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08.01.2026
15:00 Uhr

Russische Streitkräfte melden Einnahme strategisch wichtiger Ortschaft in der Region Dnipropetrowsk

Russische Streitkräfte melden Einnahme strategisch wichtiger Ortschaft in der Region Dnipropetrowsk

Das russische Verteidigungsministerium hat am Donnerstag die Eroberung einer weiteren Ortschaft im Südosten der Ukraine verkündet. Nach Angaben aus Moskau wurde das Dorf Brazke in der Region Dnipropetrowsk eingenommen, das etwa 80 Kilometer von der Stadt Saporischschja entfernt liegt. Die russische Seite schreibt der Ortschaft eine „große taktische Bedeutung" zu.

Geländegewinne außerhalb der annektierten Gebiete

Bemerkenswert an dieser Entwicklung ist, dass die Region Dnipropetrowsk nicht zu den vier ukrainischen Gebieten gehört, die Russland im September 2022 für annektiert erklärt hatte. Während Moskau die Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson als russisches Staatsgebiet beansprucht, liegt Dnipropetrowsk außerhalb dieser Annexionszone. Dennoch rückten russische Truppen im vergangenen Sommer in diesem Gebiet vor, wobei sie auf eine zahlenmäßig unterlegene und schlechter ausgerüstete ukrainische Armee trafen.

Anhaltende Angriffe auf ukrainische Infrastruktur

Die militärischen Operationen Russlands in der Ukraine dauern unvermindert an. Ende 2025 kontrollierte Russland nach verschiedenen Schätzungen bereits fast 20 Prozent des ukrainischen Territoriums. In der Nacht zum Donnerstag wurden erneut die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja Ziel russischer Angriffe. Die Folgen für die Zivilbevölkerung waren erheblich: Zahlreiche Menschen mussten ohne Stromversorgung auskommen, viele hatten zudem keinen Zugang zu Heizung und fließendem Wasser.

Humanitäre Lage verschärft sich

Die wiederholten Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur, insbesondere auf Energieversorgungsanlagen, haben die humanitäre Situation in den betroffenen Gebieten deutlich verschärft. Gerade in den Wintermonaten stellt der Ausfall von Strom und Heizung eine erhebliche Belastung für die Zivilbevölkerung dar.

Der Konflikt in der Ukraine, der im Februar 2022 mit dem russischen Einmarsch begann, hat sich zu einem langwierigen Abnutzungskrieg entwickelt. Während diplomatische Bemühungen um eine Beendigung der Kampfhandlungen bislang erfolglos blieben, gehen die militärischen Auseinandersetzungen an verschiedenen Frontabschnitten weiter. Die jüngste gemeldete Einnahme von Brazke reiht sich in eine Serie von Geländegewinnen ein, die Russland in den vergangenen Monaten für sich beansprucht hat.

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