Kettner Edelmetalle
05.08.2026
15:09 Uhr
KI-generiert

Ceuta: Abgeschobene Terroristen kehren durch das Grenzloch zurück – und Europa schaut zu

Ceuta: Abgeschobene Terroristen kehren durch das Grenzloch zurück – und Europa schaut zu
Symbolbild: KI-generiert

Es sind Bilder, die sich in das kollektive Gedächtnis Europas einbrennen sollten: Zehntausende Menschen, die vergangenen Donnerstag den Grenzzaun der spanischen Exklave Ceuta überrannten. Ein Massenansturm, der nicht als Ausnahme, sondern als Blaupause verstanden werden muss. Denn nun berichten spanische Medien wie El Español und The Objective unter Berufung auf Sicherheitskreise etwas, das jeden europäischen Bürger alarmieren müsste: Unter den Eingedrungenen sollen sich mehrere bereits verurteilte Jihadisten befinden – Männer, die Spanien einst mühsam abgeschoben hatte.

Zehn identifizierte Islamisten – und die Zahl könnte steigen

Beamte der Informationsabteilung der Nationalpolizei und des Nachrichtendienstes der Guardia Civil sollen bei der Auswertung von Überwachungsvideos, Medienbildern und Aufnahmen aus sozialen Netzwerken mindestens zehn Personen wiedererkannt haben, die zuvor wegen Verbindungen zum jihadistischen Terrorismus festgenommen und verurteilt worden seien. Anschließend habe man sie nach Marokko verbracht. Und jetzt? Sind sie offenbar wieder da. Die Ermittler rechneten damit, dass die Zahl noch steigen könnte, heißt es.

Besonders beunruhigend sei der Umstand, dass sich die Betroffenen weiterhin in Ceuta aufhalten könnten. Rund 5.000 der eingereisten Migranten seien zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht nach Marokko zurückgebracht worden. Ob die erkannten Personen inzwischen festgenommen wurden – oder längst auf dem spanischen Festland und damit im Schengen-Raum unterwegs sind –, sei unbekannt. Namen? Fahndungsbilder? Nichts. Stille.

Eine Abschiebung, die durch einen einzigen Sturm auf einen Grenzzaun rückgängig gemacht wird, ist keine Abschiebung. Sie ist eine bürokratische Formalie mit Rückfahrschein.

Das Innenministerium schweigt – wie immer

Euronews habe das spanische Innenministerium, die Nationalpolizei und die Guardia Civil um Stellungnahmen gebeten. Antwort: keine. Auch eine öffentliche Erklärung der Sicherheitsbehörden liege bislang nicht vor. Man kennt dieses Muster aus Berlin ebenso wie aus Madrid. Erst schweigt man, dann relativiert man, und schließlich erklärt irgendein Amtsträger die unbequeme Nachricht zur Falschmeldung.

Genau so lief es 2021. Damals, während der ersten großen Ceuta-Krise, gelangten binnen weniger Tage rund 8.000 Menschen aus Marokko in die Exklave. Auch damals wurde über jihadistische Rückkehrer aus Syrien berichtet. Polizeiquellen wiesen es zurück, die Regierungsdelegierte sprach von einer böswilligen Falschmeldung. Es habe keine Hinweise gegeben, dass syrische Jihadisten über den Grenzübergang El Tarajal gelangt seien. Punkt, Ende der Debatte. Wer heute die Berichte liest, darf sich fragen, wie viel diese Dementis wert waren.

Die Route der Schleuser ist längst auch die Route des Terrors

Dass Islamisten irreguläre Migrationswege nutzen, ist keine Verschwörungstheorie, sondern behördlich dokumentiert. Nach den von El Español zitierten Angaben des Innenministeriums seien in den vergangenen Jahren mindestens 15 später festgenommene Islamisten mit Hilfe von Schleusernetzwerken nach Spanien gelangt. Von 191 zwischen 2018 und 2022 festgenommenen islamistischen Extremisten hätten sich acht Prozent illegal im Land aufgehalten.

Acht Prozent. Für jeden, der in Zahlen denkt, ist das eine Größenordnung, die man nicht wegdiskutieren kann. Für jeden, der in Menschenleben denkt, ist es eine tickende Uhr.

Und Deutschland? Erinnert sich an 2015

Man muss kein Prophet sein, um sich an die beruhigenden Beschwichtigungen deutscher Innenminister zu erinnern, wonach sich unter den Ankommenden keine Terroristen befänden und eine steigende Kriminalitätsrate nicht zu erwarten sei. Die Realität hat diese Sätze in Berlin, Ansbach, Würzburg, Solingen und Mannheim widerlegt. Es sind nicht Einzelfälle, sondern ein Muster, das eine ganze politische Klasse jahrelang leugnete – und dessen Rechnung heute Bürger bezahlen, die niemand gefragt hat.

Ceuta ist Europas offene Wunde am südlichen Rand. Wer glaubt, ein überrannter Grenzzaun in Nordafrika sei ein spanisches Regionalproblem, hat die Logik des Schengen-Raums nicht verstanden. Wer dort hineinkommt, ist morgen in Madrid, übermorgen in Paris und Frankfurt. Ohne Kontrolle, ohne Papiere, ohne Namen.

Was jetzt nötig wäre – und was stattdessen geschieht

Man müsste die verbliebenen Migranten konsequent biometrisch erfassen, Fingerabdrücke abgleichen, Datenbanken auswerten, Gefährder festsetzen und ausnahmslos zurückführen. Technisch ist das möglich – Gesichtserkennung funktioniert längst zuverlässiger als jede politische Willenserklärung. Doch es fehlt nicht an Technik. Es fehlt am Willen. Stattdessen wird in Brüssel debattiert, es werden Ausschüsse gegründet, Papiere formuliert und Zuständigkeiten verschoben. Verwaltete Ohnmacht als Regierungsprogramm.

Die schlichte Wahrheit lautet: Ein Staat, der seine Außengrenze nicht schützen kann, kann seine Bürger nicht schützen. Und ein Kontinent, der abgeschobene Terroristen binnen Monaten wieder empfängt, hat den Begriff der Souveränität aufgegeben. Diese Auffassung teilt nach unserer Beobachtung nicht nur unsere Redaktion, sondern ein Großteil der Bürger in Deutschland und Europa, die seit Jahren spüren, dass Politik gegen und nicht für sie gemacht wird. Was wir bräuchten, sind Verantwortliche, die Grenzen als Grenzen begreifen – nicht als moralische Zumutung.

Unsicherheit als neue Normalität – und was das für Vermögen bedeutet

Sicherheitspolitisches Versagen bleibt selten auf die innere Sicherheit beschränkt. Wo staatliche Ordnungsfunktionen erodieren, wächst das Misstrauen – gegenüber Institutionen, Währungen, Versprechen. Historisch haben Menschen in solchen Phasen stets nach Werten gesucht, die keiner politischen Beschlusslage bedürfen. Physisches Gold und Silber gehören zu jenen wenigen Vermögensformen, die sich weder abschieben noch per Verwaltungsakt entwerten lassen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio sind sie ein bewährter Anker in unruhigen Zeiten.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die dargestellten Inhalte beruhen auf öffentlich zugänglichen Informationen und der Einschätzung unserer Redaktion. Jeder Leser ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt für seine Entscheidungen die volle Verantwortung. Bei individuellen Fragen empfehlen wir die Konsultation qualifizierter Fachleute.

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