
Wenn der Zensor im Schafspelz die Pressefreiheit schlachten will

Es gibt Momente, in denen sich der politische Wahnsinn in Deutschland so unverhohlen offenbart, dass man sich die Augen reiben möchte. Der ehemalige ZDF-Chefredakteur Peter Frey hat einen solchen Moment geschaffen. In einem Kommentar beim Deutschlandfunk fordert er allen Ernstes die EinschrĂ€nkung der Pressefreiheit â ausgerechnet mit dem Argument, so etwas wie in der Nazi-Zeit verhindern zu wollen. Die Ironie könnte kaum gröĂer sein.
Die verdrehte Logik eines Staatsfunk-Veteranen
Frey springt dem schleswig-holsteinischen MinisterprĂ€sidenten Daniel GĂŒnther bei, der kĂŒrzlich bei Markus Lanz offen infrage stellte, ob kritische Medien wie Nius ĂŒberhaupt von der Pressefreiheit gedeckt seien. Der CDU-Politiker hatte auf Nachfrage des Moderators, ob er Zensur und Verbote fordere, zunĂ€chst mit einem klaren âJa" geantwortet. Erst nach erneuter Nachfrage ruderte er zurĂŒck und schwenkte auf das Thema Social-Media-Verbot fĂŒr Jugendliche um.
Doch Frey geht noch weiter. Mit der Warnung âFreiheit ohne Grenzen, Freiheit ohne Verantwortung machen den Weg frei fĂŒr Ausgrenzung und Hetze. So war es in der Nazi-Zeit" rechtfertigt er GĂŒnthers Angriff auf die Pressefreiheit. Man muss sich diese Argumentation auf der Zunge zergehen lassen: Ein ehemaliger Chefredakteur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fordert die Beschneidung der Meinungsfreiheit â und begrĂŒndet dies mit dem Nationalsozialismus.
Geschichtsklitterung der ĂŒbelsten Sorte
Was Frey dabei geflissentlich verschweigt: Die Nazis haben die Pressefreiheit nicht etwa ausgeweitet, sondern brutal unterdrĂŒckt. Das Reichsschriftleitergesetz von 1933 machte Journalisten zu Staatsbeamten, die Gleichschaltung der Medien war eines der ersten Projekte des NS-Regimes. Kritische Stimmen wurden mundtot gemacht, oppositionelle Zeitungen verboten, ihre Redakteure in Konzentrationslager verschleppt.
Wenn Frey also vor âHetze" warnen will, dann sollte er vielleicht einen Blick in den Paragraphen 2 des HeimtĂŒckegesetzes von 1934 werfen. Dort hieĂ es: âWer öffentlich gehĂ€ssige, hetzerische oder von niedriger Gesinnung zeugende ĂuĂerungen ĂŒber leitende Persönlichkeiten des Staates oder der NSDAP macht", wird mit GefĂ€ngnis bestraft. Die sprachlichen Parallelen zur heutigen Debatte sind erschreckend.
Der wahre Grund hinter der Forderung
Was treibt einen Mann wie Frey zu solchen Aussagen? Die Antwort liegt auf der Hand: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verliert seine Deutungshoheit. Alternative Medien gewinnen an Reichweite, wĂ€hrend die Einschaltquoten der Staatsmedien sinken. Wenn Frey beklagt, dass Sahra Wagenknecht zur âQuotenbringerin" geworden sei und Auftritte von AfD-Politikern âimmer normaler" wĂŒrden, dann offenbart er sein wahres Anliegen: Es geht nicht um QualitĂ€t, sondern um Kontrolle.
âHinter der Kritik an den ĂuĂerungen des CDU-Politikers sieht der ehemalige ZDF-Chefredakteur das Ziel, einen frei denkenden Konservativen und die, die ihm zustimmen, einzuschĂŒchtern."
Diese Aussage ist an AbsurditĂ€t kaum zu ĂŒberbieten. Daniel GĂŒnther als âfrei denkenden Konservativen" zu bezeichnen, zeugt entweder von völliger RealitĂ€tsferne oder von bewusster TĂ€uschung. Ein Politiker, der die Pressefreiheit einschrĂ€nken möchte, ist kein Konservativer â er ist ein Feind der freiheitlichen Grundordnung.
Die Maske fÀllt
Was wir hier erleben, ist nichts weniger als der Versuch, kritische Berichterstattung zu kriminalisieren. Wenn GĂŒnther behauptet, Nius-Artikel seien âvollkommen faktenfrei", ohne auch nur einen einzigen Beleg dafĂŒr zu liefern, dann betreibt er genau das, was er anderen vorwirft: Desinformation. Und wenn Frey diese haltlosen Anschuldigungen mit Nazi-Vergleichen untermauert, dann zeigt sich, wie verzweifelt das Establishment um seine schwindende Macht kĂ€mpft.
Die deutsche Bevölkerung sollte sich dieser Entwicklung bewusst sein. Wenn ehemalige Staatsmedien-FunktionĂ€re und CDU-MinisterprĂ€sidenten gemeinsam an der Demontage der Pressefreiheit arbeiten, dann ist es höchste Zeit, wachsam zu werden. Denn eines lehrt die Geschichte tatsĂ€chlich: Zensur war noch nie ein Mittel gegen Tyrannei â sie war stets ihr Werkzeug.










