
Explosion an US-Botschaft in Oslo: Drei BrĂŒder mit irakischen Wurzeln festgenommen
Was sich in der Nacht zum Sonntag in der norwegischen Hauptstadt Oslo abspielte, liest sich wie das Drehbuch eines Polit-Thrillers â nur dass es bittere RealitĂ€t ist. An einem der EingĂ€nge zur Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika ereignete sich eine Explosion. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Doch die Schockwellen dieses Angriffs reichen weit ĂŒber Skandinavien hinaus.
Terrorverdacht: Ermittler sprechen Klartext
Die norwegische Polizei handelte offenbar schnell und konsequent. Drei TatverdĂ€chtige konnten festgenommen werden. Der leitende Ermittler Christian Hatlo erklĂ€rte dem norwegischen Sender NRK zufolge, die MĂ€nner stĂŒnden unter dem Verdacht, eine terroristische Straftat begangen zu haben. Bei den Festgenommenen handele es sich um drei BrĂŒder im Alter zwischen 20 und 29 Jahren â norwegische StaatsbĂŒrger mit irakischem Migrationshintergrund. Keiner von ihnen sei den Behörden zuvor aufgefallen.
Dass sie den Sicherheitsbehörden nicht bekannt gewesen seien, wirft unbequeme Fragen auf. Wie viele potenzielle GefĂ€hrder bewegen sich unerkannt durch europĂ€ische Gesellschaften? Wie effektiv sind die Sicherheitsapparate westlicher Demokratien tatsĂ€chlich, wenn drei BrĂŒder einen Anschlag auf eine der bestgeschĂŒtzten diplomatischen Vertretungen der Welt verĂŒben können, ohne vorher auf irgendeinem Radar aufzutauchen?
Steckt ein fremder Staat dahinter?
Besonders brisant ist ein Detail, das die Ermittlungen in eine völlig neue Dimension katapultiert: Die norwegische Polizei schlieĂt nicht aus, dass der Angriff von einem staatlichen Akteur in Auftrag gegeben worden sein könnte. Hatlo habe dies gegenĂŒber NRK ausdrĂŒcklich als Ermittlungsrichtung benannt. Sollte sich dieser Verdacht erhĂ€rten, stĂŒnde die internationale Diplomatie vor einer schweren Belastungsprobe. Ein staatlich gesteuerter Anschlag auf eine US-Botschaft auf NATO-Territorium â die geopolitischen Implikationen wĂ€ren enorm.
Die norwegischen Behörden arbeiten dem Bericht zufolge bereits eng mit dem amerikanischen FBI sowie mit Interpol zusammen. Weitere Festnahmen seien nicht ausgeschlossen, so der leitende Ermittler.
Ein Weckruf fĂŒr ganz Europa
Der Vorfall in Oslo sollte auch in Deutschland als unmissverstĂ€ndlicher Warnschuss verstanden werden. WĂ€hrend hierzulande die Debatte ĂŒber innere Sicherheit allzu oft in ideologischen GrabenkĂ€mpfen versandet, zeigt die RealitĂ€t einmal mehr ihr hĂ€ssliches Gesicht. Die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus ist keineswegs gebannt â sie hat sich lediglich verlagert, diversifiziert, professionalisiert.
Norwegen, ein Land mit rund fĂŒnf Millionen Einwohnern, das seit dem verheerenden Anschlag von Anders Breivik im Jahr 2011 traumatisiert ist, wird nun erneut mit der Verwundbarkeit offener Gesellschaften konfrontiert. Dass die TĂ€ter diesmal einen völlig anderen ideologischen Hintergrund haben dĂŒrften, macht die Sache nicht weniger beunruhigend â im Gegenteil.
Europa muss endlich begreifen, dass eine unkontrollierte Migrationspolitik der vergangenen Jahrzehnte Sicherheitsrisiken geschaffen hat, die sich nicht durch wohlklingende Integrationsrhetorik wegdiskutieren lassen. Wer die Augen davor verschlieĂt, handelt fahrlĂ€ssig gegenĂŒber den eigenen BĂŒrgern. Die Menschen in Deutschland, Norwegen und ganz Europa haben ein Recht auf Sicherheit â und sie haben ein Recht darauf, dass ihre Regierungen dieses Recht auch durchsetzen. Konsequent, entschlossen und ohne falsche RĂŒcksichtnahme.
- Themen:
- #AFD










