Kettner Edelmetalle
01.09.2026
21:58 Uhr
KI-generiert

Angst vor dem Wohnungsverlust: Jeder zweite Mieter in Alarmstimmung

Angst vor dem Wohnungsverlust: Jeder zweite Mieter in Alarmstimmung
Symbolbild: KI-generiert

Die Mietenkrise in Deutschland hat eine neue QualitĂ€t erreicht. Laut dem am Montag veröffentlichten „Mietenreport 2026“ des Deutschen Mieterbunds (DMB) fĂŒrchtet jeder zweite Mieter (50 Prozent), im Fall eines Umzugs keine bezahlbare Wohnung mehr zu finden. Grundlage ist eine reprĂ€sentative Forsa-Umfrage unter 1.021 Mieterinnen und Mietern, die zwischen dem 29. Juni und dem 7. Juli erhoben wurde.

Wenn die Wohnung zum Existenzrisiko wird

Die Zahlen sind ein Alarmsignal. 29 Prozent der Befragten sorgen sich, ihre Miete kĂŒnftig nicht mehr stemmen zu können. Und 58 Prozent berichten, dass ihre Wohnkosten – Kaltmiete oder Nebenkosten – binnen der vergangenen zwölf Monate gestiegen sind.

DMB-PrĂ€sidentin Melanie Weber-Moritz bilanziert, die Mietenkrise habe sich verfestigt. Besonders bemerkenswert: Viele Mieter lebten in Angst vor dem Verlust ihrer Wohnung – und schreckten deshalb davor zurĂŒck, ĂŒberhaupt ihre Rechte einzufordern, etwa eine Mietsenkung unter Verweis auf die Mietpreisbremse.

Wer Angst hat, seine Wohnung zu verlieren, verzichtet lieber auf sein gutes Recht, als sich mit dem Vermieter anzulegen.

Das eigentliche Problem: Es wird schlicht zu wenig gebaut

Doch woher kommt der Druck? Aus Sicht unserer Redaktion ist die Antwort unbequem – und sie liegt nicht bei den Vermietern, sondern in Berlin. Das jahrelang beschworene politische Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr wurde krachend verfehlt.

Nach Angaben der Bauwirtschaft wurden 2025 rund 238.500 Wohnungen genehmigt – ein Plus von knapp elf Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr, aber weit entfernt vom Bedarf. Bei den tatsĂ€chlichen Fertigstellungen sieht es noch dĂŒsterer aus: Verbandsangaben zufolge wurde die 400.000er-Marke um mehr als die HĂ€lfte verfehlt, weil zahlreiche Genehmigungen gar nicht erst in Beton gegossen wurden.

Explodierende Baukosten, ausufernde Energie- und DĂ€mmvorschriften, Grunderwerbsteuer, Bauordnungsdickicht und Zinswende haben den Wohnungsbau abgewĂŒrgt. Wer Angebot verknappt, darf sich ĂŒber Preise nicht wundern – das ist keine Ideologie, sondern Marktlogik.

Mietpreisbremse: Pflaster auf einer offenen Wunde

Die Politik reagiert – wie so oft – mit Regulierung statt mit Angebot. Der Bundestag hat die Mietpreisbremse bis Ende 2029 verlĂ€ngert. Sie gilt jedoch nur in ausgewiesenen Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt, nicht flĂ€chendeckend.

Kritiker wenden ein, ein Preisdeckel schaffe keine einzige zusĂ€tzliche Wohnung – im Gegenteil: Er könne Investoren zusĂ€tzlich abschrecken. Medienberichten zufolge wird zudem ĂŒber eine KĂŒrzung des Wohngelds ab 2027 diskutiert, was die Lage fĂŒr einkommensschwache Haushalte weiter verschĂ€rfen dĂŒrfte.

Wohnen als Wohlstandsfrage

FĂŒr Millionen BĂŒrger ist die Miete lĂ€ngst der grĂ¶ĂŸte Posten im Haushaltsbudget. Wer 40 Prozent seines Nettoeinkommens fĂŒrs Dach ĂŒber dem Kopf abgibt, kann kaum RĂŒcklagen bilden – weder fĂŒr das Alter noch fĂŒr die Familie.

Genau hier liegt die stille Sprengkraft dieser Krise: Sie frisst die SparfĂ€higkeit der Mittelschicht auf. Wer trotz allem Vermögen sichern will, setzt traditionell auf Sachwerte – neben Immobilien gehören physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrhunderten zu den bewĂ€hrten Bausteinen eines breit gestreuten Vermögens.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Rechts- oder Steuerberatung dar. Er gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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