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17.09.2026
07:31 Uhr
KI-generiert

Merkel packt aus: So machte Gates' Milliarden-Stiftung Politik

Merkel packt aus: So machte Gates' Milliarden-Stiftung Politik
Symbolbild: KI-generiert

Angela Merkel hat erstaunlich offen ĂŒber die Macht eines einzelnen MilliardĂ€rs gesprochen. In einer Sonderfolge eines Handelsblatt-Podcasts, aufgezeichnet am 9. September 2026 auf der Digitalkonferenz Digital X in Köln, schilderte die Altkanzlerin, wie Bill Gates ĂŒber seine Stiftung Einfluss auf Regierungen rund um den Globus gewann. Ihr Befund: Geld verschaffte ihm politische Durchsetzungskraft.

„Mindestens so freundlich empfangen wie ich"

Merkel machte deutlich, dass sie die Frage nach der Macht privater Vermögen nicht erst durch den aktuellen Hype um KĂŒnstliche Intelligenz umtreibe. Der Anstoß sei viel frĂŒher gekommen – durch Gates und dessen Stiftungsarbeit.

Die Stiftung habe ĂŒber erhebliche Mittel verfĂŒgt, und das habe sich unmittelbar auf den Empfang ihres GrĂŒnders ausgewirkt. „Er wurde plötzlich mindestens so freundlich von irgendeinem Regierungschef auf der Welt empfangen wie ich", sagte Merkel.

Dann wurde die sonst so wortkarge Ex-Kanzlerin konkret:

„Und er hat dann auch sozusagen die Kraft gehabt, qua Geld moralischen Druck auszuĂŒben."

„Die Merkel, die war dieses Jahr geizig"

Wie dieser Druck praktisch funktionierte, beschrieb Merkel mit einer Szene, die man sich merken sollte. Wenn ihm der deutsche Beitrag zu gering erschien, habe Gates das anderen Staats- und Regierungschefs mitgeteilt: „Und dann hat er jedem afrikanischen Regierungschef gesagt: Die Merkel, die war dieses Jahr geizig." Ihr trockenes Fazit: „Und damit hatte er eine große Macht erlangt."

Man muss sich die Konstellation vor Augen halten: Ein Privatmann, von keinem WĂ€hler legitimiert, keinem Parlament Rechenschaft schuldig, setzt eine Bundeskanzlerin auf internationaler BĂŒhne unter Rechtfertigungsdruck – ĂŒber die Höhe von Steuergeldern, die aus Deutschland in seine Themen fließen sollen.

Impfen ja, Bildung nein – weil messbarer

Auch die inhaltliche Schlagseite der Stiftungsarbeit sprach Merkel an. „Die Bill-Gates-Stiftung hat sich dann sehr – oder damals noch Melinda-und-Bill-Gates-Stiftung – sehr fokussiert auf bestimmte Sachen, zum Beispiel Impfung", sagte sie. Sie habe gefragt, ob nicht auch Bildung stĂ€rker in den Blick geraten könne. Gates habe ihr entgegengehalten, dort seien die Ergebnisse deutlich schwerer messbar.

Medienberichten zufolge zĂ€hlt die Stiftung seit Jahren zu den grĂ¶ĂŸten privaten Geldgebern der Weltgesundheitsorganisation und der Impfallianz Gavi. Wer die Kasse fĂŒllt, bestimmt die Agenda – diese banale Regel gilt offenbar auch in der Gesundheitspolitik.

SpÀte Ehrlichkeit, offene Fragen

Aus Sicht unserer Redaktion ist bemerkenswert, wann diese Offenheit kommt: Jahre nach der Corona-Zeit, in der Grundrechte im Eiltempo eingeschrÀnkt wurden und Kritiker der damaligen Impfkampagne als Spinner abgetan wurden. Wer damals nach dem Einfluss privater Geldgeber fragte, galt schnell als verdÀchtig.

Beobachter dĂŒrften nun umso dringlicher wissen wollen, auf welcher Entscheidungsgrundlage die Maßnahmen tatsĂ€chlich beschlossen wurden – zumal Berichte ĂŒber fehlende Protokolle die Aufarbeitung erschweren. Merkel selbst warnte im Podcast vor der Macht der großen Tech-Konzerne und vor Algorithmen, die den gemeinsamen Faktenraum der Demokratie zersetzen.

Ein berechtigter Hinweis. Er wĂ€re glaubwĂŒrdiger, wenn er nicht mit 16 Jahren VerspĂ€tung kĂ€me.

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