Kettner Edelmetalle
25.01.2026
21:31 Uhr

Goldpreis durchbricht alle Erwartungen: Die 5.000-Dollar-Marke rückt in greifbare Nähe

Goldpreis durchbricht alle Erwartungen: Die 5.000-Dollar-Marke rückt in greifbare Nähe

Was vor wenigen Jahren noch als utopische Fantasie belächelt wurde, ist nun zum Greifen nah: Der Goldpreis steht unmittelbar vor dem historischen Durchbruch der 5.000-Dollar-Schwelle. Mit einem Schlusskurs von 4.987 US-Dollar pro Unze am vergangenen Freitag fehlen dem Edelmetall nur noch wenige Dollar bis zu diesem psychologisch bedeutsamen Meilenstein. Wer hätte das gedacht – in einer Zeit, in der uns die Verfechter von Kryptowährungen und Tech-Aktien weismachen wollten, das „barbarische Relikt" Gold habe ausgedient?

Eine Rally, die ihresgleichen sucht

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Innerhalb einer einzigen Woche verteuerte sich Gold um beachtliche 7,8 Prozent. In Euro gerechnet entspricht der aktuelle Kurs stolzen 4.216 Euro pro Unze – ein Plus von 6,1 Prozent. Seit Jahresbeginn hat das gelbe Metall bereits um 16 Prozent zugelegt. Während deutsche Sparer auf ihren Tagesgeldkonten mit mickrigen Zinsen abgespeist werden, die nicht einmal die galoppierende Inflation ausgleichen, erweist sich Gold einmal mehr als verlässlicher Wertspeicher.

Besonders bemerkenswert: Auch Silber hat einen historischen Meilenstein erreicht und erstmals die Marke von 100 US-Dollar pro Unze überschritten. Die Edelmetalle befinden sich in einem regelrechten Höhenflug, der die Kritiker verstummen lässt.

CoT-Daten bestätigen die Marktstärke

Die aktuellen Commitment-of-Traders-Daten vom US-Terminmarkt untermauern die fundamentale Stärke des Goldmarktes. Die kommerziellen Händler – oft als „Smart Money" bezeichnet – haben ihre Netto-Short-Positionen um 2,5 Prozent auf 289.689 Kontrakte reduziert. Besonders aufschlussreich: Die eigentlichen Goldverwender, also Produzenten und Verarbeiter, bauten ihre Verkaufspositionen um satte 17 Prozent ab. Diese Marktteilnehmer, die das Geschäft wie kaum jemand sonst verstehen, rechnen offensichtlich mit einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.

Der Open Interest – die Summe aller offenen Kontrakte – stieg im Wochenvergleich um beeindruckende 5,5 Prozent auf 547.749 Kontrakte. Dies signalisiert eine deutliche Zunahme der Handelsaktivität an der COMEX und unterstreicht das wachsende Interesse institutioneller Anleger am Goldmarkt.

Physische Nachfrage bleibt robust

Die Anträge auf physische Auslieferung für den Januar-Kontrakt summieren sich mittlerweile auf 11.667 – das entspricht rund 36 Tonnen Gold. Innerhalb einer Woche kamen 2.939 neue Anträge hinzu, gleichbedeutend mit weiteren 9,1 Tonnen des begehrten Edelmetalls. Die COMEX-Bestände blieben mit 36,14 Millionen Unzen nahezu stabil, wobei die physische Deckung im Futures-Handel bei immer noch soliden 66 Prozent liegt.

Geopolitische Verwerfungen als Preistreiber

Die Entspannung um die Grönland-Ambitionen der USA in Davos mag kurzfristig für etwas Beruhigung gesorgt haben, doch die grundlegenden geopolitischen Spannungen bleiben bestehen. Die aggressive Zollpolitik der Trump-Administration, die mit 20 Prozent auf EU-Importe und 34 Prozent auf chinesische Waren die Weltwirtschaft erschüttert, treibt Anleger scharenweise in sichere Häfen. Gold profitiert von dieser Flucht in die Sicherheit wie kaum ein anderes Asset.

Während die neue Bundesregierung unter Kanzler Merz mit einem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen die Inflation weiter anheizt und künftige Generationen mit Schulden belastet, erweist sich physisches Gold als Bollwerk gegen die fortschreitende Geldentwertung. Die Bürger, die rechtzeitig auf Edelmetalle gesetzt haben, können sich nun entspannt zurücklehnen.

Technische Überhitzung als Warnsignal?

Trotz aller Euphorie mahnen Analysten zur Vorsicht: Aus technischer Sicht steuert Gold erneut in eine Phase deutlicher Kursüberhitzung. Tagesrücksetzer müssen einkalkuliert werden. Doch solche Korrekturen bieten langfristig orientierten Anlegern lediglich günstige Nachkaufgelegenheiten. Denn eines steht fest: Die fundamentalen Treiber der Goldrally – ausufernde Staatsverschuldung, geopolitische Unsicherheiten und das schwindende Vertrauen in Papierwährungen – werden so schnell nicht verschwinden.

Die 5.000-Dollar-Marke ist keine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann.

Fazit: Gold bleibt unverzichtbar

In Zeiten, in denen politische Entscheidungsträger mit immer neuen Schuldenorgien die Kaufkraft des Geldes systematisch zerstören, erweist sich physisches Gold als unverzichtbarer Bestandteil jeder vernünftigen Vermögensstrategie. Die aktuellen Marktdaten bestätigen eindrucksvoll, dass das Edelmetall seine Rolle als ultimativer Wertspeicher auch im Jahr 2026 eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor dem Kauf von Edelmetallen oder anderen Anlageprodukten eine eigenständige Recherche durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

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