
Bauwirtschaft vor Neuausrichtung: Rechenzentren und Energieinfrastruktur als Wachstumstreiber

WĂ€hrend die deutsche Wirtschaft weiterhin unter den Folgen einer verfehlten Energiepolitik und ĂŒberbordender BĂŒrokratie Ă€chzt, zeichnet sich in den Vereinigten Staaten eine bemerkenswerte Entwicklung ab. Die amerikanische Bauwirtschaft steht offenbar vor einer neuen Wachstumsphase, die von drei Sektoren maĂgeblich getragen werden soll: Rechenzentren, Energieinfrastruktur und das Gesundheitswesen.
Goldman Sachs prognostiziert solides Wachstum
Eric Gaus, Chefökonom beim Dodge Construction Network, erörterte gemeinsam mit Analysten von Goldman Sachs die aktuelle Lage der US-amerikanischen Baubranche. Das Ergebnis ihrer Analyse dĂŒrfte Investoren aufhorchen lassen: FĂŒr den privaten Nichtwohnungsbau wird eine RĂŒckkehr zum Wachstum ab 2026 erwartet. Die Analysten um Adam Bubes prognostizieren ein nominales Wachstum von zwei Prozent im Jahr 2026, das sich 2027 auf fĂŒnf Prozent beschleunigen soll.
Der Dodge Momentum Index gilt als verlĂ€sslicher FrĂŒhindikator fĂŒr die amerikanische BauaktivitĂ€t. Er misst den Dollarwert neuer Nichtwohnungsbauprojekte, die in die Planungsphase eintreten. FĂŒr Industrieunternehmen, Baustoffhersteller, IngenieurbĂŒros und Immobilienfonds liefert dieser Index wertvolle Signale â nicht selten kĂŒndigt er auch breitere Wendepunkte im Konjunkturzyklus an.
Der KI-Boom erreicht die Realwirtschaft
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Bereich der Rechenzentren. Bereits vor zweieinhalb Monaten zeigte der Dodge Momentum Index einen deutlichen Anstieg geplanter Rechenzentrum-Projekte fĂŒr 2026. UBS-Analyst Steven Fisher hatte schon im Mai vergangenen Jahres vorausgesagt, dass der unter Trump angestoĂene Bauboom fĂŒr KI-Rechenzentren erst Anfang 2026 in der Realwirtschaft ankommen wĂŒrde.
âWir erwarten, dass Konjunkturimpulse und strukturelle KrĂ€fte die Erholung antreiben werden, wĂ€hrend zyklische Faktoren schwach bleiben"
Diese EinschĂ€tzung Fishers scheint sich nun zu bewahrheiten. Die massive Nachfrage nach RechenkapazitĂ€ten fĂŒr kĂŒnstliche Intelligenz treibt Investitionen in die physische Infrastruktur voran â ein Trend, der auch den Energiesektor erfasst, denn Rechenzentren sind bekanntlich wahre Stromfresser.
Was Deutschland daraus lernen könnte
WĂ€hrend die USA mit pragmatischer Wirtschaftspolitik die Weichen fĂŒr Wachstum stellen, verharrt Deutschland in ideologischen GrabenkĂ€mpfen. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar Besserung versprochen, doch die RealitĂ€t sieht anders aus: Ein 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket belastet kĂŒnftige Generationen, wĂ€hrend die Infrastruktur weiter verfĂ€llt.
Die amerikanische Entwicklung zeigt eindrĂŒcklich, wie wichtig es ist, auf zukunftstrĂ€chtige Sektoren zu setzen und bĂŒrokratische HĂŒrden abzubauen. Rechenzentren, moderne Energieinfrastruktur und ein leistungsfĂ€higes Gesundheitswesen â das sind die Bausteine einer prosperierenden Wirtschaft. Deutschland tĂ€te gut daran, sich an diesem Beispiel zu orientieren, anstatt weiterhin mit ideologisch motivierten Projekten Ressourcen zu verschwenden.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst fĂŒr seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchfĂŒhren sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.










