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22.01.2026
15:00 Uhr

Klimaextremisten wollten Kanzler-Flugzeug attackieren – Polizei schlägt rechtzeitig zu

Klimaextremisten wollten Kanzler-Flugzeug attackieren – Polizei schlägt rechtzeitig zu

In einer nächtlichen Aktion hat die Polizei im Sauerland offenbar einen geplanten Anschlag von Klimaaktivisten auf das private Kleinflugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz vereitelt. Drei Verdächtige wurden auf dem Flugplatz Arnsberg-Menden festgenommen, nachdem sie widerrechtlich auf das Gelände eingedrungen waren. Ein vierter Tatverdächtiger war bereits zuvor bei einer Verkehrskontrolle aufgefallen – und lieferte den entscheidenden Hinweis.

Verkehrskontrolle führt zur Entdeckung der mutmaßlichen Täter

Der Zufall spielte den Ermittlern in die Hände. Ein Mann, der bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle auffiel, gab an, den örtlichen Flugplatz zu suchen. Was zunächst harmlos klingen mag, entpuppte sich als brisanter Hinweis: Zu dieser Person lagen nach Angaben der Behörden „polizeiliche Erkenntnisse aus dem Spektrum politisch motivierter Kriminalität" vor. Die Beamten reagierten umgehend und überprüften das Flugplatzgelände.

Dort stießen sie auf drei weitere Personen – zwei Frauen und einen Mann im Alter zwischen 23 und 58 Jahren –, die sich unbefugt Zugang verschafft hatten. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg und die Polizei Meschede ordnen die Festgenommenen dem „Spektrum Klimaaktivisten" zu. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe beabsichtigte, ein auf dem Flugplatz abgestelltes Flugzeug zu beschädigen, das sich im Besitz des Bundeskanzlers befindet.

Merz' Flugleidenschaft als Zielscheibe ideologischer Fanatiker

Friedrich Merz ist bekennender Hobbypilot und besitzt eine Pilotenlizenz. Sein zweimotoriges Propellerflugzeug, das er privat nutzt, steht offenbar auf dem Flugplatz in seinem Heimat-Wahlkreis im Sauerland. Diese Leidenschaft machte bereits 2022 Schlagzeilen, als Merz damit zur Hochzeit des damaligen Bundesfinanzministers Christian Lindner nach Sylt flog.

Dass ausgerechnet das Privateigentum des Regierungschefs ins Visier von Klimaextremisten gerät, wirft ein bezeichnendes Licht auf die zunehmende Radikalisierung dieser Bewegung. Was als vermeintlich friedlicher Protest begann, hat sich längst zu einer Form des politischen Extremismus entwickelt, der vor nichts mehr zurückschreckt.

Flughäfen als bevorzugte Aktionsorte der Klimabewegung

Die Attacke auf Merz' Flugzeug wäre kein Einzelfall gewesen. Klimaaktivisten haben in der Vergangenheit wiederholt Flughäfen und Flugplätze für ihre Protestaktionen missbraucht. Im Sommer 2023 besprühten sie auf einem Flugplatz auf Sylt einen Privatjet mit orangener Farbe. Derartige Sachbeschädigungen werden von den Tätern als legitimer „ziviler Ungehorsam" verklärt – in Wahrheit handelt es sich um Straftaten, die den Rechtsstaat herausfordern.

Ein Symptom gesellschaftlicher Spaltung

Der versuchte Anschlag auf das Eigentum des Bundeskanzlers ist mehr als nur ein krimineller Akt – er ist Ausdruck einer tiefen gesellschaftlichen Spaltung, die Deutschland seit Jahren durchzieht. Bewegungen wie „Fridays for Future" oder die „Letzte Generation" haben eine Atmosphäre geschaffen, in der sich radikale Elemente ermutigt fühlen, immer weiter zu gehen. Die Grenzen zwischen Protest und Kriminalität verschwimmen zusehends.

Dass die Polizei diesmal rechtzeitig eingreifen konnte, ist ein Erfolg. Doch die Frage bleibt: Wie lange noch können die Sicherheitsbehörden solche Aktionen verhindern? Die Ermittlungen dauern an, weitere Auskünfte seien „bis auf Weiteres" nicht möglich, teilten die Behörden mit. Die geplanten Protestaktionen jedenfalls fanden nicht mehr statt – diesmal.

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