
Blutbad am Arcadia Lake: Maskierte SchĂŒtzen verwandeln Sommerparty in Oklahoma in einen Albtraum

Was als ausgelassene Feier am Wasser begann, endete in einem Inferno aus Panik, Geschrei und Blut: Im US-Bundesstaat Oklahoma haben zwei vermummte TĂ€ter am Sonntagabend das Feuer auf eine Party am Arcadia Lake eröffnet. Mindestens dreizehn Menschen wurden verletzt, einige davon schwer. Die SchĂŒtzen sind weiterhin auf der Flucht, von einer Festnahme ist bislang nichts bekannt.
SchĂŒsse im Spring Creek Park
Gegen 21 Uhr Ortszeit fielen im Spring Creek Park nahe der Stadt Edmond, nördlich von Oklahoma City, plötzlich SchĂŒsse. Zahlreiche junge Menschen hatten sich zu einer gröĂeren Feier am Seeufer eingefunden, als die Situation in Sekundenschnelle eskalierte. Zehn Verletzte wurden mit Rettungswagen in umliegende KrankenhĂ€user transportiert, weitere suchten auf eigene Faust Ă€rztliche Hilfe. Nach Angaben der Kliniken stieg die Zahl der medizinisch versorgten Personen bis zum Montagmorgen auf dreizehn â ein Wert, der sich im Laufe der Ermittlungen noch verĂ€ndern könnte.
Vermummt, schwer bewaffnet, spurlos verschwunden
Die Hinweise auf die TĂ€ter sind dĂŒrftig. Nach Informationen des lokalen Senders KOKH, der sich auf die Polizei beruft, sollen zwei MĂ€nner mit Skimasken das Feuer eröffnet haben. Ăber IdentitĂ€t, Alter, Herkunft oder ein mögliches Motiv hĂŒllen sich die Behörden bislang in Schweigen. Die Polizei von Edmond, die Beamten aus Oklahoma City und die Oklahoma Highway Patrol befragten in der Nacht Zeugen und Opfer, wĂ€hrend Aufnahmen von Kennzeichenkameras im GroĂraum Oklahoma City systematisch ausgewertet werden, um den Fluchtweg der SchĂŒtzen zu rekonstruieren.
Beunruhigende Routine in Amerikas SommernÀchten
Eine anhaltende Gefahr fĂŒr die Allgemeinheit bestehe nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht, beruhigen die Ermittler. Doch die HĂ€ufung solcher VorfĂ€lle in den Vereinigten Staaten sollte lĂ€ngst hellhörig machen: SchieĂereien auf Feiern, Volksfesten und in Parks gehören in vielen Regionen Amerikas inzwischen zur grausigen NormalitĂ€t. Die Debatte um Waffenrecht, innere Sicherheit und gesellschaftliche Verrohung wird auch unter PrĂ€sident Donald Trump nicht so leicht zu lösen sein.
Ein Blick, der sich auch nach Deutschland richten lÀsst
Wer die Bilder aus Oklahoma sieht, mag sich beruhigt zurĂŒcklehnen und denken, derartige Szenen blieben ein amerikanisches PhĂ€nomen. Doch ein nĂŒchterner Blick auf die Sicherheitslage in deutschen StĂ€dten zeigt, dass auch hierzulande Gewaltexzesse, Messerangriffe und brutale Auseinandersetzungen lĂ€ngst keine Randerscheinungen mehr sind. Die innere Sicherheit gerĂ€t zunehmend ins Wanken â ein Befund, den ein GroĂteil der Bevölkerung mittlerweile teilt und der nach einer politischen KursĂ€nderung verlangt, die diesen Namen auch verdient. Die BĂŒrger haben ein Recht darauf, ihre Sommerabende ohne Angst zu verbringen, ob am Arcadia Lake oder im Stadtpark einer deutschen GroĂstadt.
Bis zur Ergreifung der maskierten SchĂŒtzen bleibt nur eine Erkenntnis: WĂ€hrend die Behörden in Oklahoma fieberhaft nach den TĂ€tern fahnden, verbreitet sich erneut ein bedrĂŒckendes GefĂŒhl, das viele Menschen weltweit teilen â das GefĂŒhl, dass öffentliche RĂ€ume immer weniger sicher sind. Eine Entwicklung, die nicht hingenommen werden darf.
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