
PrĂŒgelnde Genossen: Wie kommunistische Kaderzellen Journalisten in Erfurt jagten
Es sind Bilder, die man in einem Rechtsstaat fĂŒr undenkbar hielt: Reporter, die ihrer Arbeit nachgehen, werden von einem aufgehetzten Mob niedergeschlagen. Geschehen ist dies in Erfurt, am Rande der Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag. Nun verdichten sich die Hinweise, wer hinter dieser Gewalt steckt â und die Spur fĂŒhrt tief in die Schaltzentralen des militanten Linksextremismus.
Ermittler tippen auf kommunistische Kaderschmieden
Wie die âWeltâ unter Berufung auf polizeiinterne LageeinschĂ€tzungen berichtet, ordnen die Sicherheitsbehörden die brutalen Angriffe auf Journalisten von Apollo News und der Jungen Freiheit dem linksextremistischen BĂŒndnis âZeit zu handelnâ zu. Die Ermittler gehen davon aus, dass Personen aus dem Umfeld kommunistischer Jugend- und Kadergruppen fĂŒr die Attacken verantwortlich gewesen sein könnten. Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: Im Jahr 2026, mitten in Deutschland, prĂŒgeln selbsternannte Weltverbesserer im Namen der âAntifaschistenâ auf Pressevertreter ein.
Ein Manifest der Gewaltbereitschaft
Bereits Ende Juni 2024 hatten linksextremistische Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet eine gemeinsame ErklĂ€rung unter dem Titel âZeit zu handelnâ veröffentlicht. Darin beschworen die Verfasser die âehrliche Zusammenarbeit allerâ, die bereit seien, mit den âpraktischen Konsequenzenâ ihres Kampfes zu leben. Was hinter dieser euphemistischen Wortwahl steckt, lieĂen sie kaum verklausuliert durchblicken.
âMit Faschist:innen wird nicht diskutiert, Faschist:innen werden bekĂ€mpft. Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln, die dafĂŒr notwendig sind.â
Wer diese Zeilen liest und darin nicht die unverhohlene Aufforderung zur Gewalt erkennt, der will es schlicht nicht sehen. Der baden-wĂŒrttembergische Verfassungsschutz jedenfalls beobachtet das noch junge BĂŒndnis bereits mit Argwohn â ein Umstand, der BĂ€nde spricht ĂŒber die RadikalitĂ€t dieser Truppe.
âDorthin, wo tatsĂ€chlich gekĂ€mpft wirdâ
Besonders entlarvend ist die Selbstbeschreibung der Aktivisten. Man wolle dort prĂ€sent sein, âwo tatsĂ€chlich gekĂ€mpft wirdâ, hieĂ es vor dem Erfurter Parteitag. Der Bezug auf die vorangegangenen Mobilisierungen in Essen, Riesa und GieĂen zeigt: Diese Gewalt ist kein bedauerlicher Einzelfall, sondern folgt einem Muster, einer Strategie. Und noch beunruhigender: Selbst der zivile Ungehorsam ist diesen Fanatikern zu zahm geworden. âViele merken, dass ziviler Ungehorsam (âŠ) allein nicht das geeignete Protest-Format istâ, so das BĂŒndnis. Ăbersetzt heiĂt das: Man sucht die offene Konfrontation â auch mit der Polizei und dem Staat selbst.
Wenn der Rechtsstaat wegschaut
Der wahre Skandal aber liegt nicht allein in der BrutalitĂ€t dieser Kaderzellen. Er liegt im ohrenbetĂ€ubenden Schweigen jener, die sonst bei jeder Gelegenheit die âPressefreiheitâ und die âwehrhafte Demokratieâ beschwören. Wo bleibt der Aufschrei der Regierenden, wenn kritische Journalisten von linksextremen SchlĂ€gertrupps zusammengetreten werden? Wo die Betroffenheitsrhetorik, die sonst so reflexartig abgespult wird? Es entsteht der bittere Eindruck, dass hier mit zweierlei MaĂ gemessen wird â je nachdem, aus welcher politischen Richtung die Gewalt kommt.
Ein GroĂteil der BĂŒrger dieses Landes hat lĂ€ngst erkannt, dass die politische Verharmlosung linker Gewalt System hat. Solange militante Kadergruppen darauf vertrauen können, dass ihr Treiben folgenlos bleibt, wird sich an dieser Eskalationsspirale nichts Ă€ndern. Deutschland braucht endlich eine Politik, die den Rechtsstaat konsequent gegen jeden Extremismus verteidigt â und nicht nur dann, wenn es ins ideologische Weltbild passt. Pressefreiheit ist kein Gnadenrecht, das nur den genehmen Medien gewĂ€hrt wird. Sie gilt fĂŒr alle â oder fĂŒr niemanden.










