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21.09.2026
15:02 Uhr
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Berlin-Wahl: 82 Prozent der Muslime stimmten fĂĽr linke Parteien

Berlin-Wahl: 82 Prozent der Muslime stimmten fĂĽr linke Parteien
Symbolbild: KI-generiert

Bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 hat sich die Hauptstadt politisch neu sortiert – und eine Wählergruppe stach dabei besonders heraus. Nach einer Auswertung der Forschungsgruppe Wahlen, über die zuerst die Katholische Nachrichten-Agentur berichtete, wählten 51 Prozent der muslimischen Berliner die Linkspartei. Zählt man SPD, Grüne und BSW hinzu, kommen linke Parteien in dieser Gruppe auf 82 Prozent.

Ein Zuwachs von 36 Punkten – in einer einzigen Wahlperiode

Der Sprung ist bemerkenswert: Gegenüber der Wiederholungswahl vom Februar 2023 legte die Linkspartei unter muslimischen Wählern den Berichten zufolge um 36 Prozentpunkte zu. Zweitstärkste Kraft wurde in dieser Gruppe ausgerechnet das BSW mit 17 Prozent – jene Partei, die den Einzug ins Abgeordnetenhaus mit 4,7 Prozent verpasste.

Die SPD, jahrzehntelang die klassische Adresse für Wähler mit Zuwanderungsgeschichte, kam noch auf elf Prozent. Die Grünen stürzten auf drei Prozent ab. Wer über Milieus und Wählerwanderungen spricht, kommt an diesen Zahlen nicht vorbei.

Bei Kirchenmitgliedern liegt die CDU vorn – doch die AfD holt auf

Ganz anders das Bild bei Katholiken und Protestanten: Hier landete die CDU jeweils auf Platz eins, mit 30 Prozent bei katholischen Wählern und 29 beziehungsweise 24 Prozent bei protestantischen Männern und Frauen. Besonders treu blieben die Älteren: 46 Prozent der Katholiken ab 60 Jahren wählten die Union.

Gleichzeitig verzeichnete die AfD gerade unter Kirchenmitgliedern überdurchschnittliche Zugewinne – laut der Auswertung elf Punkte bei Katholiken und neun bei Protestanten, während sie im Gesamtdurchschnitt nur 7,2 Punkte zulegte. Bei jungen Kirchgängern unter 34 Jahren wiederum stand die Linkspartei mit jeweils 33 Prozent an der Spitze. Auch Konfessionslose wählten am häufigsten links (28 Prozent), dahinter folgten AfD und CDU mit je 17 sowie die Grünen mit 16 Prozent.

Das Gesamtergebnis: Historischer Absturz zweier Volksparteien

Das vorläufige amtliche Endergebnis liest sich für die Berliner Union wie ein Menetekel. Die Linke wurde mit 25,7 Prozent erstmals stärkste Kraft, die CDU fiel auf 18,8 Prozent – 2023 waren es noch 28,2 Prozent. Die AfD erreichte 16,3, die Grünen 14,3 Prozent. Die SPD rutschte auf ein historisches Tief von 12,1 Prozent, nachdem sie in besseren Zeiten in Berlin einmal über 60 Prozent geholt hatte.

Aus Sicht unserer Redaktion ist das mehr als ein Hauptstadt-Phänomen. Wenn sich ganze Wählergruppen derart geschlossen politisch verorten, ist das ein Befund über den Zustand der Integrations- und Gesellschaftspolitik – und eine Rechnung, die vor allem jene Unionsstrategen präsentiert bekommen, die Wähler mit dem ewigen Versprechen von Kurskorrekturen bei der Stange halten wollten.

Warum das auch Sparer betrifft

Politisch dürfte es unruhig bleiben: Medienberichten zufolge zeichnet sich ein Konflikt zwischen einem möglichen Linksbündnis und der Bundesregierung ab, weil Bundeskanzler Friedrich Merz ein Gesetz gegen Enteignungen vorantreiben wolle. Für Eigentümer, Vermieter und Investoren in der Hauptstadt bedeutet das vor allem eines: Planungsunsicherheit.

Wer Vermögen über politische Zyklen hinweg sichern will, denkt deshalb in Sachwerten. Physisches Gold und Silber lassen sich weder per Volksentscheid vergesellschaften noch per Landesgesetz deckeln – als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bleiben sie ein nüchternes Gegengewicht zu politischer Volatilität.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren beziehungsweise fachkundigen Rat einholen.

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