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24.09.2026
17:13 Uhr
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Ölschock am Golf: Macron will Trump zur Hormus-Rettung bewegen

Ölschock am Golf: Macron will Trump zur Hormus-Rettung bewegen
Symbolbild: KI-generiert

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump am Montag in New York mehrere Vorschläge gemacht, wie der Ölpreis wieder sinken könnte. Am Rande der UN-Generaldebatte ging es vor allem um die faktisch blockierte Straße von Hormus und um den Schutz saudischer Energieanlagen. Ob Washington mitzieht, ist offen.

Gute Stimmung, wenig Konkretes

Nach dem Treffen gab sich Macron vor Journalisten zufrieden. Das Gespräch sei „sehr konstruktiv“ gewesen, sagte er. Es gebe den „Willen“, die Meerenge wieder zu öffnen.

„Es wurden mehrere Lösungen erörtert, die es ohne ein umfassendes Abkommen ermöglichen würden, Mittel und Wege zu finden, damit mehr Containerschiffe und Tanker passieren können.“

Welche Lösungen das sein sollen, sagte Macron nicht. Hier bleibt die Diplomatie wieder einmal vage, während Verbraucher und Unternehmen an der Zapfsäule und bei der Stromrechnung längst draufzahlen.

Das Nadelöhr der Weltwirtschaft

Wie aus Diplomatenkreisen verlautete, will Paris gemeinsam mit den USA und weiteren Partnern eine Resolution des UN-Sicherheitsrates auf den Weg bringen. Sie soll die freie Schifffahrt durch die Meerenge garantieren. So könnten sich UN-Mitgliedstaaten an der Sicherung beteiligen, und Washington und Teheran könnten sich wieder auf andere Streitfragen wie das iranische Atomprogramm konzentrieren.

Warum das so wichtig ist, zeigt ein Blick auf die Landkarte. Durch die Straße von Hormus läuft normalerweise rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls und Flüssigerdgases. Seit die USA und Israel im Februar den Krieg gegen den Iran begonnen haben, ist die Route faktisch dicht. Teheran greift immer wieder US-Stützpunkte und Energieanlagen in den verbündeten Golfstaaten an.

Schon im April hatten sich Frankreich und Großbritannien bereit erklärt, den Schiffsverkehr militärisch abzusichern. Dazu würde auch gehören, die vom Iran gelegten Minen zu räumen. Die Bedingung dafür wäre allerdings, dass die gegenseitigen Angriffe aufhören. Trump zeigte daran bisher wenig Interesse.

Zweite Front am Roten Meer

Die Lage wird noch schlimmer, weil auch der Ausweg über das Rote Meer bedroht ist. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat Berichten zufolge die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab übernommen und zuletzt Anlagen des saudischen Ölkonzerns Aramco angegriffen. Nach Drohnenangriffen aus dem Irak wurde zudem die Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien vorübergehend geschlossen. Diese Leitung ist die Lebensader, über die Riad Öl an Hormus vorbei exportieren kann.

Frankreich bietet deshalb an, die saudische Infrastruktur zu schützen, etwa den Hafen Janbu am Roten Meer und die Pipeline. Aus Diplomatenkreisen hieß es, der Ansatz sei „rein defensiv“. Man wolle im Konflikt mit den Huthis ausdrücklich keine Partei ergreifen.

Auch die Ukraine auf der Agenda

Macron sprach nach eigenen Angaben mit Trump auch über mehr Abfangjäger für die Ukraine. Nach einem Treffen mit Wolodymyr Selenskyj brachte er auf X eine „Energie-Waffenruhe“ und ein Moratorium im Schwarzen Meer ins Gespräch. Selenskyj wollte Trump am Dienstag treffen und hatte zuvor von einer „diplomatischen Dynamik“ gesprochen. Einen Durchbruch haben die bisherigen Verhandlungen nach mehr als viereinhalb Jahren Krieg allerdings nicht gebracht.

Und Berlin? Schaut zu

Auffällig ist, wer in New York nicht am Tisch sitzt: Deutschland. Dabei ist gerade die rohstoffarme deutsche Industrie auf bezahlbare Energie angewiesen. Laut Marktberichten notierte die Sorte Brent zuletzt knapp unter 99 US-Dollar, nachdem sie wenige Wochen zuvor über die 100-Dollar-Marke gestiegen war. Diese Preise treffen den ohnehin angeschlagenen Standort hart.

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Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser muss selbst recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen allein die Verantwortung.

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