
Norwegische Regierung vor dem Aus: EU-Strommarkt-Integration spaltet das Land
In Norwegen spitzt sich die politische Krise dramatisch zu. Die sozialdemokratische Minderheitsregierung unter MinisterprĂ€sident Jonas Gahr StĂžre steht vor dem Zerfall - ein weiteres Beispiel dafĂŒr, wie die ĂŒberhastete Energiewende und die blinde EU-Hörigkeit auch in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern fĂŒr massive Verwerfungen sorgt.
Ideologischer Kampf um Norwegens EnergiesouverÀnitÀt
Der Konflikt zwischen dem EU-freundlichen MinisterprÀsidenten StÞre und seinem traditionsbewussten Koalitionspartner Trygve Slagsvold Vedum von der Zentrumspartei hat sich zu einer regelrechten Staatskrise ausgeweitet. WÀhrend StÞre das Land noch tiefer in die AbhÀngigkeit der dysfunktionalen EU-Energiepolitik treiben möchte, stemmt sich Vedum vehement gegen den Ausverkauf norwegischer Interessen.
Deutsche Energiewende als warnendes Beispiel
Die katastrophalen Auswirkungen der verfehlten deutschen Energiepolitik dienen den Norwegern als mahnendes Beispiel. Als Deutschland im Dezember von einer massiven Dunkelflaute getroffen wurde, schossen die Strompreise auch in Norwegen in astronomische Höhen. In der sĂŒdlichen Preiszone mussten Verbraucher plötzlich bis zu 348 Euro pro Megawattstunde zahlen - das Zwanzigfache des normalen Preises.
Widerstand gegen BrĂŒsseler Bevormundung wĂ€chst
Die Zentrumspartei unter Vedum hat den Ernst der Lage erkannt: "Wir halten es fĂŒr grundfalsch, der EU noch mehr Macht zu ĂŒbertragen. Stattdessen mĂŒssen wir unsere nationale SouverĂ€nitĂ€t in der Energiepolitik zurĂŒckgewinnen", erklĂ€rte der Parteichef unmissverstĂ€ndlich. Eine Position, die bei vielen Norwegern auf Zustimmung stöĂt.
Dramatischer Vertrauensverlust in die Regierung
Die Quittung fĂŒr die verfehlte Politik kommt von den WĂ€hlern: Aktuelle Umfragen sehen die Regierungsparteien im freien Fall. Die Sozialdemokraten wĂŒrden von ehemals 26,3 auf nur noch 17,2 Prozent abstĂŒrzen. Die Zentrumspartei mĂŒsste sich mit mageren 5,3 Prozent zufriedengeben - ein Verlust von ĂŒber 8 Prozentpunkten.
"Eine absolut beschissene Situation" - mit diesen drastischen Worten kommentierte selbst Energieminister Terje Aasland die Auswirkungen der EU-Integration auf den norwegischen Strommarkt.
Die politische Zukunft Norwegens steht an einem Scheideweg. Die Parlamentswahlen im September könnten zu einem Referendum ĂŒber die weitere EU-Integration werden. Dabei geht es um nicht weniger als die Frage, ob Norwegen seine energiepolitische SouverĂ€nitĂ€t bewahrt oder sich dem Diktat aus BrĂŒssel unterwirft.










