Kettner Edelmetalle
14.09.2025
09:32 Uhr

Deutschland am Tropf: Wie unsere Medikamentenversorgung zum Spielball globaler AbhÀngigkeiten wurde

Die deutsche Apothekenlandschaft steht vor dem Kollaps. WĂ€hrend die Bundesregierung sich in ideologischen GrabenkĂ€mpfen verliert, warnt der PrĂ€sident der Bundesvereinigung Deutscher ApothekerverbĂ€nde (ABDA), Thomas Preis, eindringlich vor dramatischen LieferengpĂ€ssen bei lebenswichtigen Medikamenten. Was einst als "Apotheke der Welt" galt, ist heute ein Schatten seiner selbst – abhĂ€ngig von der Gnade chinesischer und indischer ProduktionsstĂ€tten.

Wenn Kinder ohne Antibiotika leiden mĂŒssen

Die Zahlen sprechen eine erschreckende Sprache: Über 500 Medikamente seien derzeit von LieferengpĂ€ssen betroffen, so Preis im Interview mit der Bild am Sonntag. Besonders perfide trifft es die SchwĂ€chsten unserer Gesellschaft – Kinder, die auf Antibiotikasaft angewiesen sind, mĂŒssen warten oder auf Alternativen ausweichen. Asthmamittel wie Salbutamol mĂŒssten seit ĂŒber einem Jahr aus Spanien importiert werden, weil in Deutschland schlichtweg nichts mehr zu bekommen sei.

Man stelle sich vor: Ein Land, das sich gerne als Hightech-Standort und InnovationsfĂŒhrer prĂ€sentiert, kann nicht einmal mehr die grundlegendste medizinische Versorgung seiner BĂŒrger sicherstellen. Stattdessen mĂŒssen deutsche Apotheker wie moderne Schmuggler Medikamente aus dem Ausland beschaffen – 40 Arbeitsstunden pro Woche und Apotheke, unvergĂŒtet versteht sich.

Die fatalen Folgen politischer Fehlentscheidungen

Wie konnte es soweit kommen? Die Antwort liegt in jahrzehntelanger politischer Misswirtschaft. "Deutschland war frĂŒher die Apotheke der Welt, jetzt steht die Apotheke der Welt in China oder Indien", bringt es Preis auf den schmerzlichen Punkt. Eine Entwicklung, die nicht vom Himmel gefallen ist, sondern das direkte Resultat einer Politik darstellt, die Globalisierung um jeden Preis predigte und dabei die eigene Versorgungssicherheit strĂ€flich vernachlĂ€ssigte.

"Das Thema LieferengpÀsse bei Arzneimitteln ist ein Dauerthema geworden in den Apotheken"

Die Ironie dabei: WĂ€hrend unsere Politiker sich in Klimarettungsfantasien ergehen und Milliarden fĂŒr fragwĂŒrdige Projekte verpulvern, sterben in Deutschland Apotheken wie die Fliegen. In den letzten zehn Jahren hĂ€tten zwanzig Prozent der Apotheken ihre Pforten fĂŒr immer geschlossen, beklagt Preis. Die Personalkosten seien um 80 Prozent gestiegen – ein wirtschaftlicher Todesstoß fĂŒr viele Betriebe.

Das Versagen der Gesundheitspolitik

Besonders bitter: Die Politik habe die Apotheken "seit zwanzig Jahren im Bezug auf die wirtschaftliche StĂ€rkung vernachlĂ€ssigt". Man fragt sich unweigerlich, was die diversen Gesundheitsminister in dieser Zeit eigentlich getrieben haben. Statt die heimische Pharmaproduktion zu stĂ€rken und Apotheken zu unterstĂŒtzen, wurde die AbhĂ€ngigkeit vom Ausland billigend in Kauf genommen.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz verspricht zwar Besserung, doch die RealitĂ€t sieht anders aus. Trotz vollmundiger Versprechen, keine neuen Schulden zu machen, plant die Regierung ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen. Geld, das vermutlich wieder in ideologische Prestigeprojekte fließen wird, wĂ€hrend die Grundversorgung der Bevölkerung weiter erodiert.

Die unterschÀtzte Gefahr des Online-Handels

Als wĂ€re die Situation nicht schon prekĂ€r genug, droht zusĂ€tzliche Gefahr durch den unregulierten Online-Handel mit Medikamenten. Preis warnt eindringlich vor gefĂ€lschten PrĂ€paraten und verweist auf entsprechende Warnungen der EuropĂ€ischen Arzneimittelbehörde. Doch statt hier regulierend einzugreifen, lĂ€sst die Politik den Markt gewĂ€hren – mit potentiell tödlichen Folgen fĂŒr ahnungslose Verbraucher.

Die Apotheken seien ein "wichtiger Teil der Daseinsvorsorge", betont Preis. Eine Erkenntnis, die in den Berliner RegierungsbĂŒros offenbar noch nicht angekommen ist. WĂ€hrend man dort von der "Zeitenwende" schwadroniert, bricht im Land die medizinische Grundversorgung zusammen.

Ein Weckruf fĂŒr Deutschland

Die Medikamentenkrise ist symptomatisch fĂŒr den Zustand unseres Landes. Jahrzehntelange Fehlentscheidungen, ideologische Verblendung und die VernachlĂ€ssigung vitaler nationaler Interessen haben uns in diese missliche Lage gebracht. Es rĂ€cht sich bitter, dass man die heimische Produktion lebenswichtiger GĂŒter zugunsten vermeintlich billigerer Importe aufgegeben hat.

Was wir brauchen, ist eine radikale Kehrtwende in der Gesundheitspolitik. Die RĂŒckholung pharmazeutischer ProduktionskapazitĂ€ten nach Deutschland muss oberste PrioritĂ€t haben. Apotheken mĂŒssen wirtschaftlich gestĂ€rkt, nicht durch BĂŒrokratie erdrosselt werden. Und vor allem: Die Versorgungssicherheit der eigenen Bevölkerung muss wieder Vorrang vor globalistischen TrĂ€umereien haben.

Die bittere Wahrheit lautet: Ein Land, das nicht einmal mehr Hustensaft fĂŒr seine Kinder produzieren kann, hat seine SouverĂ€nitĂ€t lĂ€ngst aufgegeben. Es wird Zeit, dass die deutsche Politik diese RealitĂ€t endlich zur Kenntnis nimmt – bevor es zu spĂ€t ist.

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