
Versicherungsbetrug statt rechter Hass: Restaurantbetreiber tÀuschten rassistische Attacke vor
Was als vermeintlich rechtsextremer Anschlag auf ein indisches Restaurant in Aachen fĂŒr bundesweite Empörung sorgte, entpuppt sich nun als dreister Versicherungsbetrug. Die beiden Söhne des Restaurantbetreibers sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft â sie sollen die angeblich rassistische Attacke selbst inszeniert haben. Ein LehrstĂŒck darĂŒber, wie schnell die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen bei vermeintlich rechten Straftaten in Aktionismus verfallen.
Die inszenierte Empörung nimmt ihren Lauf
Ende Juni schien die Sache klar: Hakenkreuze an den WĂ€nden, "Drecks AuslĂ€nder" mit roter Farbe geschmiert, verwĂŒstete Einrichtung und ein gelegtes Feuer. Das indische Restaurant "Maharaja" in Aachen war offenbar Ziel eines rechtsextremen Anschlags geworden. Zumindest wollten das alle glauben, die nur darauf warten, endlich wieder "gegen Rechts" auf die StraĂe gehen zu können.
Die parteilose, aber von den GrĂŒnen aufgestellte OberbĂŒrgermeisterin Sibylle Keupen konnte ihre Empörung kaum zĂŒgeln. Auf Instagram verkĂŒndete sie mit groĂer Geste: Dies sei "ein Angriff, der sich gegen Menschen richtet, gegen Vielfalt, gegen alles, wofĂŒr unsere Stadt steht." Man mĂŒsse jetzt gemeinsam Haltung zeigen â fĂŒr Menschlichkeit, fĂŒr Vielfalt, fĂŒr eine Stadt, in der alle willkommen seien.
Spenden und Demonstrationen â die ĂŒblichen Reflexe
Wie auf Knopfdruck setzte die bewĂ€hrte Maschinerie ein: Innerhalb kĂŒrzester Zeit gingen ĂŒber 31.000 Euro an Spenden ein, 1089 Menschen öffneten ihre Geldbörsen fĂŒr die vermeintlichen Opfer rechter Gewalt. Die "Gemeinschaft Kurdischer Studierender" ĂŒberreichte Blumen und Schokolade, wĂ€hrend das BĂŒndnis "Wir sind Aachen" gemeinsam mit den unvermeidlichen "Omas gegen Rechts" zur Demonstration aufrief. 400 Menschen folgten dem Aufruf â alle vereint im Kampf gegen den vermeintlich allgegenwĂ€rtigen Rechtsextremismus.
Doch schon damals hĂ€tten aufmerksame Beobachter stutzig werden mĂŒssen. Die Hakenkreuze waren falsch herum gesprĂŒht â ein Fehler, den ĂŒberzeugte Rechtsextreme wohl kaum machen wĂŒrden. Der Schriftzug "ACAB" prangte am Boden, eine Parole, die eher in linksextremen Kreisen populĂ€r ist. Dazu gesellten sich peinliche Rechtschreibfehler wie "Dein Esen schmeckt scheise" oder "AuslĂ€nder Drecks". Penisse und Teufelsgesichter rundeten das bizarre Bild ab.
Die Wahrheit kommt ans Licht
Nun bestĂ€tigt die Staatsanwaltschaft Aachen, was kritische Geister von Anfang an vermuteten: Die 32 und 20 Jahre alten Söhne des Wirtes Paramjit Klos haben die gesamte Attacke selbst inszeniert. Die StaatsanwĂ€ltin Johanna Boomgaarden spricht Klartext: "Die beiden Söhne des Wirts sitzen in U-Haft. Wir ermitteln auch wegen versuchten Mordes gegen sie, weil sie ein Feuer in dem Restaurant gelegt haben sollen, ĂŒber dem sich Wohnungen befinden."
Der Vorwurf wiegt schwer: Die Beschuldigten hĂ€tten in betrĂŒgerischer Absicht gehandelt, um Versicherungsgelder zu kassieren und sich gleichzeitig als Opfer rechtsextremer Gewalt zu inszenieren. Ein perfider Plan, der fast aufgegangen wĂ€re â hĂ€tten die TĂ€ter nicht so dilettantisch agiert.
Ein Muster, das sich wiederholt
Der Fall reiht sich ein in eine beunruhigende Serie vorgetĂ€uschter rechter Straftaten. Erst kĂŒrzlich wurde ein Ex-GrĂŒnenpolitiker verurteilt, der gleich vier Mal rechtsextreme AnschlĂ€ge gegen sich selbst vorgetĂ€uscht hatte. In WĂ€chtersbach brannte ein Mann sein eigenes Haus ab und schob es den "bösen Rechten" in die Schuhe. Das Muster ist immer dasselbe: Inszenierung, Empörung, SolidaritĂ€t â und dann die peinliche Wahrheit.
Was sagt das ĂŒber den Zustand unserer Gesellschaft aus, wenn Menschen bereit sind, rechtsextreme Straftaten vorzutĂ€uschen? Offenbar rechnet sich das GeschĂ€ft mit der Empörung. Die reflexhafte SolidaritĂ€t, die sofortigen Spenden, die mediale Aufmerksamkeit â all das scheint verlockend genug zu sein, um kriminelle Energie freizusetzen.
Die Lehren, die niemand ziehen wird
Man könnte meinen, solche FĂ€lle wĂŒrden zu mehr ZurĂŒckhaltung bei vorschnellen Urteilen fĂŒhren. Doch das Gegenteil wird der Fall sein. Beim nĂ€chsten vermeintlichen Anschlag werden dieselben Akteure wieder sofort zur Stelle sein â die OberbĂŒrgermeisterin mit ihren Instagram-Botschaften, die "Omas gegen Rechts" mit ihren Transparenten, die Spender mit ihren offenen Geldbörsen.
WÀhrenddessen bleiben echte Probleme unbeachtet. WÀhrend in Berlin zwei israelische Gastronominnen mit antisemitischen Anfeindungen kÀmpfen und ihr Restaurant nicht eröffnen können, schweigen die sonst so lauten Stimmen gegen Hass und Hetze. Wo bleiben hier die Demonstrationen? Wo die SolidaritÀtsbekundungen? Offenbar ist nicht jeder Hass gleich empörenswert.
Der Fall in Aachen zeigt einmal mehr: Die Hysterie um angeblich allgegenwĂ€rtigen Rechtsextremismus hat ein Klima geschaffen, in dem BetrĂŒger leichtes Spiel haben. Sie wissen genau, welche Knöpfe sie drĂŒcken mĂŒssen, um die gewĂŒnschten Reflexe auszulösen. Und sie wissen auch, dass kaum jemand kritische Fragen stellen wird â zumindest nicht, solange die Geschichte ins gewĂŒnschte Narrativ passt.
"Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen besteht der dringende Tatverdacht, dass die Beschuldigten in der Absicht handelten, unberechtigt die Auszahlung von Versicherungsgeldern zu erlangen und sich als Opfer einer rechtsextrem motivierten Straftat darzustellen." - Staatsanwaltschaft Aachen
Die ĂŒber 31.000 Euro Spendengelder sind mittlerweile eingefroren. Was mit dem Geld geschieht, bleibt abzuwarten. Die Spender dĂŒrften sich betrogen fĂŒhlen â nicht nur finanziell, sondern vor allem moralisch. Sie wollten ein Zeichen setzen gegen Hass und Hetze. Stattdessen finanzierten sie einen dreisten Betrug.
Es bleibt die bittere Erkenntnis: In einem Land, in dem die KriminalitĂ€t durch gescheiterte Migrationspolitik auf Rekordniveau steigt, in dem Messerangriffe zum Alltag gehören und BĂŒrger sich zunehmend unsicher fĂŒhlen, lenken inszenierte Attacken von den wahren Problemen ab. WĂ€hrend die Politik weiter an der RealitĂ€t vorbeiregiert, nutzen Kriminelle die aufgeheizte Stimmung fĂŒr ihre Zwecke. Ein Teufelskreis, aus dem es unter der aktuellen Regierung keinen Ausweg zu geben scheint.
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