Kettner Edelmetalle
02.02.2026
18:29 Uhr

Verrat im Herzen der britischen Regierung: Mandelson soll Epstein geheime Euro-RettungsplÀne zugespielt haben

Die jĂŒngsten EnthĂŒllungen aus den Epstein-Akten erschĂŒttern das politische Establishment Großbritanniens bis ins Mark. Lord Peter Mandelson, einst einer der mĂ€chtigsten Strippenzieher der Labour-Partei und bis vor kurzem noch britischer Botschafter in Washington, soll wĂ€hrend der Finanzkrise hochsensible Regierungsinformationen an den spĂ€ter wegen Sexualdelikten verurteilten Finanzier Jeffrey Epstein weitergegeben haben. Ein Skandal, der seinesgleichen sucht.

500 Milliarden Euro – vorab an einen SexualstraftĂ€ter verraten?

Die vom US-Justizministerium freigegebenen Dokumente zeichnen ein verstörendes Bild. Demnach soll Mandelson seinen „besten Kumpel" Epstein bereits am Abend des 9. Mai 2010 ĂŒber ein gigantisches Rettungspaket zur Stabilisierung des Euro informiert haben – einen Tag bevor die offizielle Bekanntgabe erfolgte. Wir sprechen hier von rund 500 Milliarden Euro, die zur Rettung der europĂ€ischen GemeinschaftswĂ€hrung mobilisiert wurden. Informationen dieser Tragweite in die HĂ€nde eines dubiosen Finanziers zu spielen, der sich spĂ€ter als Sexualverbrecher entpuppte – das ist nicht nur ein Vertrauensbruch, das grenzt an Hochverrat.

Mandelson amtierte von 2008 bis 2010 als Wirtschaftsminister unter Premierminister Gordon Brown. Er saß also an den Schalthebeln der Macht, als die Finanzkrise Europa in ihren Grundfesten erschĂŒtterte. Dass ausgerechnet er vertrauliche Regierungsdokumente an einen Mann weitergab, dessen kriminelle Machenschaften heute weltweit bekannt sind, wirft fundamentale Fragen auf.

Ehemalige WeggefÀhrten distanzieren sich scharf

Die Reaktionen aus dem politischen London fallen vernichtend aus. Der frĂŒhere Premierminister Gordon Brown selbst sprach von einer „völlig inakzeptablen Weitergabe von Regierungsunterlagen" und forderte eine umfassende Untersuchung durch die höchsten britischen Beamten. Eine ehemalige Beraterin des damaligen Finanzministers Alistair Darling fand noch deutlichere Worte: Sie bezeichnete die Weitergabe interner Informationen schlicht als „Verrat".

Es sei unvorstellbar gewesen, vertrauliche GesprĂ€che außerhalb des Regierungskreises weiterzugeben.

Diese Aussage einer Insiderin verdeutlicht, welche Sprengkraft die EnthĂŒllungen besitzen. Hier geht es nicht um harmlose Plaudereien bei einem Dinner, sondern um die systematische Preisgabe von Staatsgeheimnissen an einen Mann, dessen moralischer Kompass offensichtlich schwer beschĂ€digt war.

Einflussnahme auf Banken – noch mehr AbgrĂŒnde?

Als wĂ€re der Vorwurf der Geheimnisverrats nicht schon gravierend genug, deuten weitere E-Mail-Fragmente auf noch tiefere Verstrickungen hin. Nach EinschĂ€tzung des BBC-Wirtschaftsredakteurs Faisal Islam legen die Unterlagen nahe, dass Mandelson mit Epstein ĂŒber DruckausĂŒbung auf Finanzinstitute sprach – etwa im Zusammenhang mit der geplanten Besteuerung von Bankerboni. Die Frage drĂ€ngt sich auf: Welche Gegenleistungen flossen? Wer profitierte von diesen Informationen?

Mandelson selbst bestreitet die VorwĂŒrfe. Er habe keine vertraulichen Informationen weitergegeben und lediglich allgemeine politische Positionen vertreten, ließ er in der Vergangenheit verlauten. Angesichts der nun vorliegenden Dokumente klingt diese Verteidigung jedoch zunehmend hohl.

Das Ende einer politischen Karriere?

Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. Bereits im September 2025 wurde Mandelson von seinem prestigetrĂ€chtigen Posten als britischer Botschafter in den USA abgezogen. Nun befindet er sich auf Beurlaubung vom House of Lords, dem britischen Oberhaus. Premierminister Keir Starmer hĂ€lt es nach Angaben aus Downing Street fĂŒr unvereinbar mit den VorwĂŒrfen, dass Mandelson weiterhin dem Oberhaus angehört.

Ob und wie dem einstigen Labour-Granden sein Adelstitel entzogen werden kann, bleibt rechtlich offen. Doch eines steht fest: Der Fall Mandelson ist ein weiteres Kapitel in der unendlichen Geschichte des Epstein-Skandals, der immer neue AbgrĂŒnde offenbart. Er zeigt einmal mehr, wie tief die Tentakel des verstorbenen SexualstraftĂ€ters in die höchsten Kreise der Macht reichten – und wie bereitwillig manche Politiker offenbar bereit waren, fĂŒr fragwĂŒrdige Freundschaften ihre IntegritĂ€t zu opfern.

FĂŒr die britische Demokratie ist dieser Skandal ein Weckruf. Wenn selbst Minister bereit sind, Staatsgeheimnisse an zwielichtige Gestalten weiterzugeben, dann stimmt etwas Grundlegendes nicht mehr im System. Die BĂŒrger haben ein Recht darauf zu erfahren, wer in ihrem Namen regiert – und mit wem diese Regierenden hinter verschlossenen TĂŒren verkehren.

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