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25.09.2026
21:28 Uhr
KI-generiert

Friedens-Poker in der WĂŒste: Trump will Kiew und Moskau an einen Tisch!

Friedens-Poker in der WĂŒste: Trump will Kiew und Moskau an einen Tisch!
Symbolbild: KI-generiert

Washington startet einen neuen Anlauf, um den Ukraine-Krieg zu beenden. Die USA schlagen ein Dreiertreffen mit der Ukraine und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor. Das sagte der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj am Freitag in einem PressegesprĂ€ch ĂŒber WhatsApp. Der Kreml will zumindest nicht ausschließen, dass es bald dazu kommt.

Seit gut viereinhalb Jahren tobt der Krieg, der im Februar 2022 mit dem russischen Großangriff begann. Die Frage ist, ob dieser Vorstoß mehr bringt als die vielen davor.

Kiew wartet auf einen Termin

Nach Selenskyjs Darstellung hat die amerikanische Seite ein Treffen auf Arbeitsebene angeregt, also zwischen UnterhÀndlern und nicht zwischen Staatschefs. Einen Termin gibt es noch nicht.

„Wir warten auf einen Terminvorschlag der US-Seite, die die Emirate als möglichen Tagungsort ins Spiel gebracht hat.“

Aus Moskau kommt ein vorsichtiges Signal. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, ein solches Treffen könne bald stattfinden. Details gebe es aber noch keine. Diplomatisch heißt das: Man hĂ€lt sich alles offen.

GeschÀfte hinter den Kulissen

Interessant ist, was parallel lĂ€uft. Nach Angaben Peskows hat der russische Sonderbeauftragte Kirill Dmitrijew in den USA GesprĂ€che gefĂŒhrt. Dabei sei es vor allem um wirtschaftliche Themen gegangen. Laut einer mit dem Vorgang vertrauten Person, auf die sich die Nachrichtenagentur Reuters beruft, traf Dmitrijew am 24. September die US-Vertreter Steve Witkoff und Jared Kushner.

Beobachter sehen darin ein bekanntes Muster: Moskau lockt Washington mit wirtschaftlicher Zusammenarbeit, wÀhrend an der Front weiter gekÀmpft wird. Ob das Frieden schafft oder den Kreml nur Zeit gewinnen lÀsst, ist offen.

Déjà-vu in Abu Dhabi

Neu ist das Format nicht. Schon Anfang 2026 saßen Vertreter der drei LĂ€nder in Abu Dhabi zusammen, spĂ€ter auch in Genf. Einen Durchbruch gab es nicht. Medienberichten zufolge blieben die entscheidenden Fragen ungelöst: Wem gehören welche Gebiete, und wer garantiert die Sicherheit der Ukraine?

Anfang September reisten Witkoff und Kushner erst nach Moskau, wo sie drei Stunden mit Wladimir Putin sprachen, und dann zum ersten Mal seit Kriegsbeginn nach Kiew. Dort warb Kushner laut Medienberichten offen dafĂŒr, zu den DreiergesprĂ€chen zurĂŒckzukehren.

Zehn Tage bis zur Stunde der Wahrheit?

Zuletzt traf Selenskyj Donald Trump am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Danach besprachen UnterhÀndler beider LÀnder die Einzelheiten. Selenskyj gab sich optimistisch und setzte eine Frist:

„Wir werden diese Details mit der europĂ€ischen Seite besprechen, die Amerikaner werden mit den Russen sprechen, und wir werden in zehn Tagen entweder mit einer neuen Perspektive oder einem Ergebnis zurĂŒckkehren.“

Medienberichten zufolge geht es in dem US-Paket um eine Waffenruhe fĂŒr die Energie-Infrastruktur, einen Getreidekorridor und neue Verhandlungen. Das ist dringend, denn vor dem Winter rechnet Kiew erneut mit schweren russischen Angriffen auf das Stromnetz. Selenskyj soll Trump außerdem gebeten haben, den Krieg bei seinem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping anzusprechen.

Und Europa? Schaut wieder zu

AuffĂ€llig ist, wer nicht am Verhandlungstisch sitzt. Die EuropĂ€er sollen von Kiew „informiert“ werden. Beim Treffen in Kiew im September durften die Sicherheitsberater aus London, Paris und Berlin laut Reuters erst in der letzten Stunde dazukommen.

FĂŒr Deutschland ist das eine bittere Lage. Kaum ein Land hat so viele Milliarden Euro fĂŒr die Ukraine bereitgestellt, und kaum ein Land leidet so stark unter hohen Energiepreisen und einer schwachen Konjunktur. Trotzdem bestimmen Washington und Moskau, wie verhandelt wird. Kritiker sehen darin das Ergebnis jahrelanger außenpolitischer SchwĂ€che, die auch die Regierung Merz bisher nicht beenden konnte.

Ob in der WĂŒste tatsĂ€chlich Frieden entsteht oder nur die nĂ€chste Runde folgenloser GesprĂ€che beginnt, dĂŒrfte sich schon in den kommenden Tagen zeigen. Bis dahin gilt, was schon seit Monaten gilt: Die Hoffnung ist groß, die Skepsis bleibt berechtigt.

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