern zerschlagen und auf die Bereitschaftspolizei geworfen, die wiederum mit Wasserwerfern antwortete. Allein in einer Nacht nahmen die Beamten 16 Personen fest, zwölf Polizisten wurden verletzt. Auch im schottischen Glasgow griffen die Unruhen ĂŒber. Man muss Gewalt nicht gutheißen – im Gegenteil – um zu erkennen, dass hier ein Volk seinem aufgestauten Zorn Luft macht, weil die Politik jahrelang weggehört hat.

Die Antwort: Mehr Zensur statt mehr Kontrolle

Und was tut die Regierung? Sie greift nicht etwa zu schĂ€rferen Grenzkontrollen, sondern zur Schere am Internet. Labour-Wissenschaftsministerin Liz Kendall kĂŒndigte auf X an, „illegale Inhalte" kĂŒnftig noch schneller aus dem Netz entfernen zu wollen. Bereits kommende Woche solle eine Novelle des sogenannten Netzwerksicherheitsgesetzes ins Unterhaus eingebracht werden.

„Wer soziale Medien missbraucht, um Gewalt und Unruhen anzustiften, verstĂ¶ĂŸt gegen das Gesetz."

Das bereits 2025 in Kraft getretene Gesetz „Online Safety Act" verpflichtet die Betreiber sozialer Medien schon jetzt zu weitreichenden Maßnahmen. Pikant ist eine Klausel, die es dem britischen Innenminister erlaubt, mit Verweis auf „GrĂŒnde nationaler oder öffentlicher Sicherheit" einen rechtsverbindlichen Verhaltenskodex zu erlassen – ganz ohne Zustimmung des Parlaments. Die Medienaufsicht Ofcom setzt das Ganze dann um. Aufgrund dieses Gesetzes seien bereits mehrere Protestaufnahmen sowie eine Rede zum „Grooming Gangs"-Skandal fĂŒr die breite Öffentlichkeit nicht mehr auf X verfĂŒgbar gewesen – sichtbar nur noch fĂŒr Nutzer mit verifiziertem Alter.

„Wir wollen niemanden zensieren"?

Starmer selbst bestritt die ZensurvorwĂŒrfe mit den Worten, man wolle niemanden zensieren. Man möge sich diese Beteuerung auf der Zunge zergehen lassen, wĂ€hrend im selben Atemzug ein Gesetz verschĂ€rft wird, das missliebige Inhalte aus dem Netz tilgt. Es ist das altbekannte Muster: Nicht die selbstverschuldeten Ursachen des Niedergangs werden angegangen, sondern jene, die es wagen, darĂŒber zu sprechen. Statt sich der Wurzel des Problems – einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Migrationspolitik – zu widmen, wird denjenigen, die die Folgen dieser Politik ausbaden mĂŒssen, noch drastischer der Mund verboten.

Ein Muster, das uns bekannt vorkommt

Wer nun glaubt, dies sei ein rein britisches PhĂ€nomen, der irrt gewaltig. Das Drehbuch ist quer durch den europĂ€ischen Westen erschreckend Ă€hnlich: grenzenlose Migration, importierte Gewalt, und sobald sich Widerstand regt, wird der staatliche UnterdrĂŒckungsapparat hochgefahren. „Speaker's Corner" war gestern, „Big Brother" ist heute – so brachte es ein Kommentator treffend auf den Punkt. Was einst das Mutterland der Meinungsfreiheit war, mutiert zusehends zu einer Pseudodemokratie, die ihre BĂŒrger nicht schĂŒtzt, sondern gĂ€ngelt.

Auch in Deutschland kennen wir diese Mechanik nur zu gut. Die Messerattacken und die explodierende KriminalitĂ€t sind die direkte Folge einer Politik, die jahrelang TĂŒr und Tor geöffnet hat und nun ĂŒberrascht tut. Es ist keineswegs nur die Meinung unserer Redaktion, sondern die eines großen Teils der Bevölkerung, dass dieser Kurs nicht lĂ€nger hinnehmbar ist. Wir brauchen Politiker, die wieder fĂŒr ihr eigenes Volk regieren – nicht gegen es.

Sicherheit, die man nicht zensieren kann

In Zeiten, in denen Regierungen lieber das Internet abschalten als ihre Grenzen sichern, in denen Vertrauen in staatliche Institutionen rasend schnell erodiert, stellt sich fĂŒr den vorausschauenden BĂŒrger eine grundlegende Frage: Worauf ist noch Verlass? Physische Edelmetalle wie Gold und Silber lassen sich weder per Verhaltenskodex aus dem Netz löschen noch durch politische WillkĂŒr entwerten. Sie sind greifbar, krisenfest und seit Jahrtausenden ein bewĂ€hrter Anker in stĂŒrmischen Zeiten – eine sinnvolle ErgĂ€nzung fĂŒr jeden, der sein Vermögen breit gestreut und unabhĂ€ngig von staatlichem Zugriff absichern möchte.

Hinweis: Die in diesem Beitrag geĂ€ußerten EinschĂ€tzungen geben die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Jeder Anleger ist gehalten, eigenstĂ€ndig ausreichend zu recherchieren und seine Entscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. FĂŒr die individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an einen zugelassenen Berater.

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