Kettner Edelmetalle
22.12.2025
16:48 Uhr

Bundesregierung droht Andersdenkenden: „Es kann auch ihnen passieren"

Was sich dieser Tage in den Hallen der Macht abspielt, lĂ€sst selbst hartgesottene Beobachter erschaudern. Die deutsche Bundesregierung hat auf einer Regierungspressekonferenz am 17. Dezember 2025 eine Drohung ausgesprochen, die in ihrer UnverblĂŒmtheit an dĂŒstere Kapitel europĂ€ischer Geschichte erinnert. Im Zusammenhang mit der Sanktionierung des Schweizer Generalstabsobersten Jacques Baud verkĂŒndete das AuswĂ€rtige Amt, dass „alle", die vom offiziellen Narrativ abweichen, mit Ă€hnlichen Konsequenzen rechnen mĂŒssten.

Eine Drohkulisse, die sprachlos macht

Der Sprecher des AuswĂ€rtigen Amtes, Martin Giese, ließ keinen Zweifel an der Entschlossenheit der Regierung aufkommen. Menschen, die sogenannte „Desinformation" verbreiten wĂŒrden, könnten sanktioniert werden, sofern die „rechtlichen GrĂŒnde" vorlĂ€gen und der Rat der EuropĂ€ischen Union entsprechend entscheide. Wörtlich fĂŒgte er hinzu: „Das ist geschehen, das wird auch weiterhin geschehen, das ist in der Vergangenheit geschehen, und alle, die auf diesem Feld unterwegs sind, mĂŒssen damit rechnen, dass es auch ihnen passieren kann."

Man reibt sich verwundert die Augen. Hier spricht nicht etwa ein FunktionĂ€r eines autoritĂ€ren Regimes irgendwo am anderen Ende der Welt – hier spricht ein Vertreter jener Bundesrepublik, die sich stets als HĂŒterin von Demokratie und Meinungsfreiheit geriert. Die Chuzpe, mit der diese Drohung ausgesprochen wurde, ist bemerkenswert. Giese machte es sich nicht etwa „bequem", indem er auf BrĂŒssel verwies. Nein, er ging noch weiter: „Ja, auch wir sind davon ĂŒberzeugt. Deswegen war es eine einstimmige Entscheidung."

Der Fall Baud: Ein PrĂ€zedenzfall fĂŒr die Meinungsfreiheit

Jacques Baud, ein unbescholtener Schweizer StaatsbĂŒrger und ehemaliger Generalstabsoberst, wurde von der EU sanktioniert, weil seine Analysen zum Ukraine-Konflikt offenbar nicht dem gewĂŒnschten Narrativ entsprechen. Der Mann, dessen BĂŒcher in vielen LĂ€ndern als Standardwerke zur TerrorismusbekĂ€mpfung und Geheimdienstarbeit gelten, wurde ohne jegliches rechtliches Gehör auf eine Sanktionsliste gesetzt. Ein Fundamentalprinzip des Rechtsstaats – das Recht, gehört zu werden, bevor man verurteilt wird – wurde schlichtweg ignoriert.

Besonders perfide mutet die Aussage des Außenamtssprechers an, wonach Sanktionierte ja „alle möglichen rechtlichen Mittel" hĂ€tten, um dagegen vorzugehen. Sie könnten den Rat anrufen oder den EuropĂ€ischen Gerichtshof bemĂŒhen. Was Giese dabei geflissentlich verschweigt: Baud hatte keinerlei Möglichkeit, sich vor der Sanktionierung zu verteidigen. Erst wird bestraft, dann darf man sich beschweren – wenn man denn die finanziellen Mittel und die Geduld aufbringt, einen jahrelangen Rechtsstreit zu fĂŒhren.

Parallelen zu dunklen Zeiten

Die Methoden, die hier zur Anwendung kommen, erinnern auf erschreckende Weise an Praktiken, die man eigentlich ĂŒberwunden glaubte. EinschĂŒchterung, Entrechtung, die Ausschaltung individueller Schutzmechanismen – all das sind Kennzeichen totalitĂ€rer Systeme. Dass ausgerechnet Deutschland, das Land, das wie kein anderes die Schrecken des 20. Jahrhunderts erlebt hat, nun wieder auf diesem Pfad wandelt, ist mehr als nur beunruhigend.

Die Corona-Pandemie hat bereits gezeigt, wohin die Reise geht. Zensur, Verfolgung Andersdenkender, Ausgrenzung und Bestrafung wurden damals erprobt und fĂŒr gut befunden. Was wir jetzt erleben, ist die konsequente Fortsetzung dieser Politik. Der Unterschied: Diesmal wird nicht einmal mehr der Versuch unternommen, die autoritĂ€ren Maßnahmen zu kaschieren. Man droht offen und unverblĂŒmt.

Die Meinungsfreiheit stirbt leise

Wer mit der Meinungsfreiheit ein Problem hat, ist nicht nur ein Verfassungsfeind, sondern auch ein Gegner der Demokratie. Diese simple Wahrheit scheint in den Köpfen der BrĂŒsseler und Berliner Machthaber nicht mehr prĂ€sent zu sein. Stattdessen wird ein Klima der Angst geschaffen, in dem sich immer weniger Menschen trauen, offen ihre Meinung zu Ă€ußern.

Die Ironie der Geschichte will es, dass ausgerechnet jene, die am lautesten vor „Desinformation" warnen, selbst die grĂ¶ĂŸten Verbreiter von Halbwahrheiten und Propaganda sind. Die EU-Kommission und die Bundesregierung haben in den vergangenen Jahren ein ums andere Mal bewiesen, dass sie mit der Wahrheit ein eher lockeres VerhĂ€ltnis pflegen. Doch wĂ€hrend der einfache BĂŒrger fĂŒr abweichende Meinungen sanktioniert werden kann, bleiben die MĂ€chtigen unbehelligt.

Was bedeutet das fĂŒr die Zukunft?

Die Entwicklung, die wir derzeit beobachten, ist zutiefst besorgniserregend. Wenn ein Staat beginnt, seine BĂŒrger fĂŒr ihre Meinungen zu bestrafen, ist der Weg in die Diktatur nicht mehr weit. Die EU, die sich gerne als Hort der Freiheit und Demokratie prĂ€sentiert, entpuppt sich zunehmend als das genaue Gegenteil: ein bĂŒrokratisches Monster, das abweichende Stimmen zum Schweigen bringen will.

FĂŒr die Schweiz, deren BĂŒrger Baud ist, stellt sich die dringende Frage, wie sie auf diese Provokation reagieren wird. Bisher hat der Bundesrat geschwiegen – ein Schweigen, das von vielen als stillschweigende Zustimmung interpretiert wird. Doch wenn die Eidgenossenschaft ihre SouverĂ€nitĂ€t und die Rechte ihrer BĂŒrger ernst nimmt, muss sie sich gegen diese WillkĂŒr zur Wehr setzen.

Die Botschaft aus Berlin und BrĂŒssel ist unmissverstĂ€ndlich: Wer nicht spurt, wird bestraft. Doch die Geschichte lehrt uns, dass solche Systeme auf Dauer keinen Bestand haben. Die Wahrheit lĂ€sst sich nicht unterdrĂŒcken, und frĂŒher oder spĂ€ter werden jene, die heute die Meinungsfreiheit mit FĂŒĂŸen treten, zur Rechenschaft gezogen werden. Bis dahin gilt: Gute Nacht, BrĂŒssel. Gute Nacht, Berlin. Gute Nacht, freies Europa.

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