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26.01.2026
08:13 Uhr

AfD rüstet sich für den Ernstfall: Neue Arbeitsgruppe soll Regierungsbeteiligung vorbereiten

AfD rüstet sich für den Ernstfall: Neue Arbeitsgruppe soll Regierungsbeteiligung vorbereiten

Die Alternative für Deutschland geht in die Offensive. Mit der Gründung einer eigens eingerichteten „Arbeitsgruppe Regierungsbeteiligung" bereitet sich die Partei systematisch auf das vor, was viele Beobachter längst für möglich halten: eine Beteiligung an Landesregierungen in mehreren Bundesländern. Der AfD-Bundesvorstand hat diesen strategischen Schritt nun offiziell beschlossen.

Professionelle Strukturen für den politischen Wandel

Die neue Arbeitsgruppe ist keineswegs ein symbolisches Projekt. Mit zwei Vollzeitstellen, darunter ein Volljurist, und einem jährlichen Budget von rund 185.000 Euro zeigt die Parteiführung, dass sie es ernst meint. Diese Investition in professionelle Strukturen unterstreicht den Anspruch der AfD, sich als regierungsfähige Kraft zu etablieren.

Im Fokus stehen dabei insbesondere die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. In beiden Bundesländern rechnet sich die Partei realistische Chancen aus, an der Regierungsbildung beteiligt zu werden. Die Arbeitsgruppe soll entsprechende Planungen für Personal und Strategie übernehmen – ein Novum in der Geschichte der noch jungen Partei.

Vorbereitung auf erwartete Widerstände

Bemerkenswert ist die nüchterne Analyse der Parteispitze hinsichtlich möglicher Gegenwehr. Der Vorstandsbeschluss macht deutlich, dass man im Falle einer Regierungsübernahme mit massivem politischem und juristischem Widerstand rechnet – sowohl von anderen staatlichen Ebenen als auch von zivilgesellschaftlichen Akteuren. Die Arbeitsgruppe soll entsprechende Szenarien analysieren und Schutz- sowie Abwehrstrategien entwickeln.

Diese vorausschauende Planung zeugt von einem gewissen Realismus. Die politische Landschaft in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Während die etablierten Parteien mit sinkenden Zustimmungswerten kämpfen, konnte die AfD in mehreren Bundesländern zur stärksten Kraft aufsteigen.

Ein Zeichen des demokratischen Selbstbewusstseins

Die Gründung dieser Arbeitsgruppe kann als Ausdruck eines gewachsenen demokratischen Selbstbewusstseins gewertet werden. Eine Partei, die sich ernsthaft auf Regierungsverantwortung vorbereitet, signalisiert damit auch ihre Bereitschaft, konstruktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens mitzuwirken. Ob die anderen politischen Kräfte diese ausgestreckte Hand annehmen werden, bleibt abzuwarten.

Fest steht: Die politische Tektonik in Deutschland verschiebt sich weiter. Die kommenden Landtagswahlen werden zeigen, ob die strategischen Vorbereitungen der AfD Früchte tragen werden. Die Wähler haben das letzte Wort – und sie scheinen zunehmend bereit, neue Wege zu gehen.

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