
Von der Leyens mysteriöse GPS-Panne: Wenn die EU-Chefin im Nebel stochert
Was fĂŒr ein Schauspiel im EU-Parlament! WĂ€hrend Ursula von der Leyen ihre alljĂ€hrliche Rede zur Lage der Union hielt, konfrontierten sie bulgarische Abgeordnete mit unbequemen Fragen zu einem mysteriösen Vorfall Ende August. Die KommissionsprĂ€sidentin hatte behauptet, ihr Flugzeug sei beim Anflug auf den bulgarischen Flughafen Plowdiw Opfer russischer GPS-Störungen geworden. Doch die Beweise sprechen eine andere Sprache â und von der Leyen schweigt eisern.
Die angebliche Störung, die keine war
Die Geschichte klingt wie aus einem schlechten Spionageroman: Am 31. August soll von der Leyens Jet beim Anflug auf Plowdiw plötzlich ohne GPS dagestanden haben. Ein anonymer Beamter berichtete der Financial Times dramatisch, das Flugzeug habe eine Stunde ĂŒber dem Flughafen kreisen mĂŒssen, bevor der Pilot mit analogen Karten manuell landen konnte. Die EU-Kommission schob den Schwarzen Peter prompt den Russen zu â eine âeindeutige russische Einmischung" sei das gewesen.
Dumm nur, dass der Flugverfolgungsdienst Flightradar24 diese Version der Ereignisse komplett zerlegt. Die nĂŒchternen Fakten: Der Flug dauerte statt der geplanten 1 Stunde und 48 Minuten ganze 9 Minuten lĂ€nger. Der Transponder meldete wĂ€hrend des gesamten Fluges eine âgute GPS-SignalqualitĂ€t". Von stundenlangem Kreisen oder Navigationsproblemen keine Spur.
Bulgariens Image als Kollateralschaden
Die liberale bulgarische EU-Abgeordnete Elena Yoncheva, eine erfahrene Kriegsreporterin, brachte es auf den Punkt: Diese âFalschinformation" habe dem Image Bulgariens einen schweren Schlag versetzt. Zehn Tage lang wurde das Land mit angeblichen russischen Störaktionen in Verbindung gebracht â basierend auf einer Geschichte, die sich zunehmend als heiĂe Luft entpuppt.
âIn dieser komplexen geopolitischen Lage kann jede Fehlinformation zu gefĂ€hrlichen Konsequenzen und Reaktionen fĂŒhren", warnte Yoncheva eindringlich.
Recht hat sie! In Zeiten, in denen Europa ohnehin auf einem Pulverfass sitzt, sind solche unbelegten Anschuldigungen brandgefÀhrlich. Doch was macht von der Leyen? Sie ignoriert die kritischen Fragen einfach.
Die GlaubwĂŒrdigkeit der KommissionsprĂ€sidentin bröckelt
Der rumĂ€nische Abgeordnete Gheorghe Piperea aus der rechten Fraktion ging noch einen Schritt weiter. Er bezeichnete den Vorfall als âLĂŒge" und stellte von der Leyens GlaubwĂŒrdigkeit als PrĂ€sidentin grundsĂ€tzlich in Frage. Ein harter Vorwurf â aber ist er unberechtigt?
Von der Leyens Reaktion spricht BĂ€nde: In ihren abschlieĂenden Bemerkungen behauptete sie, die Abgeordneten âlaut und deutlich" gehört zu haben. Auf die konkreten Fragen ging sie jedoch mit keinem Wort ein. Diese Art von herablassender Arroganz kennen wir nur zu gut von der BrĂŒsseler Elite.
Ein Muster der Intransparenz
Dieser Vorfall reiht sich nahtlos ein in das bekannte Muster von der Leyens: Erst groĂe Töne spucken, dann bei kritischen Nachfragen abtauchen. Erinnern wir uns an die SMS-AffĂ€re mit Pfizer-Chef Bourla oder die undurchsichtigen BeratervertrĂ€ge aus ihrer Zeit als Verteidigungsministerin. Transparenz sieht anders aus.
Was bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack. Eine EU-KommissionsprĂ€sidentin, die unbelegte Anschuldigungen gegen Russland in die Welt setzt, dabei ein EU-Mitgliedsland beschĂ€digt und dann nicht einmal den Anstand besitzt, sich zu erklĂ€ren. In Zeiten, in denen das Vertrauen der BĂŒrger in die EU-Institutionen ohnehin auf einem Tiefpunkt ist, kann sich Europa solche Eskapaden eigentlich nicht leisten.
Die Frage, die sich aufdrĂ€ngt: Wenn von der Leyen schon bei einem simplen Flug nach Bulgarien die Fakten verdreht â was sollen wir dann von ihren groĂen politischen Versprechen halten? Die BĂŒrger Europas haben ein Recht auf Antworten. Doch von der Leyen zieht es offenbar vor, im selbst erzeugten Nebel zu verharren.
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