
US-Kongress vor historischer Abstimmung: Wird das lukrative AktiengeschÀft der Abgeordneten endlich verboten?
Der texanische Republikaner Chip Roy und seine parteiĂŒbergreifende Allianz könnten dem jahrzehntelangen Skandal des Insiderhandels im US-Kongress ein Ende bereiten. Mit dem "Restore Trust in Congress Act" steht eine Gesetzesinitiative in den Startlöchern, die Kongressmitgliedern und ihren Familien den Aktienhandel komplett verbieten wĂŒrde. Ein lĂ€ngst ĂŒberfĂ€lliger Schritt, der zeigt, wie tief die Korruption in Washington wirklich reicht.
Der Millionen-Skandal hat einen Namen: Nancy Pelosi
Wenn es ein Gesicht fĂŒr die schamlose Selbstbereicherung im Kongress gibt, dann trĂ€gt es den Namen Nancy Pelosi. Die ehemalige Sprecherin des ReprĂ€sentantenhauses verwandelte ihr bescheidenes Vermögen von 160.000 Dollar im Jahr 1987 in ein sattes Portfolio von ĂŒber 140 Millionen Dollar im Jahr 2024. Ein KunststĂŒck, das selbst Warren Buffett neidisch machen wĂŒrde â wenn es denn mit rechten Dingen zugegangen wĂ€re.
Senator Josh Hawley zeigte mit seinem bissigen "PELOSI Act" â ausgeschrieben "Preventing Elected Leaders from Owning Securities and Investments" â genau auf diese MissstĂ€nde. Der Name ist kein Zufall, sondern eine gezielte Provokation gegen die Demokratin, die zum Symbol fĂŒr die Gier der politischen Elite geworden ist.
Insiderhandel als GeschÀftsmodell
Die Beispiele fĂŒr offensichtlichen Insiderhandel im Kongress lesen sich wie eine Anklage gegen das System. Spencer Bachus wettete 2008 auf fallende Kurse, nachdem er in einer geheimen Sitzung mit Fed-Chef und Finanzminister ĂŒber die drohende Finanzkrise informiert wurde. Senatorin Dianne Feinstein erhielt Ende Januar 2020 vertrauliche Informationen ĂŒber das Corona-Virus und tĂ€tigte prompt im Februar lukrative AktiengeschĂ€fte â kurz bevor die MĂ€rkte abstĂŒrzten.
"Wenn Sie im Kongress sind, dienen Sie dem öffentlichen Interesse â nicht Ihrem Portfolio"
Diese Worte des Republikaners Brian Fitzpatrick bringen es auf den Punkt. Doch die RealitĂ€t sieht anders aus: Eine Untersuchung der New York Times ergab, dass zwischen 2019 und 2021 sage und schreibe 18 Prozent der Bundesgesetzgeber mit Aktien in Branchen handelten, die in den ZustĂ€ndigkeitsbereich ihrer eigenen AusschĂŒsse fielen.
Die Gesetzesinitiative im Detail
Der von Roy, dem Demokraten Seth Magaziner und der Progressiven Pramila Jayapal eingebrachte "Restore Trust in Congress Act" (HR 5106) wĂŒrde mit diesen Praktiken radikal aufrĂ€umen. Das Gesetz verbietet Kongressmitgliedern, ihren Ehepartnern, abhĂ€ngigen Kindern und TreuhĂ€ndern den Besitz, Kauf oder Verkauf von Einzelaktien, Wertpapieren, Rohstoffen, Futures und vergleichbaren Vermögenswerten.
Aktuelle Kongressmitglieder hĂ€tten 180 Tage Zeit, ihre Positionen aufzulösen, neue Mitglieder mĂŒssten innerhalb von 90 Tagen nach ihrer Vereidigung aussteigen. Erlaubt blieben lediglich diversifizierte Investmentfonds, Staatsanleihen, Kommunalanleihen und kleine Unternehmensbeteiligungen. Um die Steuerlast zu mildern, könnten Kapitalgewinne durch Reinvestition in vergleichbare Anlagen wie Investmentfonds aufgeschoben werden.
Der Widerstand formiert sich
Mit bereits 82 UnterstĂŒtzern â darunter 64 Demokraten und 18 Republikaner â gewinnt die Initiative an Fahrt. Doch der Widerstand ist erheblich. Viele Republikaner strĂ€uben sich gegen die umfassenden BeschrĂ€nkungen, und es deutet sich bereits an, dass Kompromisse zu einer verwĂ€sserten Version fĂŒhren könnten.
Sprecher Mike Johnson steht unter zunehmendem Druck, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen. Roy gibt sich kĂ€mpferisch: "Wir werden eine Abstimmung ĂŒber den Aktienhandel bekommen. Wenn wir zurĂŒckkommen, mĂŒssen wir eine Konferenzdiskussion darĂŒber fĂŒhren, oder wir werden voranschreiten."
Ein Blick auf die deutsche Politik
WĂ€hrend in den USA immerhin ĂŒber solche MaĂnahmen diskutiert wird, herrscht in Deutschland weitgehend Schweigen zu diesem Thema. Auch hierzulande haben Politiker Zugang zu sensiblen Informationen, die MĂ€rkte bewegen können. Die GroĂe Koalition unter Friedrich Merz scheint jedoch andere PrioritĂ€ten zu haben â etwa die Verankerung der KlimaneutralitĂ€t im Grundgesetz und ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das trotz gegenteiliger Versprechen neue Schulden bedeutet.
Es wĂ€re an der Zeit, dass auch der deutsche Bundestag sich mit strengeren Regeln fĂŒr den Aktienhandel seiner Mitglieder befasst. Transparenz und IntegritĂ€t sollten keine amerikanischen Exportartikel sein, sondern universelle Prinzipien demokratischer RegierungsfĂŒhrung.
Gold als Alternative zur Aktienspekulation
Interessanterweise zeigt die Debatte um den Aktienhandel im Kongress auch die VorzĂŒge von physischen Edelmetallen als Anlageform auf. WĂ€hrend Aktien anfĂ€llig fĂŒr Insiderhandel und Manipulation sind, bieten Gold und Silber eine transparente, manipulationssichere Alternative. Kein Wunder, dass immer mehr Anleger auf diese bewĂ€hrten Wertaufbewahrungsmittel setzen â sie mĂŒssen sich keine Sorgen machen, dass Politiker mit Insiderwissen ihre MĂ€rkte verzerren.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss seine Investitionsentscheidungen selbst treffen und trĂ€gt die volle Verantwortung fĂŒr seine Anlageentscheidungen. Wir empfehlen, sich umfassend zu informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen.










