Kettner Edelmetalle
28.11.2025
22:21 Uhr

Trump rÀumt mit Bidens Erbe auf: 92 Prozent der Dekrete sollen fallen

Die politische SĂ€uberungswelle in Washington nimmt Fahrt auf. US-PrĂ€sident Donald Trump hat angekĂŒndigt, nahezu alle Dekrete seines VorgĂ€ngers Joe Biden fĂŒr ungĂŒltig zu erklĂ€ren. Der Grund: Angeblich seien 92 Prozent dieser Anordnungen nicht von Biden persönlich, sondern mittels einer mechanischen Signaturhilfe unterzeichnet worden.

Der Autopen-Skandal erschĂŒttert Washington

Im Zentrum der Kontroverse steht ein unscheinbares GerĂ€t namens Autopen – eine mechanische Vorrichtung, die Unterschriften reproduzieren kann. Was jahrzehntelang als praktisches Hilfsmittel im prĂ€sidialen Alltag galt, wird nun zum politischen Sprengstoff. Trump behauptet auf seiner Plattform Truth Social, die Verwendung des Autopens ohne ausdrĂŒckliche Genehmigung des PrĂ€sidenten sei illegal gewesen.

Die Symbolkraft seiner Anschuldigungen unterstrich Trump bereits frĂŒher auf bemerkenswerte Weise: In der PortrĂ€tgalerie des Weißen Hauses ließ er statt eines Fotos von Joe Biden kurzerhand ein Bild des umstrittenen Autopens aufhĂ€ngen. Eine Geste, die mehr als tausend Worte sagt.

Rechtliche Grundlagen und politische Implikationen

Die juristische Tragweite von Trumps AnkĂŒndigung ist erheblich. Sollten tatsĂ€chlich Dekrete ohne direkte prĂ€sidiale Autorisierung unterzeichnet worden sein, könnte dies weitreichende verfassungsrechtliche Fragen aufwerfen. Trump argumentiert, dass Personen, die den Autopen ohne Bidens explizite Zustimmung bedient hĂ€tten, illegal gehandelt haben.

"Ich widerrufe hiermit Dekrete und alle anderen Anordnungen, die nicht direkt von Biden selbst unterzeichnet wurden", verkĂŒndete Trump in seiner charakteristisch direkten Art.

Welche konkreten Dekrete betroffen sein werden, ließ der PrĂ€sident allerdings offen. Diese Ungewissheit sorgt in Washington fĂŒr erhebliche NervositĂ€t, da viele politische Weichenstellungen der Biden-Ära auf dem Spiel stehen könnten.

Bidens Gegenwehr und die Frage der GlaubwĂŒrdigkeit

Der ehemalige PrĂ€sident Biden hatte die VorwĂŒrfe bereits frĂŒh als "lĂ€cherlich und falsch" zurĂŒckgewiesen. In einer Stellungnahme betonte er, wĂ€hrend seiner PrĂ€sidentschaft alle Entscheidungen selbst getroffen zu haben – von Begnadigungen ĂŒber Dekrete bis hin zu Gesetzen und Bekanntmachungen.

Doch die Zweifel aus dem republikanischen Lager an Bidens geistiger Fitness wĂ€hrend seiner letzten Amtsmonate lassen sich nicht so einfach zerstreuen. Mit seinen 82 Jahren war Biden bei Amtsende der Ă€lteste US-PrĂ€sident der Geschichte. Die Frage, ob er tatsĂ€chlich noch alle Entscheidungen selbst traf oder ob sein Stab zunehmend die Kontrolle ĂŒbernahm, wird wohl noch lange die GemĂŒter erhitzen.

PrÀzedenzfall mit unabsehbaren Folgen

Die Verwendung des Autopens ist in der amerikanischen PrĂ€sidialgeschichte keineswegs ungewöhnlich. Bereits unter frĂŒheren PrĂ€sidenten kam das GerĂ€t zum Einsatz, um die Flut an zu unterzeichnenden Dokumenten zu bewĂ€ltigen. Was Trumps Vorgehen so brisant macht, ist die pauschale Infragestellung der LegitimitĂ€t fast aller Biden-Dekrete.

Sollte Trump mit seiner Aufhebungsaktion durchkommen, könnte dies einen gefĂ€hrlichen PrĂ€zedenzfall schaffen. ZukĂŒnftige PrĂ€sidenten könnten versucht sein, die Arbeit ihrer VorgĂ€nger mit Ă€hnlichen BegrĂŒndungen zunichte zu machen. Die KontinuitĂ€t der amerikanischen Politik, ohnehin schon durch den zunehmenden Parteienkampf gefĂ€hrdet, wĂŒrde weiter untergraben.

Was bedeutet das fĂŒr die politische Landschaft?

Die AnkĂŒndigung Trumps ist mehr als nur eine administrative Maßnahme – sie ist ein politisches Statement. Es geht um die grundsĂ€tzliche Frage, wer in den letzten Monaten der Biden-PrĂ€sidentschaft tatsĂ€chlich das Sagen hatte. War es der gewĂ€hlte PrĂ€sident oder ein Zirkel nicht gewĂ€hlter Berater?

FĂŒr die Demokraten ist die Situation besonders heikel. MĂŒssen sie doch gleichzeitig Bidens VermĂ€chtnis verteidigen und sich von möglichen UnregelmĂ€ĂŸigkeiten distanzieren. Die Republikaner hingegen sehen sich in ihren VerdĂ€chtigungen bestĂ€tigt und werden die Autopen-AffĂ€re als Beweis fĂŒr die DysfunktionalitĂ€t der Biden-Administration anfĂŒhren.

Die kommenden Wochen werden zeigen, welche konkreten Auswirkungen Trumps AnkĂŒndigung haben wird. Fest steht: Die amerikanische Politik hat eine weitere Eskalationsstufe erreicht, und die GrĂ€ben zwischen den politischen Lagern werden tiefer statt flacher.

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