Kettner Edelmetalle
26.07.2026
12:11 Uhr

Terror beim CSD in Berlin: Wieder ein bekanntes Muster – wie viele Warnungen braucht dieses Land noch?

Es ist ein Bild, das sich in Deutschland mit erschreckender RegelmĂ€ĂŸigkeit wiederholt: Ein Fahrzeug rast in eine Menschenmenge, Menschen sterben, viele werden verletzt – und wenige Stunden spĂ€ter kennt jeder die Herkunft der VerdĂ€chtigen. Diesmal traf es Berlin, den Großen Tiergarten, den Christopher Street Day. Ein weißer CitroĂ«n SpaceTourer wurde am Samstagabend kurz vor 22 Uhr ĂŒber den Ahornsteig gesteuert, erfasste mehrere Menschen und krachte anschließend gegen einen Baum. Eine Frau starb noch am Tatort. Sechzehn weitere Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schweben in Lebensgefahr.

Ein weiterer Festgenommener – und ein FlĂŒchtiger, der eigentlich hinter Gittern sein mĂŒsste

Nach Informationen des RBB soll die Polizei bereits in der Tatnacht einen weiteren VerdĂ€chtigen festgenommen haben. Es handle sich demnach um einen iranischen StaatsbĂŒrger, der als Beifahrer im Tatfahrzeug gesessen habe. Die Ermittler gingen davon aus, so heißt es, dass er unmittelbar am Geschehen beteiligt gewesen sei. Eine offizielle BestĂ€tigung der Polizei stehe allerdings noch aus – man „könne das nicht bestĂ€tigen“, so eine Sprecherin.

Weitaus bemerkenswerter ist die Person, nach der weiterhin öffentlich gefahndet wird: Abdul B., gerade einmal 21 Jahre alt, soll den Wagen selbst angemietet haben. Der junge Mann gilt als polizeibekannt, wird der islamistischen Szene der Hauptstadt zugerechnet und soll möglicherweise bewaffnet und gefÀhrlich sein.

Ein bereits wegen schwerer Körperverletzung und rĂ€uberischer Erpressung verurteilter Mann, erst im Mai aus dem Jugendarrest entlassen – und schon wieder mutmaßlich Teil eines tödlichen Anschlags.

Die immer gleiche Frage: Warum war dieser Mann auf freiem Fuß?

Man muss sich diese Chronologie auf der Zunge zergehen lassen. Ein junger Mann mit einer Vorgeschichte aus Gewalt und Erpressung wird im FrĂŒhjahr entlassen – und wenige Wochen spĂ€ter steht sein Name in Verbindung mit einem toten Opfer und mehreren Schwerverletzten. Ist das der Rechtsstaat, den sich die BĂŒrger dieses Landes vorstellen? Oder ist es das Ergebnis einer Justiz- und Migrationspolitik, die TĂ€ter systematisch schont und Opfer zu Statisten degradiert?

Es sind Fragen, die nicht nur unsere Redaktion stellt, sondern die lĂ€ngst ein Großteil der deutschen Bevölkerung umtreibt. Wie viele Warnungen, wie viele Vorstrafen, wie viele bekannte GefĂ€hrder braucht es eigentlich noch, bis in Berlin und anderswo endlich konsequent gehandelt wird? Wer wiederholt straffĂ€llig wird und als gefĂ€hrlich gilt, gehört nicht auf freien Fuß, sondern konsequent aus dem Verkehr gezogen.

Ein Muster, das keine Regierung mehr wegdiskutieren kann

Der Anschlag reiht sich ein in eine lange, erschĂŒtternde Serie von Gewalttaten, die dieses Land in den vergangenen Jahren heimgesucht haben. Fahrzeuge in Menschenmengen, Messerangriffe auf offener Straße, Attacken auf Volksfesten – die Liste wird lĂ€nger, wĂ€hrend die politischen Antworten dĂŒnner werden. Statt endlich Konsequenzen zu ziehen, verliert sich die Politik in Sonntagsreden und Betroffenheitsfloskeln.

Die Wahrheit ist unbequem: Eine Gesellschaft, die ihre innere Sicherheit derart vernachlĂ€ssigt, verspielt das Vertrauen ihrer BĂŒrger. Wer sich abends nicht mehr sicher durch einen Park bewegen kann, wer bei jedem Volksfest an Betonpoller und Absperrungen denkt, der lebt nicht mehr im Land der Freiheit, sondern im Land der permanenten Bedrohung. Es braucht endlich Politiker, die fĂŒr Deutschland und die Sicherheit seiner Menschen einstehen – und nicht gegen sie regieren.

Sicherheit beginnt bei klaren PrioritÀten

WĂ€hrend die Ermittler weiter nach Abdul B. fahnden und den Tatort im Tiergarten nach Spuren durchsuchen, bleibt vor allem eine bittere Erkenntnis. Die Festnahmen kommen fast immer erst dann, wenn das UnglĂŒck lĂ€ngst geschehen ist. PrĂ€vention sieht anders aus. Ein Staat, der seine gefĂ€hrlichsten Bewohner kennt, aber laufen lĂ€sst, macht sich mitschuldig am Leid der Opfer.

Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, bei den Angehörigen der getöteten Frau und bei allen, die diesen Abend niemals vergessen werden. Sie haben ein Recht darauf, dass ihr Leid nicht folgenlos bleibt – sondern endlich zu einem grundlegenden Umdenken fĂŒhrt.

Wissenswertes zum Thema