
Nordkoreas neue Waffensysteme: Streubomben-Raketen und elektronische Kriegsführung als Bedrohung für die freie Welt
Während sich Europa in endlosen Debatten über Gendersprache und Klimaneutralität verliert, rüstet einer der gefährlichsten Staaten der Erde in atemberaubendem Tempo auf. Nordkorea hat diese Woche eine ganze Serie modernster Waffensysteme getestet – darunter einen ballistischen Raketensprengkopf mit Streumunition, ein elektromagnetisches Waffensystem und sogenannte Kohlefaser-Bomben. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete am Donnerstag über die Tests, die das Regime in Pjöngjang als Demonstration seiner Fähigkeit zur modernen Kriegsführung inszenierte.
Streubomben auf ballistischen Raketen: Eine neue Dimension der Zerstörung
Besonders beunruhigend ist der erfolgreiche Test der taktischen Boden-Boden-Rakete Hwasongpho-11 Ka, die mit einem Streubomben-Sprengkopf bestückt wurde. Laut KCNA sei das System in der Lage, jedes Ziel auf einer Fläche von bis zu sieben Hektar „in Asche zu verwandeln". Sieben Hektar – das entspricht etwa zehn Fußballfeldern. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein einziger Raketeneinschlag könnte ein ganzes Stadtviertel dem Erdboden gleichmachen.
Daneben testete die nordkoreanische Akademie für Verteidigungswissenschaft und die Raketenverwaltung auch ein mobiles Kurzstrecken-Flugabwehrraketensystem. General Kim Jong Sik, der die Tests beaufsichtigte, bezeichnete das elektromagnetische Waffensystem und die Kohlefaser-Bomben als „besondere Vermögenswerte" des nordkoreanischen Militärs. Eine Formulierung, die in ihrer nüchternen Brutalität kaum zu überbieten ist.
Elektronische Kriegsführung: Südkoreas Hightech-Verteidigung in Gefahr
Was Experten besonders alarmiert, ist die Entwicklung elektromagnetischer Waffen durch das Kim-Regime. Lim Eul-chul, Professor an der Kyungnam-Universität in Südkorea, warnte eindringlich: Ein solches System könnte die Fähigkeit besitzen, elektronische Schaltkreise in feindlichen Waffensystemen lahmzulegen. Konkret bedeute dies, dass Südkoreas hochmoderne F-35A-Tarnkappenjäger oder mit dem Aegis-System ausgerüstete Zerstörer – das Rückgrat der südkoreanischen Verteidigung – potenziell außer Gefecht gesetzt werden könnten.
Die Kohlefaser-Bomben wiederum, die bislang nur von Militärmächten wie den USA und China entwickelt wurden, können kritische Infrastruktur wie Kraftwerke zerstören, indem sie leitfähige Kohlefaserstränge über ein Ziel verstreuen. Nordkorea kopiert also die Technologien der Großmächte – und richtet sie gezielt gegen seinen südlichen Nachbarn.
Lehren aus der Ukraine und dem Nahen Osten
Shin Jong-woo, Generalsekretär des Korea Defense and Security Forum, machte eine bemerkenswerte Beobachtung: Pjöngjang lerne offensichtlich aus den aktuellen Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten. Zum ersten Mal erkläre Nordkorea auch offen, dass es Waffen entwickle, die speziell auf die Zerstörung der industriellen Infrastruktur Südkoreas abzielten. „Nordkorea scheint diese Waffen mit genau diesem Modell asymmetrischer Kriegsführung im Sinn zu entwickeln", so Shin. Die Fähigkeit zur Massenproduktion von Waffen und der Einsatz elektronischer Kriegsführung zur Störung von Stromnetzen und Industrieanlagen stünden dabei im Zentrum der Strategie.
Dass Nordkorea zudem betonte, bei einem Schießtest „kostengünstige Rohstoffe" verwendet zu haben, deutet laut dem Experten Yang Moo-jin von der Universität für Nordkoreanische Studien auf das Ziel einer Massenproduktion dieser Waffensysteme hin. Billig, tödlich, in großen Stückzahlen – das ist die Formel, die Pjöngjang verfolgt.
Diplomatisches Schattenspiel: China und Trump im Hintergrund
Die Waffentests fallen in eine Phase erhöhter diplomatischer Aktivität. Der chinesische Außenminister Wang Yi sollte am Donnerstag zu einem zweitägigen Besuch in Nordkorea eintreffen. Gleichzeitig kursieren Spekulationen, US-Präsident Donald Trump könnte bei seinem für Mitte Mai geplanten China-Besuch ein Gipfeltreffen mit Kim Jong Un am Rande der Reise anstreben.
Man darf sich fragen, ob solche diplomatischen Avancen angesichts der demonstrativen Aufrüstung Nordkoreas nicht eher naiv als strategisch klug sind. Pjöngjang hat Südkorea erst kürzlich erneut als „feindlichen Gegner" charakterisiert und damit jüngste Hoffnungen auf eine Entspannung auf der koreanischen Halbinsel zunichtegemacht. Die Tests verstoßen zudem gegen Sanktionen der Vereinten Nationen – doch wen kümmert das in Pjöngjang?
Europas gefährliche Selbstvergessenheit
Song Seong-jong, Professor an der Daejeon-Universität und ehemaliger Beamter im südkoreanischen Verteidigungsministerium, brachte es auf den Punkt: Die Enthüllung dieser Waffensysteme werde Südkoreas Verteidigungsstrategie gegen nordkoreanische Bedrohungen erheblich verkomplizieren. Was für Südkorea gilt, sollte auch Europa zu denken geben. Denn während die Welt aufrüstet – von Nordkorea über China bis Russland –, diskutiert Deutschland über ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das zu einem erheblichen Teil nicht in die Verteidigung, sondern in ideologisch motivierte Infrastrukturprojekte fließen dürfte.
Die Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel sind ein weiterer Weckruf. Die Bedrohungslage weltweit verschärft sich dramatisch, und Staaten wie Nordkorea investieren jeden verfügbaren Rubel – oder in diesem Fall Won – in militärische Schlagkraft. In Zeiten solcher geopolitischer Unsicherheit erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Wertanlage unverzichtbar sind. Wer sein Vermögen in Zeiten wachsender globaler Instabilität schützen will, kommt an einer soliden Beimischung von Edelmetallen in seinem Portfolio kaum vorbei. Sie sind seit Jahrtausenden der ultimative Schutzschild gegen geopolitisches Chaos – und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.










