Kettner Edelmetalle
05.06.2026
21:09 Uhr

Angst vor deutschen Panzern? GrĂŒnen-Chefin Brantner entdeckt die alte Lieblingsangst neu

Angst vor deutschen Panzern? GrĂŒnen-Chefin Brantner entdeckt die alte Lieblingsangst neu

Es gibt politische Aussagen, die so weit an der RealitĂ€t vorbeischrammen, dass man sich verwundert die Augen reibt. Die jĂŒngste Wortmeldung der GrĂŒnen-Vorsitzenden Franziska Brantner gehört zweifellos in diese Kategorie. Im Funke-Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ warnte sie allen Ernstes davor, dass Deutschlands NachbarlĂ€nder Angst hĂ€tten – Angst, weil sich die Bundesrepublik angeblich „wieder militarisiere“. Man möchte fragen: In welcher Welt lebt diese Partei eigentlich?

Die Wiederbelebung eines uralten Topos

Brantner zitiert in ihrer Argumentation die vermeintlichen Sorgen der Nachbarn: „Wir sagen, wir investieren in unsere VerteidigungsfĂ€higkeit, ja, unsere Nachbarn sagen, Deutschland militarisiert sich wieder.“ Es sei zwar gut, dass Deutschland mehr investiere, aber wenn der Bundeskanzler die Bundeswehr zur „stĂ€rksten Armee Europas“ machen wolle, sei das eben problematisch. Denn – so die GrĂŒnen-Chefin – die Angst vor einem zu starken Deutschland sei „ja immer da“.

Es ist bemerkenswert, mit welcher SelbstverstĂ€ndlichkeit hier ein historisches Schreckgespenst aus der Mottenkiste geholt wird. Der Verweis auf die deutsche Vergangenheit, auf die Sorge vor einem militĂ€risch erstarkten Deutschland, gehört zum festen rhetorischen Repertoire jener politischen Strömung, die seit Jahrzehnten reflexhaft den eigenen Staat unter Generalverdacht stellt. Doch passt diese ErzĂ€hlung ĂŒberhaupt noch zur Wirklichkeit?

Welche AufrĂŒstung denn eigentlich?

Die zentrale Frage, die Brantner in ihrem Furor offenbar zu stellen vergisst, lautet schlicht: Von welcher furchteinflĂ¶ĂŸenden MilitĂ€rmacht spricht sie eigentlich? Die deutsche Bundeswehr, deren erbĂ€rmlicher Zustand selbst von den staatlich finanzierten Sendern dokumentiert wird, ist alles andere als eine Bedrohung fĂŒr irgendjemanden. Munition reicht fĂŒr wenige Tage intensiver Gefechte. Material ist veraltet, beschĂ€digt oder lĂ€ngst in die Ukraine abgeflossen.

Eine Truppe, die jahrelang mit schwarz angemalten Besenstielen statt GeschĂŒtzrohren ins Manöver zog, soll nun ihre Nachbarn in Angst und Schrecken versetzen? Diese Vorstellung ist nicht beunruhigend – sie ist absurd.

Wer mit offenen Augen durch Frankreich, Polen, Tschechien oder die Benelux-Staaten reist, der erfĂ€hrt schnell, was unsere Nachbarn tatsĂ€chlich umtreibt: die kostspielige Energiewende, der schleichende Niedergang einer einst stolzen Industrienation und eine Migrationspolitik, die viele im Ausland mit KopfschĂŒtteln verfolgen. Von einer angeblichen deutschen „Militarisierung“ ist hingegen nirgends die Rede. Die Sorge ist nicht der deutsche Panzer, sondern die deutsche Bevormundung.

Das eigentliche Ziel: eine Verteidigungsunion außerhalb der NATO

Hinter den scheinbar harmlosen Warnungen verbirgt sich jedoch ein durchaus konkretes politisches Programm. Brantner fordert nĂ€mlich eine europĂ€ische Verteidigungsunion, zu der auch Großbritannien gehören solle. Da ein BĂŒndnis aller 27 EU-Staaten mit dem leidigen Prinzip der Einstimmigkeit kaum funktioniere, mĂŒsse man „zweigleisig“ fahren und neben NATO und EU neue Strukturen etablieren.

Das Mantra dahinter formuliert sie unmissverstĂ€ndlich: „Nie wieder allein, nie wieder darf Deutschland etwas alleine machen.“ Übersetzt heißt das: SouverĂ€ne nationale Entscheidungen sollen weiter aufgelöst und in supranationale Gebilde ĂŒberfĂŒhrt werden, in denen kein Land mehr alleine die Verantwortung trĂ€gt – und damit auch niemand mehr wirklich zur Rechenschaft gezogen werden kann. Das ist kein Friedensprojekt, sondern die Fortsetzung der bekannten Politik der Selbstentmachtung.

Wenn der RĂŒckzug der Amerikaner zur Vorlage wird

Brantner verweist auf den RĂŒckzug der USA aus ihrer bisherigen Rolle in Europa. TatsĂ€chlich verĂ€ndert die zweite Amtszeit von Donald Trump die transatlantischen Gewichte spĂŒrbar. Doch statt daraus die Lehre zu ziehen, dass Deutschland endlich wieder selbstbewusst seine eigenen Interessen vertreten mĂŒsse, propagieren die GrĂŒnen das Gegenteil: noch mehr Auflösung in europĂ€ischen Strukturen, noch weniger nationale HandlungsfĂ€higkeit.

Ein durchsichtiges Manöver

Man darf sich fragen, welchem Zweck diese Inszenierung der nachbarschaftlichen Ängste dient. Die Beschwörung eines bedrohlich erstarkenden Deutschlands passt verdĂ€chtig gut in die ErzĂ€hlung jener, die im Dauer-„Kampf gegen Rechts“ jede patriotische Regung als Vorboten dunkler Zeiten deuten. Wer reale Probleme – marode Wirtschaft, ungesteuerte Migration, explodierende Energiekosten – nicht lösen kann oder will, der flĂŒchtet sich gerne in historische Schauergeschichten.

Die Wahrheit ist unbequem fĂŒr die GrĂŒnen: Deutschland ist nicht zu stark, sondern in vielerlei Hinsicht beklemmend schwach geworden. Eine ehrliche Verteidigungspolitik, die unser Land tatsĂ€chlich schĂŒtzen wĂŒrde, wĂ€re dringend nötig. Was wir stattdessen erleben, ist ein Spiel mit ĂŒberkommenen Ängsten, das vor allem von der eigenen Hilflosigkeit ablenken soll.

Sicherheit, die wirklich trÀgt

In einer Zeit, in der politische VerlĂ€sslichkeit zur Seltenheit geworden ist und BĂŒndnisstrukturen stĂ€ndig neu verhandelt werden, suchen viele BĂŒrger nach BestĂ€ndigkeit. WĂ€hrend Politiker ĂŒber Verteidigungsunionen und PhantomĂ€ngste debattieren, bleibt physisches Gold und Silber seit Jahrtausenden das, was es immer war: ein krisenfester, von politischen Launen unabhĂ€ngiger Wertspeicher. Wer sein Vermögen gegen die UnwĂ€gbarkeiten einer zunehmend unberechenbaren Politik absichern möchte, findet in Edelmetallen eine bewĂ€hrte und solide ErgĂ€nzung fĂŒr ein breit gestreutes Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten EinschĂ€tzungen ersetzen keine individuelle Beratung. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenstĂ€ndig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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