Kettner Edelmetalle
30.10.2025
14:28 Uhr

EU-Geheimdienst: Finnlands Ex-PrÀsident warnt vor naivem Sicherheitsdenken

WĂ€hrend die EU-BĂŒrokraten in BrĂŒssel weiter von einer gemeinsamen europĂ€ischen Geheimdienstbehörde trĂ€umen, zeigt die RealitĂ€t ein ernĂŒchterndes Bild: Ungarische Agenten, getarnt als Diplomaten, versuchen die EU-Institutionen zu infiltrieren. Der ehemalige finnische PrĂ€sident Sauli Niinistö, von KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen als Sonderberater fĂŒr Sicherheitsfragen berufen, mahnt nun zu mehr Realismus – und offenbart dabei ungewollt die ganze Hilflosigkeit europĂ€ischer Sicherheitspolitik.

Vertrauen aufbauen? Ein frommer Wunsch

"Wenn wir genug Vertrauen aufbauen können, können wir auch die Behörde aufbauen", erklĂ€rte Niinistö gegenĂŒber POLITICO. Eine bemerkenswert naive Aussage angesichts der Tatsache, dass sich EU-Mitgliedstaaten gegenseitig bespitzeln. Die ungarischen SpionageaktivitĂ€ten sind nur die Spitze des Eisbergs eines tief verwurzelten Misstrauens zwischen den nationalen Sicherheitsdiensten, das ĂŒber Jahrzehnte gewachsen ist.

Niinistös vor einem Jahr veröffentlichter Bericht empfiehlt die Schaffung eines "vollwertigen Geheimdienstkooperationsdienstes" auf EU-Ebene. Doch selbst der 77-jĂ€hrige Staatsmann rĂ€umt ein, dass dies "mehr etwas fĂŒr die Zukunft" sei. Eine diplomatische Umschreibung fĂŒr: Es wird noch sehr lange dauern, wenn es ĂŒberhaupt jemals funktioniert.

Die unbequeme Wahrheit ĂŒber Europas Sicherheit

Immerhin spricht Niinistö eine unbequeme Wahrheit aus, die viele EU-Politiker lieber verschweigen wĂŒrden: Europa mĂŒsse sich an den Gedanken an Krieg gewöhnen. "Meine ideale Situation wĂ€re, dass die Menschen in Europa – ĂŒberall in Europa – verstehen, dass Sicherheit die Grundlage von allem ist", betonte er. Ein Weckruf, der in deutschen Regierungskreisen, wo man lieber ĂŒber KlimaneutralitĂ€t als ĂŒber VerteidigungsfĂ€higkeit diskutiert, vermutlich ungehört verhallen wird.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar vollmundig ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur angekĂŒndigt, doch wie viel davon tatsĂ€chlich in die Verteidigung fließen wird, bleibt abzuwarten. Stattdessen wurde die KlimaneutralitĂ€t bis 2045 im Grundgesetz verankert – als ob das unsere dringendste Sorge wĂ€re, wĂ€hrend Russland an unseren Grenzen Krieg fĂŒhrt.

China zeigt, wie Machtpolitik funktioniert

WĂ€hrend Europa noch ĂŒber Vertrauensbildung philosophiert, schaffen andere Fakten. Niinistö verwies auf den jĂŒngsten Gipfel der Shanghaier Organisation fĂŒr Zusammenarbeit in Tianjin, wo China unverhohlen eine "gerechtere multipolare Welt" forderte und die Sicherheitskooperation mit seinen Partnern verstĂ€rkte. "Das war eine klare Botschaft", kommentierte der Ex-PrĂ€sident trocken.

Amerika zieht sich zurĂŒck – Europa bleibt hilflos

Besonders brisant sind Niinistös Warnungen bezĂŒglich der transatlantischen Beziehungen. Der finnische Ex-PrĂ€sident, der sein Land erfolgreich in die NATO fĂŒhrte, mahnt: Europa könne sich nicht mehr unbegrenzt auf den Schutz der USA verlassen. Washington sei zunehmend mit anderen Regionen beschĂ€ftigt – eine diplomatische Umschreibung fĂŒr die Tatsache, dass PrĂ€sident Trump mit seinen massiven Zollerhöhungen (20% auf EU-Importe) und seiner America-First-Politik deutlich gemacht hat, wo seine PrioritĂ€ten liegen.

"Europa muss in der Lage sein, fĂŒr sich selbst zu sorgen, indem es seine eigenen FĂ€higkeiten entwickelt", forderte Niinistö. Eine Binsenweisheit, die jedoch an der RealitĂ€t scheitert: Die EU-Kommission kĂŒndigte zwar den "ReArm Europe"-Plan mit 800 Milliarden Euro an, doch angesichts der inflationĂ€ren Geldpolitik und der Schuldenberge, die kĂŒnftige Generationen belasten werden, dĂŒrfte davon wenig ĂŒbrigbleiben.

Die bittere RealitÀt europÀischer Verteidigungspolitik

Die "Preparedness Union Strategy" vom Mai dieses Jahres liest sich wie ein Wunschzettel: Bessere Vorbereitung auf Cyberangriffe, Sabotage, Desinformationskampagnen und – natĂŒrlich – die Auswirkungen des Klimawandels. Als ob Putin sich von EU-Strategiepapieren beeindrucken ließe.

Niinistös Mahnung, man mĂŒsse "mit Freunden kooperieren können, aber auch alleine arbeiten können – falls die Freunde anderswo aktiver sind", offenbart die ganze Misere europĂ€ischer Sicherheitspolitik. WĂ€hrend ĂŒber 5 Millionen Amerikaner gegen Trumps Politik protestieren, hofft Europa weiter auf transatlantische SolidaritĂ€t, statt endlich eigene VerteidigungsfĂ€higkeiten aufzubauen.

"Die Herausforderung ist nicht nur politisch, sondern auch psychologisch. Demokratien bewegen sich im Tempo der öffentlichen Meinung – und ohne breite Anerkennung der Notwendigkeit stĂ€rkerer Verteidigung werden Regierungen Schwierigkeiten haben, entschlossen zu handeln."

Wie wahr diese Worte sind, zeigt sich tĂ€glich in Deutschland, wo die Regierung lieber Milliarden fĂŒr ideologische Projekte verpulvert, wĂ€hrend unsere Bundeswehr kaum einsatzfĂ€hig ist. Die zunehmende KriminalitĂ€t im Inland, die tĂ€glichen Messerangriffe und die wachsende Bedrohung von außen – all das scheint in Berlin niemanden zu interessieren.

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Unsicherheiten zunehmen und traditionelle BĂŒndnisse bröckeln, gewinnen physische Werte wie Gold und Silber als krisensichere Anlage an Bedeutung. Sie bieten Schutz vor Inflation und politischen Verwerfungen – etwas, was EU-Strategiepapiere definitiv nicht leisten können.

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